Bachelorarbeit, 2013
97 Seiten, Note: 2,00
I. Teil: Theoretische Grundlagen
1. Einleitung
2. Qualität im Mathematikunterricht
2.1 SINUS – BLK-Modellversuchsprogramm
2.2 SINUS-Transfer
2.3 PISA-Studie
3. Qualitätssteigerung im Mathematikunterricht durch Aufgaben
3.1 Die Rolle von Aufgaben im Mathematikunterricht
3.2 Was ist eine „gute Aufgabe“?
3.2.1 Authentizität
3.2.2 Differenzierungsvermögen
3.2.3 Offenheit
4. Offene Aufgaben im Mathematikunterricht
4.1 Begriffserklärung
4.2 Aufgabentypen
5. Arten von offenen Aufgaben
5.1 Fragen stellen
5.2 Eigenschaften entdecken
5.3 Stellung nehmen
5.4 Abschätzen
5.4.1 Ein Bild als Ausgangspunkt
5.4.2 Informationen weglassen
5.4.3 Fermi-Aufgaben
5.5 Aufgaben erfinden
5.6 Aufgaben variieren
6. Modellieren und Problemlösen
6.1 Modellieren
6.2 Problemlösen
7. Chancen und Grenzen offener Aufgaben
7.1 Vorteile offener Aufgaben
7.2 Nachteile offener Aufgaben
II Teil: Planung und Durchführung der Unterrichtsstunde
1. Offene Aufgaben im Unterricht einer 6. Klasse
1.1 Lernvoraussetzungen
1.1.1 in Bezug auf die Klassensituation
1.1.2 in Bezug auf die Arbeits- und Sozialformen
1.1.3 in Bezug auf den Leistungsstand
1.1.4 in Bezug auf die Inhalte
1.2 Sachanalyse
1.3 Didaktische Überlegungen
1.3.1 Fachrelevanz
1.3.2 Schüler- und Gesellschaftsrelevanz
1.3.3 Didaktische Analyse in Bezug auf die Stunde
1.4 Lernziele
1.4.1 Grobziel
1.4.2 Feinziele
1.5 Methodische Überlegungen
1.6 Verlaufsplanung
1.7 Reflexion der Stunde
2. Gesamtreflexion
3. Schlussbemerkung
Die Arbeit untersucht, wie der Einsatz offener Aufgaben im Mathematikunterricht die Unterrichtsqualität nachhaltig verbessern kann. Dabei wird analysiert, wie Schüler durch entdeckendes Lernen und Modellierungsprozesse individuelle Kompetenzen entwickeln und ihre mathematische Problemlösefähigkeit stärken können.
3.2.1 Authentizität
An dieser Stelle ist es zunächst von Interesse zu klären, was es überhaupt bedeutet, wenn eine Aufgabe als authentisch bezeichnet wird: Schlägt man im Duden den Begriff „authentisch“ einmal nach, so findet man dafür folgende Erklärung „echt; den Tatsachen entsprechend und daher glaubwürdig“ (Bibliographisches Institut GmbH, Duden online). Dies meint, dass eine Mathematikaufgabe als authentisch angesehen werden kann, wenn diese den Schülern als echt, also als realistisch und glaubwürdig erscheint. Außerdem müssen sie die „[...] Schülerinnen und Schüler zu mathematischen Tätigkeiten anregen, die typisch für die Entstehung und Anwendung von Mathematik sind“ (Büchrer/Leuders 2009, S.86). Darüber hinaus sind „[i]n einem authentischen Kontext die verwendeten Daten einer wirklichen Situation entnommen und das Problem entspricht einer relevanten Fragestellung“ (Möwes-Butschko 2010, S.23).
Eine Vielzahl an Mathematikaufgaben, die in den Schulbüchern zu finden sind, werden zwar zum Teil in realistisch wirkende Kontexte eingekleidet, sind jedoch in keiner Hinsicht authentisch. Es reicht für die Authentizität einer Aufgabe nicht aus, diese mit fiktiven Personen und Dingen zu bestücken (vgl. Leuders 2005, S.101).
I. Teil: Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel legt die Basis durch die Betrachtung der Qualität des Mathematikunterrichts im Kontext von PISA-Studien und führt den Begriff der Aufgabenkultur ein.
1. Einleitung: Die Einleitung erläutert die Motivation für die Themenwahl und skizziert den Aufbau der Arbeit sowie die Zielsetzung der Untersuchung.
2. Qualität im Mathematikunterricht: Es werden zentrale Programme wie SINUS und die Rolle der PISA-Studien beleuchtet, um den Diskurs über die mathematische Qualität in Deutschland darzustellen.
3. Qualitätssteigerung im Mathematikunterricht durch Aufgaben: Hier wird die zentrale Rolle von Aufgaben für das Lehren und Lernen und die Definition einer „guten Aufgabe“ mit ihren Merkmalen Authentizität und Differenzierung erarbeitet.
4. Offene Aufgaben im Mathematikunterricht: Dieses Kapitel definiert offene Aufgaben im Gegensatz zu geschlossenen Formen und führt verschiedene Klassifikationsschemata ein.
5. Arten von offenen Aufgaben: Es werden konkrete Strategien zur Öffnung von Aufgaben vorgestellt, wie das Fragenstellen, das Entdecken von Eigenschaften und der Einsatz von Fermi-Aufgaben.
6. Modellieren und Problemlösen: Dieses Kapitel behandelt die zwei zentralen prozessbezogenen Kompetenzen und erläutert Modellierungskreisläufe als wichtige Werkzeuge für den Unterricht.
7. Chancen und Grenzen offener Aufgaben: Eine kritische Abwägung der Vorteile für das selbstständige Lernen gegenüber den Herausforderungen bei der Bewertung und Zeitplanung.
II Teil: Planung und Durchführung der Unterrichtsstunde: Der praktische Teil beschreibt die konkrete Anwendung der Theorie in einer 6. Klasse, von der Lernvoraussetzung bis zur Reflexion.
1. Offene Aufgaben im Unterricht einer 6. Klasse: Detailierte Dokumentation der Unterrichtsvorbereitung und der praktischen Umsetzung einer Stunde zur Volumenberechnung.
2. Gesamtreflexion: Eine persönliche Bilanz der gesammelten Erfahrungen durch die Anwendung der erarbeiteten didaktischen Konzepte.
3. Schlussbemerkung: Ein zusammenfassendes Fazit über die Bedeutung offener Aufgaben für einen lebendigen und kompetenzorientierten Mathematikunterricht.
Mathematikunterricht, Offene Aufgaben, Aufgabenkultur, Modellieren, Problemlösen, Authentizität, Differenzierung, Fermi-Aufgaben, Konstruktivismus, Bildungsstandards, Lernsituation, Leistungsbewertung, Didaktik, Geometrie, Kompetenzentwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Bedeutung offener Aufgaben für die Qualität des Mathematikunterrichts, um Schüler stärker zu eigenständigem und entdeckendem Lernen zu aktivieren.
Zentral sind die Themen Aufgabenkultur, Modellierungsprozesse, Problemlösestrategien, Formen der Binnendifferenzierung und die fachdidaktische Planung einer Unterrichtsstunde.
Das Ziel ist aufzuzeigen, wie offene Aufgaben dazu beitragen können, Schüler über rein mechanische Routineaufgaben hinaus zum mathematischen Verständnis und zur Selbstständigkeit zu führen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse didaktischer Konzepte sowie der Dokumentation und Reflexion einer unterrichtspraktischen Erprobung in einer 6. Klasse.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische fundierte Auseinandersetzung mit Aufgabenarten und Modellierungskreisläufen sowie einen detaillierten Entwurf und eine Reflexion einer Unterrichtsstunde zum Thema Volumenberechnung.
Wesentliche Begriffe sind "Authentizität", "Modellieren", "Fermi-Aufgaben", "natürliche Differenzierung" und "Ich-Du-Wir-Prinzip".
Die Arbeit betont, dass diese Situationen unterschiedlichen psychologischen Gesetzmäßigkeiten unterliegen; während Lernsituationen Fehler als Teil des Erkenntnisprozesses zulassen, steht in Leistungssituationen die fehlerfreie Reproduktion im Vordergrund.
Durch die Modellierung des Ballons als Quader werden Schüler angeregt, ihr Vorwissen über Rauminhalte auf eine neue, komplexe Realsituation anzuwenden.
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