Bachelorarbeit, 2014
71 Seiten, Note: 1,3
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, die Konsumenten im Rahmen einer Aufklärungskampagne über die vielfältigen Nachteile von Einweg-Pappbechern zu informieren. Primäres Ziel ist es, das Image der traditionellen Porzellantasse wieder aufzuwerten und die Menschen dazu zu bewegen, über ihr Konsumverhalten zu reflektieren, um so einen Beitrag zur Reduzierung von Einwegverpackungsmüll zu leisten.
PLASTIK
Heute werden laut einer Statistik eine Billion Plastiktüten pro Jahr verwendet. Der Europäer kommt auf rund 200 Tüten pro Jahr. Viele Tüten landen jedoch bereits schon nach einmaligem Gebrauch im Müll oder sogar in der Natur. Gerade die „dünnwandigen Tüten, die neunzig Prozent aller Plastiktüten ausmachen, aber oft nur ein einziges Mal zum Verkauf von Obst und Gemüse verwendet werden"20, macht sie zu einem echten Umweltproblem. Denn der Zerfall einer Plastiktüte kann von 100 bis zu 500 Jahren andauern.21 Es wird geschätzt, dass sich heutzutage bereits 250 Milliarden Plastikteilchen im Meer befinden. Dies entspricht einem Gesamtgewicht von 500 Tonnen.22 Es kommt noch schlimmer, denn die Plastikteilchen werden von den Meerestieren oder Vögeln über die Nahrung aufgenommen. „Bei Untersuchungen von Nordseevögeln fanden Umweltschützer bei 94 Prozent der Tiere Plastik im Magen."23 Dies kann dazu führen, dass die Tiere an den Teilchen qualvoll verenden. Die Tiere, die nicht daran sterben, landen schließlich mitsamt dem Plastik im Bauch wieder auf unserem Esstisch.
Die Plastikteile gelangen auf ganz unterschiedliche Weisen ins Meer. Durch Überschwemmungen von küstennahen Orten oder durch Menschen, die ihren Müll am Strand liegen lassen. Außerdem können Plastikteilchen auch in unserer Kosmetik, wie in Zahnpasta, Peelings oder Duschbädern enthalten sein und so über unser Abwasser wieder ins Meer gelangen. Ebenso können sich Kunststofffasern bei der alltäglichen Wäsche lösen. Auch die Fischindustrie ist mit einem rund 10%-igen Anteil an Plastikteilchen im Meer vertreten, denn wenn die Netze kaputt gehen, treiben sie im Meer herum.24
Die Richtlinie 94/62/EG, die die Verpackung und Verpackungsabfälle in Europa regelt, soll in Zukunft so abgeändert werden, dass jedes europäische Land das Problem mit der Plastiktüte selbst angehen kann. Denn die Europäer pflegen einen ganz unterschiedlichen Umgang mit der Plastiktüte. „Während Kunden in Dänemark im Durchschnitt nur vier Tüten pro Jahr nutzen, schleppen Käufer in Polen und Portugal jährlich rund 450 Plastiktüten Heim. Die deutschen Verbraucher liegen mit 65 Tüten im Jahr im EU-Mittelfeld."25 Grund dafür ist, dass Plastiktüten neben den geringen Kosten auch bei den Verkäufern als Werbemittel sehr beliebt sind. Eine gute Alternative ist der Mehrwegbeutel. Er leistet die gleichen Dienste, kann hunderte Einwegtüten ersetzen und den unnötigen Rohstoff- und Energieverbrauch einsparen. Grundsätzlich sollen jedoch in allen europäischen Staaten vor allem die leichten Wegwerf-Plastiktüten verboten werden, denn sie sind nur für den kurzen Gebrauch gedacht und kaum zur Wiederverwendung benutzbar.
RECHERCHE VERPACKUNG: Dieses Kapitel untersucht die historische Entwicklung und die verschiedenen Formen von Verpackung, von frühen Naturmaterialien bis hin zu modernen Einweg- und Mehrweglösungen, und beleuchtet deren Auswirkungen.
RECHERCHE COFFEE-TO-GO: Hier wird die Kaffeekultur beleuchtet, insbesondere der Aufstieg des "Coffee-to-Go"-Trends und dessen problematische Umweltfolgen durch Einwegbecher.
PROBLEM- UND ZIELDEFINIERUNG: In diesem Abschnitt werden das Kernproblem des Einwegbecherkonsums und die daraus resultierende Ressourcenverschwendung definiert, sowie die Zielsetzung der Arbeit, Konsumenten aufzuklären und Alternativen aufzuzeigen.
KREATIVE VORARBEIT: Dieses Kapitel skizziert die strategische Ausrichtung der Kampagne, die Ideenfindung und die Gestaltungskonzepte, um die Zielgruppe der Studenten humorvoll anzusprechen.
DIE VISUALISIERUNG: Hier werden die visuellen Elemente der Kampagne vorgestellt, inklusive Charakterdesign, Umfeldgestaltung und Storyboards der geplanten Video-Serie.
UMSETZUNG: Das Kapitel befasst sich mit dem Mediaplan und den Kosten der Kampagne, wobei der Fokus auf Online-Medien und ergänzenden Printmaterialien liegt.
SCHLUSSWORT: Das Schlusswort reflektiert die Ergebnisse der Arbeit und formuliert einen Ausblick auf weitere Vorgehensweisen und Wünsche bezüglich eines nachhaltigeren Konsumverhaltens.
Verpackung, Einwegverpackung, Coffee-to-Go, Nachhaltigkeit, Umweltverschmutzung, Plastikmüll, Recycling, Konsumverhalten, Design, Kaffeekultur, Ressourcenverschwendung, Kampagne, Abfallvermeidung, Konsumentenaufklärung.
Diese Arbeit befasst sich mit dem Konzept und Entwurf zur Vermeidung von Einwegverpackungen, insbesondere im Kontext des "Coffee-to-Go"-Trends, um Konsumenten für nachhaltigere Alternativen zu sensibilisieren und ein Bewusstsein für Umweltschutz zu schaffen.
Die zentralen Themenfelder sind die Problematik von Einwegverpackungen, die Kaffeekultur und der "Coffee-to-Go"-Konsum, die Identifizierung und Förderung von Mehrweg-Alternativen sowie die Gestaltung einer aufklärenden Kampagne und deren visueller Umsetzung.
Das primäre Ziel ist es, Konsumenten durch eine Aufklärungskampagne über die Nachteile von Pappbechern zu informieren und das Image von Porzellangeschirr als nachhaltige Alternative aufzuwerten. Die implizite Forschungsfrage ist, wie man Konsumenten dazu bringen kann, ihren Konsum zu reflektieren und umweltfreundlichere Entscheidungen zu treffen.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Recherche zu den Themen Verpackung und Coffee-to-Go, ergänzt durch eine Zielgruppenbefragung zur Analyse des Konsumverhaltens und entwickelt daraus einen Design-Entwurf für eine mediale Kampagne.
Der Hauptteil behandelt die Recherche zu Verpackungen (Geschichte, Problematik von Plastik), die Kaffeekultur und den "Coffee-to-Go"-Trend (Umweltauswirkungen, Alternativen), die Problem- und Zieldefinierung sowie die kreative Vorarbeit für die Kampagne einschließlich Strategie und Gestaltung.
Die Arbeit wird charakterisiert durch Schlüsselwörter wie Einwegverpackung, Coffee-to-Go, Nachhaltigkeit, Umweltverschmutzung, Plastikmüll, Recycling, Konsumverhalten, Design, Kaffeekultur, Ressourcenverschwendung, Kampagne, Abfallvermeidung und Konsumentenaufklärung.
Die Kampagne zielt darauf ab, Studenten durch eine humorvolle und sarkastische Videoserie in Online-Medien wie Facebook und YouTube zu erreichen, die eine „Battle of Cups“ zwischen Tasse und Einwegbecher darstellt, ergänzt durch Printmedien mit QR-Codes.
Die Arbeit betont, dass Einwegverpackungen, insbesondere aus Plastik, schädliche Substanzen wie Bisphenol-A enthalten können, die negative Auswirkungen auf die menschliche Gesundheit haben, von Allergien bis hin zu potenziell krebserregenden Wirkungen.
Es werden Biokunststoffe, Palmenblätter und essbare Lebensmittelverpackungen als innovative Alternativen untersucht, aber auch der einfache Mehrwegbecher aus Porzellan oder die Thermoskanne als beste und praktikabelste Lösungen hervorgehoben.
Der "Cup-Cycle" ist ein Mehrwegsystem für Coffee-to-Go-Becher an Universitäten, bei dem Becher nach Gebrauch in Sammelboxen zurückgegeben werden können, ohne Pfand. Ziel ist es, die Rücklaufquote zu maximieren und somit Müll zu vermeiden, auch wenn die Becher optisch weniger ansprechend sind.
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