Masterarbeit, 2013
111 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
1.1 Zielsetzung
1.2 Aufbau der Arbeit
2. Geschichte des Rettungsdienstes
2.1 Rettungsdienst heute
2.2 Finanzierungsstruktur im Rettungsdienst
2.2.1 Externe Finanzierung
2.2.2 Tariffinanzierung
2.2.3 Interne Finanzierung
2.2.4 Finanzierungsbeiträge Dritter
2.3 Kostenstruktur im Rettungsdienst
2.4 Kritische Betrachtung der Rettungsdienst- und Finanzstruktur
3. Pay for Performance
3.1 Begriffsdefinition
3.1.1 Kopfpauschale
3.1.2 Fallpauschale
3.1.3 Einzelleistungsvergütung
3.1.4 Erfolgsorientierte Vergütung
4. Konzeption der Rettungsdienst Diagnosis Related Group
4.1 Rettungsdienst Diagnosis Related Group
4.2 Patientenklassifikation
4.2.1 Glasgow Coma Scale
4.2.2 Vitalparameter
4.2.2.1 Atemfrequenz
4.2.2.2 Sauerstoffsättigung
4.2.2.3 Herzfrequenz
4.2.2.4 Blutdruck
4.2.2.5 EKG-Befund
4.2.2.6 Schmerzen
4.2.2.7 Körperkerntemperatur
4.2.2.8 Blutzucker
4.2.2.9 Körpergewicht
4.2.3 Interpretation der Patientenklassifikation
4.3 Haupt- und Nebendiagnosen nach ICD-10
4.4 Leistungserfassung mit OPS-Maßnahmenkatalog Rettungsdienst
4.5 Datenschutz und Hilfsfrist
4.5.1 Patientendatenschutz
4.5.1 Hilfsfrist
5. Kostenermittlung der Rettungsdienst DRG
5.1 Rettungsleitstellen
5.1.1 Rettungsfahrzeuge
5.1.2 Rettungsdienstpersonal
5.2 Buchführungssysteme
5.2.1 Inventur und Inventar
5.2.2 Bilanz
5.3 Doppelte Buchführung und Kosten- und Leistungsrechnung
5.3.1 Aufbau der Kosten- und Leistungsrechnung
5.3.2 Kostenartenrechnung
5.3.3 Kostenartenrechnung im Rettungsdienst
5.3.3.1 Personalkosten
5.3.3.2 Kosten für Dienstleistungen Dritter
5.3.3.3 Materialkosten
5.3.3.4 Kapitalkosten
5.4 Kostenverteilung im Rettungsdienst
5.5 Abrechnungsverfahren mit den Rettungsdienst-DRG
6. Diskussion der Chancen und Risiken
7. Fazit
Ziel dieser Arbeit ist es, eine neue Finanzierungsstruktur für das deutsche Rettungswesen unter Verwendung des Diagnosis Related Group (DRG)-Systems zu konzipieren, um dem aktuellen Aufgabenwandel hin zur medizinischen Notfallversorgung gerecht zu werden, Fehlsteuerungen zu korrigieren und die Wirtschaftlichkeit sowie Qualität im Rettungsdienst zu erhöhen.
4.2.1 Glasgow Coma Scale
Die Bewertung des Patientenzustands nach der GCS erfolgt in drei Stufen. Zunächst gibt es die Kategorie „Augen öffnen“, ihr folgen die „beste verbale Reaktion“ sowie die „beste motorische Reaktion“. Die Bewertung geschieht anhand eines Punktesystems. Diese Beurteilung geschieht zum ersten Mal direkt beim Eintreffen des Rettungsdienstpersonals und des Notarztes und wird im Einsatzprotokoll dokumentiert.
Tabelle 1 zeigt die Punktevergabe sowie die Kategorien zur Bestimmung der Bewusstseinslage nach der GCS. Minimal können 3 und maximal 15 Punkte erreicht werden. Bei einem GCS-Wert zwischen 12 und 14 wird von einem leichten Schädel-Hirn-Trauma, bei 8 bis 11 von einem mittelschweren Schädel-Hirn-Trauma und bei einem Wert ≤ 7 wird von einem schweren Schädel-Hirn-Trauma ausgegangen. Je niedriger der GCS-Wert somit ist, desto schlechter ist die Bewusstseinslage des (Notfall-)Patienten. Ab einem Punktewert von 7 wird von einem Koma gesprochen.
Die Bewusstlosigkeit gilt im Rettungsdienst als absolute Notarztindikation. Werden nach der GCS 15 Punkte erreicht, erhält er für diesen Bereich einen Gesamtwert von 4 Punkten. Bekommt der Patient aufgrund seines Zustands einen Wert zwischen 12 und 14 bzw. 8 und 11, so geht diese Bewertung mit 3 bzw. 2 Punkten einher. Alle darunter liegenden Werte werden mit einem Punkt berücksichtigt.
1. Einleitung: Beschreibt den Wandel des Rettungsdienstes von der reinen Transportaufgabe hin zur medizinischen Versorgung und führt in die Thematik der R-DRG als Lösungsansatz ein.
2. Geschichte des Rettungsdienstes: Zeichnet die historische Entwicklung des Rettungswesens bis hin zum heutigen Rendezvous-System und analysiert die aktuelle Finanzierungsstruktur.
3. Pay for Performance: Erläutert das Konzept der leistungsorientierten Vergütung und deren Anwendungsmöglichkeiten im Gesundheitswesen.
4. Konzeption der Rettungsdienst Diagnosis Related Group: Detaillierte Vorstellung der R-DRG-Konzeption, Patientenklassifikation, Diagnosekodierung und Leistungserfassung.
5. Kostenermittlung der Rettungsdienst DRG: Analysiert die Ermittlung der Grundkosten im Rettungsdienst unter Einbeziehung von Buchführungssystemen und Kosten-Leistungs-Rechnung.
6. Diskussion der Chancen und Risiken: Kritische Reflexion der Auswirkungen einer R-DRG-Implementierung auf Qualität, Finanzierung und Struktur des Rettungswesens.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der R-DRG als Mittel zur strategischen Positionierung des deutschen Rettungsdienstes in Zeiten zunehmenden Ressourcendrucks.
Rettungsdienst, R-DRG, Diagnosis Related Group, Notfallmedizin, Finanzierungsstruktur, Pay for Performance, Kostenermittlung, Patientenklassifikation, OPS-Maßnahmenkatalog, Versorgungsqualität, Notfallsanitäter, Gesundheitsökonomie, Leistungsorientierte Vergütung, Rettungskette, Hilfsfrist.
Die Arbeit befasst sich mit der Konzeption einer neuen Finanzierungsstruktur für den deutschen Rettungsdienst auf Basis der Diagnosis Related Group (DRG), um den steigenden Anforderungen an die medizinische Notfallversorgung gerecht zu werden.
Die zentralen Themen umfassen die Historie und heutige Struktur des Rettungswesens, die Theorie des Pay for Performance, die praktische Konzeption der Rettungsdienst-DRG sowie eine detaillierte betriebswirtschaftliche Kostenermittlung.
Das Ziel ist es, eine transparente, leistungsgerechte Vergütungsform zu entwickeln, die das Rettungswesen demographieorientiert positioniert und neue ökonomische Anreize für Kostenträger und Rettungsdienstorganisationen schafft.
Es wird ein systematischer, betriebswirtschaftlicher Ansatz verfolgt, der auf Literaturanalysen zur Finanzierungsstruktur basiert und eine eigene Modellkonzeption (Kostenermittlung und Leistungsabbildung via OPS-Katalog) für den Rettungsdienst entwickelt.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung (Pay for Performance) sowie die methodische Konzeption des R-DRG-Systems, inklusive Patientenklassifikation (z.B. GCS), Diagnosekodierung (ICD-10) und der betriebswirtschaftlichen Kalkulation der Einsatzkosten.
Die Arbeit wird maßgeblich durch Begriffe wie Rettungsdienst-DRG, Versorgungsqualität, Leistungsabrechnung, Kostenartenrechnung und Notfallrettung definiert.
Bisher wird primär der Transport vergütet, nicht die medizinische Behandlung am Notfallort. Dies führt zu Fehlanreizen und einer Unterfinanzierung der medizinischen Kompetenzentwicklung.
Durch die fallbezogene Kodierung und den systematischen Vergleich der Behandlungsergebnisse vor und nach der Versorgung wird die Behandlungsqualität messbar und transparent für alle Beteiligten.
Die Hilfsfrist dient als Qualitätskennzahl; ihre Einhaltung kann im R-DRG-Modell über Belohnungs- oder Bestrafungssysteme finanziell gesteuert werden, was neue Anreize für eine effiziente Standortplanung schafft.
Die Kosten werden über ein R-DRG-Verfahren abgebildet, das sowohl die personal- und fahrzeugspezifischen Grundkosten als auch die durchgeführten medizinischen Maßnahmen (OPS-kodiert) und flexible Faktoren wie die Kilometerleistung einbezieht.
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