Bachelorarbeit, 2014
98 Seiten, Note: 1,3
Medien / Kommunikation - Multimedia, Internet, neue Technologien
1. Einleitung
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund
2.1 Twitter
2.1.1 Grundlagen und Entwicklung
2.1.2 Funktionsweise
2.2 Twitter im Profisport
2.3 Sportler bei Twitter
2.3.1 Sportler als Marke
2.3.2 Selbstdarstellung bei Twitter
2.4 Inhalte und Sportler-Fan-Beziehung
2.4.1 Inhalte bei Twitter
2.4.2 Fanidentifikation und parasoziale Interaktion
2.5 Nutzungsmotive von Followern
3. Methodisches Vorgehen
3.1 Methodenauswahl
3.2 Untersuchungszeitraum
3.3 Untersuchungsmaterial
3.4 Erstellung des Erhebungsinstruments
3.4.1 Aufbau des Codebuchs
3.4.2 Entwicklung des Kategoriensystems
3.5 Durchführung und Reliabilitätstest
4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse
4.1 Vorgehen bei der Auswertung
4.2 Forschungsfrage 1: Nutzerstruktur und Nutzungsintensität
4.2.1 Nutzerstruktur
4.2.2 Anzahl der Follower
4.2.3 Nutzungsintensität
4.2.4 Zwischenfazit
4.3 Forschungsfrage 2: Inhaltliche Nutzung
4.3.1 Formale Kategorien
4.3.2 Inhaltliche Kategorien
4.3.3 Kommunikation mit anderen Nutzern
4.3.4 Zwischenfazit
4.4 Forschungsfrage 3: Resonanz
4.4.1 Relativierung der Retweets und Favorisierungen
4.4.2 Retweets und Favorisierungen auf Spielerebene
4.4.3 Retweets und Favorisierungen auf Tweet-Ebene
4.4.4 Zwischenfazit
5. Fazit und Ausblick
Die Arbeit verfolgt das Ziel, die Twitter-Nutzung von Spielern der 1. Fußball-Bundesliga systematisch zu charakterisieren. Zentral ist dabei die Forschungsfrage, wie diese Spieler den Mikroblogging-Dienst nutzen, welche Inhalte sie teilen und welche Resonanz diese bei ihren Followern erfahren, um den Status quo der digitalen Sportkommunikation in Deutschland wissenschaftlich zu erfassen.
2.3.2 Selbstdarstellung bei Twitter
Die Theorie der Selbstdarstellung wurde 1959 von Erving Goffman in seiner einflussreichen Arbeit Presentation of Self in Everyday Life eingeführt. Goffmans zentrale These besagt, dass das menschliche Verhalten ein Schauspiel ist. Jeder Einzelne schafft bestimmte Rollen, in die er in der Öffentlichkeit schlüpft (Lebel, 2013, S. 5). Hierbei spielen die Personen, mit denen man kommuniziert, eine große Rolle: Die geschaffene Identität ist möglichst konsistent mit den Erwartungen des Publikums (Sanderson, 2008a, S. 914). Diese Selbstdarstellung beruht auf dem Prinzip des Impression Managements. Charakteristiken, die den gewünschten Eindruck vermitteln, werden überbetont, andere verborgen. Goffman verglich den Prozess des Vermittelns verschiedener Versionen des Selbst mit dem Auftreten eines Schauspielers vor und hinter der Bühne.
Während der Darsteller vor Publikum eine sorgfältig vorbereitete und einstudierte Performance abliefert, ist er außerhalb des Rampenlichts entspannt und verhält sich in einer Art und Weise, die näher an der wahren Persönlichkeit liegt (Lebel, 2013, S. 5). Diese Unterscheidung zwischen front stage performance (formelle Selbstdarstellung) und backstage performance (informelle, gemäßigte Selbstdarstellung) bildet den theoretischen Rahmen Goffmans Theorie (ebd.). Diese war ursprünglich für Face-to-Face-Kommunikation bestimmt, lässt sich aber auch auf die sozialen Medien anwenden. Dort stellen die veröffentlichten Profile, Bilder und Nachrichten die Bühne zur Selbstdarstellung dar (Marshall, 2010, S. 40). Speziell bei Twitter funktioniert Selbstdarstellung hauptsächlich über Tweets und Konversationen mit anderen, da Profilseiten dort eine untergeordnete Rolle spielen (Marwick & Boyd, 2010, S. 3).
1. Einleitung: Die Einleitung führt in die zunehmende Bedeutung von Twitter im Profisport ein und begründet die Relevanz einer wissenschaftlichen Untersuchung am Beispiel der deutschen Fußball-Bundesliga.
2. Theoretischer und empirischer Hintergrund: Dieses Kapitel bettet die Forschungsfragen in den wissenschaftlichen Kontext ein, erläutert die Grundlagen von Twitter, die Rolle von Sportlern als Marken und die Konzepte der Selbstdarstellung sowie der Fan-Interaktion.
3. Methodisches Vorgehen: Hier wird das Design der quantitativen Inhaltsanalyse, die Auswahl der Stichprobe (55 Twitter-Profile) sowie die Entwicklung des Erhebungsinstruments und der Reliabilitätstest beschrieben.
4. Darstellung und Interpretation der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die empirischen Befunde zu Nutzerstruktur, inhaltlicher Nutzung und Resonanz, analysiert Zusammenhänge und diskutiert die Erkenntnisse im Hinblick auf die Forschungsfragen.
5. Fazit und Ausblick: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen, diskutiert Limitationen der Studie und gibt einen Ausblick auf zukünftige Forschungsmöglichkeiten im Bereich der digitalen Sportkommunikation.
Twitter, Profisport, Fußball-Bundesliga, Inhaltsanalyse, Selbstdarstellung, Impression Management, Fan-Interaktion, Sportlervermarktung, parasoziale Interaktion, Uses-and-Gratifications-Ansatz, soziale Medien, digitale Kommunikation, Follower, Resonanz, Sportkommunikation.
Die Arbeit untersucht die Twitter-Nutzung von Spielern der 1. Fußball-Bundesliga, um zu verstehen, wie diese soziale Medien für ihre Kommunikation und Vermarktung einsetzen.
Die Untersuchung konzentriert sich auf die Nutzerstruktur, die inhaltliche Gestaltung der Tweets, die Art der Interaktion mit Followern sowie die Resonanz, die diese Inhalte bei Nutzern auslösen.
Das Hauptziel ist die Beantwortung der forschungsleitenden Frage: „Wie wird Twitter von Spielern der deutschen Fußball-Bundesliga genutzt?“
Die Arbeit stützt sich auf eine quantitative Inhaltsanalyse, um systematisch eine große Anzahl an Tweets zu kategorisieren und auszuwerten.
Der Hauptteil umfasst sowohl den theoretischen Rahmen als auch die methodische Beschreibung und die detaillierte Darstellung sowie Interpretation der gewonnenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Twitter, Bundesliga, Sportlervermarktung, Selbstdarstellung, Fan-Interaktion und Inhaltsanalyse.
Die Analyse zeigt, dass das Privatleben von Bundesligaspielern auf Twitter nur eine untergeordnete Rolle spielt; im Fokus steht die sportbezogene Selbstdarstellung.
Ausländische Spieler nutzen Twitter tendenziell intensiver und greifen häufiger auf englischsprachige Tweets sowie Marketing-Inhalte zurück als deutsche Spieler.
Retweets und Favorisierungen dienen als Indikatoren für die Relevanz der Inhalte, wobei die Arbeit die absoluten Werte an der jeweiligen Follower-Zahl der Spieler relativiert.
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