Magisterarbeit, 2010
112 Seiten, Note: 1,7
0. Einleitung
1. Terminologische Erläuterungen
1.1. Verbrechens- und Kriminalliteratur
1.2. Detektivroman und Thriller
1.3. Eigene Begriffsverwendung
2. Wolf Haas und seine Kriminalromane
2.1. Kurzbiografie
2.2. Haas und das „Krimi“-Genre
2.3. Die Brenner-Reihe: Intention, Hintergründe und Themenwahl
3. Gattungsgeschichte: Der klassische Detektivroman und die hard-boiled school
3.1. Die klassische Tradition: Von Edgar Allan Poe (1809–1849)...
3.2. … über Sherlock Holmes (1859–1930)...
3.3. … bis hin zu Agatha Christie (1890–1976)
3.4. Erste „realistische“ Versuche: Dorothy L. Sayers (1893–1957)
3.5. Die hard-boiled school: Dashiell Hammett (1894–1961) und Raymond Chandler (1888–1959)
3.6. Exkurs: Weitere Entwicklung im Überblick
4. Figuren, Elemente und Strukturen: eine glossarische Darstellung
4.1. Das klassische Modell
4.1.1. Detektivfigur
4.1.2. Erzählerfigur
4.1.3. Romanwelt
4.1.4. Struktur
4.1.5. Signifikante Elemente
4.2. Das hard-boiled-Modell
4.2.1. Detektivfigur
4.2.2. Erzählperspektive
4.2.3. Romanwelt
4.2.4. Struktur
4.2.5. Signifikante Elemente
5. Analyse der Brenner-Romane
5.1. Detektivfigur
5.1.1. Person/Charakter
5.1.2. Methode
5.1.3. Brenner, die Moral und das Recht
5.1.4. Brenner und die Frauen
5.2. Erzählerfigur
5.2.1. Erzählperspektive/-situation
5.2.2. Charakter
5.2.3. Funktion
5.2.4. … als Stimme des Autors
5.3. Romanwelt
5.4. Struktur
5.5. Signifikante Elemente
6. Fazit: Tradition und Innovation
Diese wissenschaftliche Arbeit analysiert das literarische Oeuvre des österreichischen Schriftstellers Wolf Haas, insbesondere die Brenner-Kriminalromane, hinsichtlich ihrer Einordnung in die Tradition des klassischen Detektivromans sowie der hard-boiled school. Das Ziel ist es, sowohl traditionelle als auch innovative Merkmale dieser Werke herauszuarbeiten und zu untersuchen, wie Haas mit den Gattungskonventionen spielt.
1.2. Detektivroman, Kriminalroman und Thriller
Die Forschung ist sich bei vielen Werken, die ein Verbrechen und seine Aufklärung als Gegenstand haben, uneinig, ob es sich um einen Detektiv- oder einen Kriminalroman handelt, die zwei Begriffe im Prinzip das Gleiche bedeuten, man streng zwischen ihnen unterscheiden muss und welche „Schublade“ der Thriller hierbei eigentlich gehört.
Alewyn trennt scharf zwischen Kriminal- und Detektivroman. Seiner Interpretation zufolge erzählt Erstere die „Geschichte eines Verbrechens“, während Letzterer die „Geschichte der Aufklärung eines Verbrechen“ behandelt. Dies hat Auswirkungen auf die Struktur und die Erzählweise der Romane:
Im Kriminalroman wird dem Leser früher bekannt als die Tat und der Hergang der Tat früher als ihr Ausgang. Im Detektivroman dagegen ist die Reihenfolge umgekehrt. Wenn dem Leser der Täter bekannt wird, ist unweigerlich der Roman zu Ende, und auch den Ausgang der Tat erfährt er früher als ihren Hergang, und diesen Hergang nicht als Augenzeuge, sondern durch nachträgliche Rekonstruktion.
0. Einleitung: Einführung in die Relevanz des Kriminalromans in der Unterhaltungsliteratur und Vorstellung des Analysefokus auf Wolf Haas.
1. Terminologische Erläuterungen: Klärung der Abgrenzung zwischen Kriminalliteratur, Detektivroman und Thriller zur Definition der eigenen Arbeitsgrundlage.
2. Wolf Haas und seine Kriminalromane: Kurzbiografie des Autors und Einordnung seines Werkes in den Kontext des Krimi-Genres.
3. Gattungsgeschichte: Der klassische Detektivroman und die hard-boiled school: Abriss der literarischen Entwicklung vom klassischen Whodunit bis hin zur US-amerikanischen hard-boiled Tradition.
4. Figuren, Elemente und Strukturen: eine glossarische Darstellung: Systematische Gegenüberstellung des klassischen Modells und des hard-boiled-Modells anhand der zentralen Gattungsmerkmale.
5. Analyse der Brenner-Romane: Anwendung der erarbeiteten theoretischen Grundlagen auf die Brenner-Romane von Wolf Haas.
6. Fazit: Tradition und Innovation: Synthese der Analyseergebnisse, die aufzeigt, wie Haas Traditionen nutzt und durch Innovationen bricht.
Wolf Haas, Brenner-Romane, Kriminalroman, Detektivroman, hard-boiled school, Gattungsgeschichte, Erzähltheorie, Kriminalliteratur, Literaturanalyse, österreichische Literatur, Genre-Innovation, Erzählerfigur, Struktur, Detektivfigur, Unterhaltungsliteratur
Die Arbeit befasst sich mit der Analyse der Kriminalromane des österreichischen Autors Wolf Haas und ordnet diese gattungstheoretisch in die Tradition des klassischen Detektivromans und der hard-boiled school ein.
Im Zentrum stehen die Gattungsgeschichte, die Untersuchung von Figurentypen (Detektiv und Erzähler), sowie die Analyse der Erzählweise und Struktur in den Brenner-Romanen.
Ziel ist es, die spezifischen Elemente der Brenner-Romane zu identifizieren und zu zeigen, wie Haas sowohl traditionelle Gattungsmerkmale nutzt als auch innovative, persönliche Nuancen einbringt.
Die Arbeit nutzt eine literaturwissenschaftliche Analyse unter Berücksichtigung etablierter Forschungsliteratur zur Gattung des Kriminalromans, wobei eine komparative Methode zwischen Theorie und Praxis angewandt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Gattungsklärung, eine glossarische Gegenüberstellung des klassischen Modells und des hard-boiled-Modells sowie eine tiefgehende Analyse der Brenner-Werke.
Die wichtigsten Begriffe sind Wolf Haas, Brenner-Romane, Detektivroman, hard-boiled school, Genre-Innovation und Gattungsgeschichte.
Die Arbeit referenziert hierbei verschiedene Ansätze, insbesondere die Unterscheidung von Alewyn, der den Kriminalroman als Geschichte des Verbrechens und den Detektivroman als Geschichte der Aufklärung definiert.
Die Sprache wird als eines der signifikantesten Merkmale hervorgehoben; Haas nutzt eine distanzierte, ironische und oft umgangssprachlich geprägte Erzählweise, die zur Wirkung seiner Romane beiträgt.
Brenner wird als eine Art „Antidetektiv“ beschrieben, der nicht durch brillantes deduktives Denken glänzt, sondern durch Zufall, Hartnäckigkeit und eine fehleranfällige, menschliche Art, die ihn von klassischen Vorbildern abhebt.
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