Masterarbeit, 2014
66 Seiten
1. Einleitung
2. Das Bilderbuch
2.1 Die Geschichte des Bilderbuchs
2.2 Text- und Bildinterdependenz
2.3 Der Einsatz von Bilderbüchern in der Grundschule
2.4 Funktionale Aspekte des Bilderbuchs
3. Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur
4. Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur
4.1 Was ist ein Außenseiter?
4.2 Kinder als Außenseiter
4.3 Außenseiter als Thema historischer und moderner Kinder- und Jugendliteratur
5. Irgendwie Anders
5.1 Sachanalyse
5.2 Zur Gestaltung der Außenseiterproblematik auf Text- und Bildebene
6. Der Regenbogenfisch
6.1 Sachanalyse
6.2 Zur Gestaltung der Außenseiterproblematik auf Text- und Bildebene
7. Pepe Pinguin
7.1 Sachanalyse
7.2 Zur Gestaltung der Außenseiterproblematik auf Text- und Bildebene
8. Vergleich der Außenseiterdarstellung
9. Fazit
Ziel der vorliegenden Arbeit ist es, zu zeigen, in welcher Form Heterogenität und Differenz in problemorientierten Bilderbüchern aufgegriffen und dargestellt werden und ob diese Werke dazu beitragen können, die Akzeptanz von Andersartigkeit in der Gesellschaft zu steigern.
5.1 Sachanalyse
Im Mittelpunkt des Bilderbuches „Irgendwie Anders“ steht das kleine, namensgleiche blaue Wesen Irgendwie Anders. Dieses wohnt abseits gelegen von den anderen Figuren auf einem hohen, einsamen Berg. Irgendwie Anders sieht ganz anders aus als alle anderen Figuren, die durch verschiedene, real existierende Tiere dargestellt werden. Er unterscheidet sich zudem auch stark in seiner Verhaltensweise, obwohl er alles versucht, um sich den anderen Tieren anzupassen und diese nachzuahmen: Er trägt eine Fliege um den Hals, malt Bilder, bringt sein Mittagessen in Papiertüten mit und spielt Federball. Doch ganz gleich, was er versucht, seine Kleidung sieht trotzdem immer anders aus als die der anderen Figuren, er malt nicht wie sie, er spielt nicht wie sie und er isst Dinge, die den Tieren unvorstellbar scheinen. Trotz seiner Anpassungsbemühungen hört er immer wieder „Du gehörst nicht dazu. Du bist nicht wie wir. Du bist irgendwie anders.“ (Cave 1994: 9).
Von den anderen Bewohnern ausgegrenzt, zieht sich Irgendwie Anders in sein kleines Haus zurück, als er plötzlich ein Klopfen an der Haustür wahrnimmt. Draußen steht ein orangenes, ebenfalls seltsam aussehendes Wesen namens Etwas. Irgendwie Anders ist über den Besuch, insbesondere über die Aussage, er sei genauso anders wie Etwas, nicht erfreut. Mit dem Satz „Du bist doch nicht wie ich! Du bist überhaupt nicht wie irgendwas, das ich kenne. Tut mir Leid, aber jedenfalls bist du nicht genauso anders wie ich!“ (Cave 1994: 15) schickt er das Wesen fort. Sein Fehlverhalten sieht er jedoch schnell ein und rennt dem anderen, noch fremden Wesen hinterher. Etwas sei zwar nicht wie er, doch das sei ihm egal. Trotz der Unterschiede entwickelt sich eine enge Freundschaft zwischen den beiden von der Gesellschaft Ausgestoßenen.
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die Relevanz der Außenseiterproblematik ein und formuliert die zentralen Forschungsfragen sowie das Ziel der Arbeit.
2. Das Bilderbuch: Dieses Kapitel erläutert die Gattungsmerkmale des Bilderbuchs, seine Geschichte und seine didaktische Bedeutung in der Grundschule.
3. Problemorientierte Kinder- und Jugendliteratur: Hier wird dieser Literaturbereich definiert und sein Potenzial zur Konfliktbewältigung und Empathieförderung hervorgehoben.
4. Außenseiter in der Kinder- und Jugendliteratur: Dieses Kapitel definiert den Begriff des Außenseiters und beleuchtet die psychologischen sowie sozialen Hintergründe der Ausgrenzung bei Kindern.
5. Irgendwie Anders: Eine detaillierte Analyse der Sachanalyse und der textlichen/bildlichen Gestaltung dieses spezifischen Bilderbuchs.
6. Der Regenbogenfisch: Untersuchung der Darstellung der Außenseiterproblematik in Markus Pfisters Werk, mit Fokus auf die Themen Egoismus und Teilen.
7. Pepe Pinguin: Analyse der Geschichte um Pepe Pinguin, der durch seine optische Andersartigkeit zunächst ausgegrenzt wird, aber lernt, zu sich selbst zu stehen.
8. Vergleich der Außenseiterdarstellung: Zusammenführender Vergleich der drei untersuchten Werke hinsichtlich ihrer inhaltlichen und gestalterischen Qualitäten.
9. Fazit: Das Fazit resümiert die Ergebnisse und stellt die Bedeutung der Literatur für die Förderung von Toleranz und Akzeptanz in einer multikulturellen Gesellschaft heraus.
Außenseiter, Bilderbuch, Kinderliteratur, Inklusion, Problemorientierung, Sozialisation, Interkulturelle Kompetenz, Toleranz, Empathie, Grundschule, Identifikation, Andersartigkeit, Ausgrenzung, Literaturdidaktik, Heterogenität.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Darstellung von Außenseitern in der problemorientierten Kinderliteratur und deren Potenzial, die Akzeptanz von Andersartigkeit bei Kindern zu fördern.
Die drei untersuchten Werke sind „Irgendwie Anders“ von Kathryn Cave, „Der Regenbogenfisch“ von Marcus Pfister und „Pepe Pinguin“ von Erwin Moser.
Die Arbeit untersucht, in welcher Form Heterogenität und Differenz in diesen Büchern dargestellt werden und inwiefern diese Literatur zur Steigerung der gesellschaftlichen Akzeptanz beitragen kann.
Es wird eine literaturwissenschaftliche Analyse durchgeführt, die sich auf die inhaltliche Sachanalyse sowie die Untersuchung von Text- und Bildebene stützt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Bilderbüchern und Außenseiterproblematik sowie die detaillierte Einzelanalyse der drei ausgewählten Werke und einen anschließenden Vergleich.
Zentrale Begriffe sind neben „Außenseiter“ und „Bilderbuch“ auch „Assimilation“, „Segregation“, „Sozialisation“ sowie „soziale und interkulturelle Kompetenz“.
Während der Regenbogenfisch durch das Teilen seiner Schuppen den Weg der Assimilation wählt, um integriert zu werden, entscheidet sich „Irgendwie Anders“ für den Weg der Segregation, indem er eine Freundschaft mit einem anderen Außenseiter schließt, ohne seine eigene Identität aufzugeben.
Kinder sollten mit den schwierigen Themen der Ausgrenzung nicht allein gelassen werden; die Diskussion im Unterricht ermöglicht eine kritische Reflexion und den Transfer auf die eigene Lebenswelt.
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