Examensarbeit, 2012
26 Seiten, Note: 2,5
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen zum „Bewegten Lernen“
2.1 Bezüge zur Lerntheorie
2.2 Das Konzept der „Bewegten Schule“
2.3 Argumente für das Lernen in und durch Bewegung
2.3.1 Aspekte aus Lernpsychologie und Hirnforschung
2.3.2 Aspekte der Entwicklungspsychologie
2.3.3 Veränderte Lebenswelt
2.3.4 Motorische Fähigkeiten
2.3.5 Physiologisches Argument
3. Didaktische Vorüberlegungen zu den BSS-Stunden
3.1 Bildungsplanbezug
3.2 Klassensituation
3.3 Ziele der Unterrichtseinheit
4. Praktische Umsetzung der BSS-Stunden
4.1 Vorüberlegungen zur Organisation der Unterrichtseinheit
4.2 Durchführung
4.3 Stolpersteine
5. Auswertung und Reflexion
Die vorliegende Arbeit untersucht das Konzept des „bewegten Lernens“ als fächerverbindende Methode zwischen Mathematik und dem Bereich Bewegung, Spiel und Sport (BSS), um bei Grundschülern das Verständnis für das Einmaleins durch handelndes Lernen zu festigen, die Konzentration zu steigern und die Lernmotivation nachhaltig zu fördern.
2.3.1 Aspekte aus Lernpsychologie und Hirnforschung
Lernpsychologische Forschung bestätigt den besseren Lernerfolg durch Handlungsorientierung. Im Durchschnitt behalten die Lernenden 10% von dem, was sie lesen, 20% von dem, was sie hören, 30% von dem, was sie sehen, 50% von dem, was sie hören und sehen, 70% von dem, was sie selbst sagen oder formulieren können und 90% von dem, was sie selbst tun.
Der Gleichgewichtssinn (vestibuläre Wahrnehmung) und der Bewegungssinn (kinästhetische Wahrnehmung) sind die Grundlage für die Wahrnehmungsentwicklung. Ausgangspunkt für alles Lernen ist ein gutes Wahrnehmungssystem, welches durch Bewegung gefördert und erweitert wird. Durch Bewegung werden die Umwelt und der eigene Körper bewusster wahrgenommen. In der Hirnforschung ist bekannt, dass Lernen umso effektiver ist, je mehr Sinneskanäle genutzt werden und je mehr Eigenaktivität das Kind aufbringt. Die Kanäle, über welche Wissen von den Schülern aufgenommen werden soll, sind oft begrenzt auf Sehen und Hören. Häufig werden die Kanäle auf die 5 Sinne beschränkt. In der Literatur finden sich jedoch Aufgliederungen der Sinne in mehr als die 5 klassischen Sinne, so z.B. auch einen Bewegungssinn, welcher multisensorisches, also mehrkanaliges Lernen, ermöglichen soll. Durch die Bewegung kommt also ein weiterer Aspekt zum Wahrnehmungssystem hinzu und erweitert so die Informationsaufnahmemöglichkeiten der Schüler. Bis zum Ende der Grundschulzeit ist das Lernen über Bewegung für das Entstehen kognitiver Fähigkeiten von großer Bedeutung. In der Hirnforschung ist unlängst der Zusammenhang zwischen Bewegung und Lernen bekannt. Ein Teil unseres Gehirns, das Kleinhirn, welches unsere Bewegungen steuert ist ebenso der Teil, der aktiv an Lernprozessen beteiligt ist, da es kognitive Aufgaben, wie Steuerung des Gedächtnisses, der räumlichen Wahrnehmung oder der Aufmerksamkeit wahrnimmt. Die Erkenntnisse der Hirnforschung besagen des Weiteren, dass sich Bewegung und Sport positiv auf die exekutiven Funktionen wie Problemlösen, Planungsfähigkeit und Steuerung der Emotionen und der Motivation auswirken. Im Gehirn messbaren Folgen von Bewegung sind eine bessere Durchblutung, verbessertes Wachstum und Vernetzung von Nervenzellen und die Ausschüttung der sogenannten Glückshormone Dopamin und Serotonin, welche die Informationsverarbeitung verbessern.
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Bedeutung der Bewegung für den Lernprozess ein und stellt die projektorientierte Unterrichtseinheit vor, die das kleine Einmaleins mit dem Fach Bewegung, Spiel und Sport verbindet.
2. Theoretische Grundlagen zum „Bewegten Lernen“: Dieses Kapitel erläutert die lerntheoretischen Hintergründe des Kognitivismus und Konstruktivismus sowie das Modell der „Bewegten Schule“ und die physiologischen und entwicklungspsychologischen Vorteile von Bewegung beim Lernen.
3. Didaktische Vorüberlegungen zu den BSS-Stunden: Hier werden der Bildungsplanbezug, die spezifische Situation der Klasse sowie die daraus abgeleiteten fachlichen, sozialen und individuellen Ziele der Unterrichtseinheit definiert.
4. Praktische Umsetzung der BSS-Stunden: Dieser Abschnitt beschreibt die Organisation einer Stationenarbeit in der Turnhalle, die methodische Vorgehensweise bei der Durchführung sowie den Umgang mit auftretenden Problemen.
5. Auswertung und Reflexion: Zusammenfassende Analyse des Lernerfolgs und der Schülerrückmeldungen, die bestätigt, dass insbesondere leistungsschwächere Schüler durch bewegtes Lernen profitieren und ihre Lernmotivation steigern konnten.
Bewegtes Lernen, Bewegung Spiel und Sport, Kleines Einmaleins, Grundschule, Handlungsorientierter Unterricht, Bewegte Schule, Projektunterricht, Lernmotivation, Konzentrationsfähigkeit, Kooperatives Lernen, Wahrnehmungsentwicklung, Hirnforschung, Mathematik, Stationenarbeit, Differenzierung
Die Arbeit befasst sich mit der Implementierung von bewegtem Lernen im Mathematikunterricht der Grundschule, speziell bei der Vermittlung des kleinen Einmaleins.
Die zentralen Themen sind die Lerntheorie, das Konzept der „Bewegten Schule“, die neurobiologischen Auswirkungen von Bewegung auf das Lernen sowie die praktische Durchführung von projektorientiertem Sport- und Mathematikunterricht.
Das Hauptziel ist es, durch die Verbindung von körperlicher Bewegung und mathematischen Aufgaben eine bessere Verankerung des Einmaleins sowie eine Steigerung der Konzentration und Motivation der Schüler zu erreichen.
Die Arbeit verwendet eine projektorientierte Unterrichtsgestaltung, die mittels Reflexionsphasen, Fragebögen an die Schüler und Lernstandserhebungen evaluiert wird.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Fundierung, didaktische Planung, die praktische Organisation der Sportstunden und die anschließende Auswertung des Unterrichtskonzepts.
Die Arbeit lässt sich am besten mit Begriffen wie bewegtes Lernen, Einmaleins, Handlungsorientierung, Grundschule und Lernmotivation beschreiben.
Dies geschah durch die Einteilung in geschlechtergemischte Partnergruppen sowie die gezielte Unterstützung durch stärkere Schüler, um eine individuelle Förderung in den Bewegungsstationen zu gewährleisten.
Durch das Einbringen eigener Ideen für Stationen fühlten sich die Schüler verantwortlich für ihr Lernen, was ihre Motivation und die Bereitschaft zur Mitarbeit deutlich steigerte.
Während die Einheiten in der Turnhalle sehr motivierend für schwächere Schüler waren, kommt die Autorin zu dem Schluss, dass für eine nachhaltige mathematische Arbeit auch kleinere, integrierte Bewegungspausen im Klassenzimmer sehr effektiv sind.
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