Masterarbeit, 2013
58 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
1.1 Historische und politische Einordnung
1.2 Definition von Fertigungsaufträgen
1.3 Problemstellung: Bewertung mehrperiodischer Fertigungsaufträge
2. Umsatzrealisierung von Fertigungsaufträgen
2.1 Nach HGB
2.1.1 Completed-Contract-Methode (CCM)
2.1.1.1 Rechtliche Einordnung
2.1.1.2 Selbstkostenansatz
2.1.1.3 Verlustantizipation
2.1.1.4 Exkurs: Möglichkeit der Teilgewinnrealisierung nach HGB
2.1.1.5 Zusammenfassung
2.2 Nach IFRS
2.2.1 Percentage-of-Completion-Methode (PoCM)
2.2.1.1 Definition
2.2.1.2 Anwendungsvoraussetzungen
2.2.1.3 Bestimmung der zu berücksichtigenden Auftragserlöse
2.2.1.3.1 Exkurs: fair value und Wahrscheinlichkeitsbegriff
2.2.1.4 Bestimmung der geplanten und angefallenen Auftragskosten
2.2.1.5 Ermittlung des Fertigstellungsgrades
2.2.1.5.1 Inputorientierte Verfahren
2.2.1.5.2 Outputorientierte Verfahren
2.2.1.6 Teilgewinnrealisierung und Verlustantizipation bei cost-to-cost Methode
2.2.1.7 Segmentierung und Zusammenfassung von Verträgen
2.2.1.8 Exkurs: Beispielrechnung und Darstellung in der Bilanz
2.2.2 Zero-Profit-Margin-Methode
2.3 Ausblick und zukünftige Entwicklungen
2.4 Abgrenzung der IFRS zu den US-GAAP
2.4.1 Gemeinsamkeiten zwischen IFRS und US-GAAP
2.4.1.1 Bilanzierung nach der PoCM
2.4.2 Unterschiede zwischen IFRS und US-GAAP
2.4.2.1 Erlaubte Anwendung der CCM
2.4.2.2 Bilanzierung von Joint Ventures / Shared Contracts
2.4.2.3 Bilanzierung von Vertragsänderungen
2.4.2.4 Bilanzierung von Vertragsoptionen
2.4.2.5 Bilanzierung von Claims
2.4.3 Vergleich und kritische Würdigung
2.5 Vergleich von HGB und IFRS
2.5.1 Definition von Fertigungsaufträgen
2.5.2 Berücksichtigung erwarteter Verluste
2.5.3 Gewinnrealisierung
3. Umsatzrealisierung eines Beispielauftrages
3.1 Ertragsrealisierung nach IFRS
3.2 Nach HGB
4. Kritische Würdigung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Bilanzierung langfristiger Fertigungsaufträge, wobei der Fokus auf dem Vergleich der unterschiedlichen methodischen Ansätze nach IFRS und HGB liegt. Ziel ist es, die Auswirkungen der jeweiligen Umsatzrealisierungsregeln auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage eines Unternehmens aufzuzeigen und die Praxistauglichkeit der Methoden kritisch zu hinterfragen.
2.2.1.1 Definition
Innerhalb des IAS 11 wird die PoCM wie folgt definiert: "Ist das Ergebnis eines Fertigungsauftrages verlässlich zu schätzen, so sind die Auftragserlöse und Auftragskosten in Verbindung mit diesem Fertigungsauftrag entsprechend dem Leistungsfortschritt am Abschlussstichtag jeweils als Erträge und Aufwendungen zu erfassen." Die Erfassung von Erträgen und Aufwendungen gemäß dem Leistungsfortschritt wird häufig als Methode der Gewinnrealisierung nach dem Fertigstellungsgrad bezeichnet. Gemäß dieser Methode werden die entsprechend dem Fertigstellungsgrad angefallenen Auftragskosten den Auftragserlösen zugeordnet. Hieraus ergibt sich eine Erfassung von Erträgen, Aufwendungen und Ergebnis entsprechend dem Leistungsfortschritt. Diese Methode liefert nützliche Informationen zum Stand der Vertragsarbeit sowie zur Leistung während einer Periode.
1. Einleitung: Dieses Kapitel liefert eine historische Einordnung der internationalen Rechnungslegung und definiert den Begriff der Fertigungsaufträge im Kontext der Problemstellung einer mehrperiodischen Bewertung.
2. Umsatzrealisierung von Fertigungsaufträgen: Hier werden detailliert die Vorgehensweisen nach HGB (insb. Completed-Contract-Methode) und IFRS (insb. Percentage-of-Completion-Methode) gegenübergestellt, ergänzt durch einen Vergleich mit US-GAAP.
3. Umsatzrealisierung eines Beispielauftrages: Anhand eines konkreten Zahlenbeispiels mit einer Laufzeit von vier Jahren wird die unterschiedliche Auswirkung der bilanziellen Methoden auf den periodischen Gewinnausweis demonstriert.
4. Kritische Würdigung und Fazit: Das abschließende Kapitel bewertet die Vor- und Nachteile der untersuchten Methoden im Hinblick auf ihre Informationsfunktion für Kapitalgeber und Gläubigerschutz sowie die Rolle des Projektcontrollings.
Fertigungsaufträge, Umsatzrealisierung, HGB, IFRS, Completed-Contract-Methode, CCM, Percentage-of-Completion-Methode, PoCM, Fertigstellungsgrad, Rechnungslegung, Verlustantizipation, IAS 11, US-GAAP, Projektcontrolling, Periodenabgrenzung
Die Arbeit behandelt die komplexe Problematik der bilanziellen Erfassung und Umsatzrealisierung von langfristigen Fertigungsaufträgen im Anlagenbau.
Zentrale Themen sind der Vergleich der deutschen Rechnungslegung nach HGB mit den internationalen Standards (IFRS) sowie die Differenzierung zu den US-GAAP.
Das primäre Ziel ist es, aufzuzeigen, wie unterschiedliche Bilanzierungsmethoden die Darstellung von Erträgen und Risiken in Jahresabschlüssen beeinflussen.
Die Arbeit nutzt einen analytischen Vergleich der Normen (IAS 11 vs. HGB-Grundsätze) und veranschaulicht die theoretischen Erkenntnisse anhand eines numerischen Praxisbeispiels.
Der Hauptteil gliedert sich in die detaillierte Darstellung der Completed-Contract-Methode, der Percentage-of-Completion-Methode sowie einer vergleichenden Analyse der Behandlung von Vertragsrisiken und Claims.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Fertigungsaufträge, Umsatzrealisierung, PoCM, CCM, Periodenabgrenzung und Bilanzpolitik charakterisieren.
Der Fertigstellungsgrad ist der entscheidende Parameter, um Gewinne anteilig über die Projektlaufzeit hinweg realisieren zu können, anstatt sie bis zum Abschluss des Vertrages zu stunden.
Der Unterschied begründet sich primär im deutschen Vorsichtsprinzip (Realisationsprinzip), das eine Gewinnrealisierung vor vollständiger Abnahme durch den Kunden weitgehend untersagt, während IFRS eine periodengerechte Gewinnzuordnung anstrebt.
Das Projektcontrolling ist zentral, da die Schätzung der Gesamtkosten und Erlöse maßgeblichen Einfluss auf das bilanzielle Ergebnis hat und somit Spielräume für die Bilanzpolitik bietet.
Sowohl nach HGB als auch nach IFRS ist ein solcher Verlust unverzüglich und in voller Höhe erfolgswirksam zu erfassen, sobald er als wahrscheinlich identifiziert wurde.
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