Bachelorarbeit, 2013
42 Seiten, Note: 2
1 EINLEITUNG
2 TEXTSORTE
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER PERSUASIONSFORSCHUNG
3.1 ARGUMENTATION
3.1.1 Begriffsbestimmung
3.1.2 Enthymemargumentation
3.1.3 Beispielargumentation
3.1.4 Topik
3.1.5 Argumentation im Text
3.2 PRÄSUPPOSITION
3.2.1 Begriffsbestimmung
3.2.2 Präsuppositionen der Produzentin / des Produzenten
3.2.3 Präsupposition im Text
3.3 KONTEXT UND KONTEXTUALISIERUNG
3.3.1 Begriffsbestimmung
3.3.2 Kontextualisierungsstrategien
3.3.3 Kontextualisierung im Text
3.4 EMOTION UND SPRACHE
3.4.1 Lexikalische und syntaktische Phänomene
3.4.2 Satzübergreifende Phänomene
3.4.3 Emotionalisierung
3.4.4 Emotionalisierung im Text
4 RESÜMEE
5 ANHANG
5.1 REZENSION 1
5.2 REZENSION 2
5.3 REZENSION 3
5.4 REZENSION 4
6 LITERATURVERZEICHNIS
Die Arbeit untersucht das persuasive Potenzial von Musikrezensionen, indem sie analysiert, wie Musikkritiker ihre subjektiven Einschätzungen durch sprachliche und strategische Mittel für den Leser nachvollziehbar oder überzeugend gestalten. Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Anwendung theoretischer Persuasionsmodelle innerhalb dieser spezifischen, oft monologisch geprägten Textsorte.
3.1 Argumentation
Auch abseits der Wissenschaft besteht weitgehend Konsens, dass die Argumentation einen zentralen Stellenwert einnimmt, wenn ein bestimmter Standpunkt gestützt werden soll. Wie Argumentation im Konkreten funktioniert und wie allgegenwärtig das Phänomen im Grunde ist, soll im folgenden Kapitel näher erläutert werden. Um auch zeigen zu können, wie sich Argumentation im Text manifestieren kann, sollen konkrete Textanalysen der theoretischen Beschreibung des Phänomens nachgestellt werden.
In Anlehnung an das Metzler Lexikon Sprache soll folgende Definition des Begriffs Argumentation zur elementaren Erörterung der wesentlichen Merkmale des Phänomens herangezogen werden:
Typus sprachl[ichen]. Handelns, dessen genauer theoret[ischer]. Status noch immer umstritten ist. Versuchen, A[rgumentation]. als Sprechakt zu bestimmen, stehen solche gegenüber, die A[rgumentation]. eher als Sprechhandlungsfolge analysieren. [...] Charakterist[isch]. für Argumentationen ist, dass in ihnen zwischen zwei Interaktanten strittige, konkurrentielle Wissenselemente durch verbale Interaktion in ihrem Status geklärt werden sollen. A[rgumentation]. kommt also für das wechselseitige Überzeugen der Interaktanten eine große Bedeutung zu. (Ehlich 2010, 57f.)
Diese kurze Textpassage suggeriert bereits die elementaren Eigenschaften von Argumentation. Das Zustandekommen einer Argumentation ist zu allererst einmal gebunden an das Vorliegen eines strittigen Sachverhalts (vgl. auch Ottmers 1996, 67), wobei die Kommunizierenden versuchen, einen Konsens herzustellen. Erst wenn ein Streitpunkt vorhanden ist, werden Argumente – also weitgehend unstrittige Aussagen – wichtig, um einen Standpunkt oder eine Einstellung gegenüber dem Opponenten zu verteidigen. Kienpointner (vgl. 2008, 702) beschreibt Argumente als jene Aussagen, mit denen der zentrale Sprechakt der Argumentation, das Argumentieren, vollzogen wird und erreicht damit eine gute begriffliche Differenzierung.
1 EINLEITUNG: Die Einleitung definiert das Ziel der Arbeit, die persuasiven Aspekte von vier ausgewählten Plattenrezensionen des Albums Velociraptor! zu untersuchen und exemplarisch darzustellen.
2 TEXTSORTE: Dieses Kapitel erläutert die theoretischen Grundlagen der Textsorte Rezension und arbeitet deren Charakteristika wie mediale Einbettung und kommunikative Funktionen heraus.
3 THEORETISCHE GRUNDLAGEN DER PERSUASIONSFORSCHUNG: Hier werden wissenschaftliche Konzepte wie Argumentation, Präsupposition, Kontextualisierung und emotionale Kommunikation als Instrumente persuasiven Handelns ausführlich definiert und auf ihre Anwendbarkeit in Rezensionstexten geprüft.
4 RESÜMEE: Das Resümee fasst die Ergebnisse zusammen und bestätigt, dass Musikkritiker verschiedene persuasive Strategien anwenden, um ihre subjektiven Bewertungen in den öffentlichen Diskurs einzubringen.
5 ANHANG: Der Anhang enthält die vollständigen Texte der vier untersuchten Rezensionen, die als empirische Basis für die Analyse dienen.
6 LITERATURVERZEICHNIS: Dieses Kapitel listet sämtliche verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Werke auf.
Persuasion, Musikkritik, Argumentation, Rezension, Textsorte, Präsupposition, Kontextualisierung, Emotion, Sprache, Diskurs, Persuasionsforschung, rhetorische Strategien, Bewertungswissen, Framing, intersubjektive Nachvollziehbarkeit.
Die Arbeit untersucht die Mechanismen der persuasiven Kommunikation in Musikkritiken und analysiert, wie Rezensenten ihre subjektiven Einschätzungen sprachlich begründen.
Die zentralen Felder sind die Argumentationstheorie, die Rolle von Präsuppositionen (vorausgesetztes Wissen), die Bedeutung des Kontexts bei der Textrezeption sowie der gezielte Einsatz von Emotionen.
Das Ziel ist es, aufzudecken, wie explizite und implizite Aspekte der Persuasion in Praxisbeispielen (Plattenrezensionen) funktionieren und wie Musikkritiker ihre Leser zu beeinflussen versuchen.
Es wird eine linguistische Textanalyse angewandt, die theoretische Ansätze der Rhetorik- und Persuasionsforschung auf konkrete Rezensionstexte überträgt.
Im Hauptteil werden theoretische Konzepte (wie Topik, Inferenz, Framing und Emotionalisierung) erörtert und anhand von Textbeispielen diskutiert, um deren praktische Anwendung in der Musikkritik zu verdeutlichen.
Die wichtigsten Begriffe sind Persuasion, Musikkritik, Argumentation, Rezension, Kontextualisierung und Emotionalisierung.
Es dient als strategisches Kontextualisierungsmittel, um den Leser von der konventionellen Bedeutung des Begriffs wegzuführen und die Argumentation des Autors in einem neuen Licht zu präsentieren.
Die Debatte fungiert als ein dem Diskurs entnommenes Expertenwissen, das von den Autoren genutzt wird, um ihre eigene Glaubwürdigkeit (Ethos) zu etablieren und den Leser auf die Besprechung einzustimmen.
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