Bachelorarbeit, 2014
44 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Howard Phillips Lovecraft
2.1. Kindheit und Gebrechen
2.2. Literatur und Bildung
2.3. Entwicklung zum Schriftsteller
2.4. Die letzten Jahre
3. Theorien von Angst und Ekel in der Literatur
4. Unheimlicher Horror nach Lovecraft
5. Beispiele zur Veranschaulichung
5.1. Die Farbe aus dem All
5.1.1 Atmosphärische Gestaltung
5.1.2 Erzählerfigur und Protagonisten
5.1.3 Übernatürliche Elemente
5.1.4 Darstellung des Ekelhaften
6. Zusammenfassung
Diese Arbeit untersucht, wie H.P. Lovecraft literarische Verfahren, Motive und Plots einsetzt, um bei seinen Lesern gezielt Angst und Ekel zu erzeugen. Dabei wird analysiert, inwieweit seine eigene Biografie und psychische Verfassung die Horror-Literatur maßgeblich beeinflussten.
5.1.1 Atmosphärische Gestaltung
Die Atmosphäre, welche gleich zu Beginn die karge, trostlose und farblose Stimmung durch die Beschreibung der Landschaft einleitet und den Leser von vornherein in die gewünschte Gemütslage versetzt ist beispielhaft für die Prosa HPLs. Es ist im ersten Satz bereits die Rede vom abgelegenen Arkham mit seinen Hügeln und Tälern voller Bäume, denen nie eine Axt gedroht hat und wunderbar verbogene Bäume und dünne Bäche, auf die niemals ein Sonnenstrahl fiel. Weiter wird berichtet, dass jeglicher Versuch sich dort anzusiedeln scheiterte, „nicht wegen etwas, was man sehen oder berühren kann, sondern wegen etwas, das der Vorstellung entspringt.“ Es liegt eine negative Grundstimmung auf dieser Gegend und diese wird sogar als derart drastisch beschrieben, das selbst reale Dinge darunter Leiden, wie etwa Träume, die alles andere als friedlich verlaufen. Einzig ein Farmer, der alte Ammi Pierce, trotzte diesem Umstand und hat seinen Weg gefunden umzugehen. Aus der Sicht eines Ich-Erzählers, einem Landvermesser, der aus Boston kommt, wird dies im Stil einer Berichterstattung von eigens Erlebtem präsentiert. Da die Gegend geflutet werden soll und ein riesiges Staubecken der nächst größeren Stadt Arkham als Wasserreservoir dienen soll, reist er in die Gegend und stellt schnell den schreckenerregenden Zustand und beklemmende, depressive Grundstimmung fest, die dieses verlassene Land umgibt. Oft fallen eindeutig beschreibende Wörter, wie seltsam, verflucht, blasphemisch, scheußlich oder ekelerregend, um Atmosphäre Stimmung beizubehalten. Als er eintrifft berichtet er, er wundere sich über nichts mehr, was ihm von anderen erzählt wurde, denn bereits vormittags lauern dort beharrliche Schatten.
1. Einleitung: Einführung in die Fragestellung, wie Angst und Ekel durch literarische Mittel erzeugt werden können.
2. Howard Phillips Lovecraft: Detaillierte Betrachtung der Biografie Lovecrafts, unterteilt in Kindheit, Bildung, Entwicklung als Schriftsteller und seine späten Jahre.
3. Theorien von Angst und Ekel in der Literatur: Wissenschaftliche Einordnung der Begriffe Angst und Ekel sowie deren Funktion in der Schauerliteratur.
4. Unheimlicher Horror nach Lovecraft: Analyse der theoretischen Ansätze Lovecrafts, wie sie in seinem Essay "Unheimlicher Horror" dargelegt sind.
5. Beispiele zur Veranschaulichung: Anwendung der erarbeiteten Theorien auf die Kurzgeschichte "Die Farbe aus dem All" und deren spezifische Unteraspekte wie Atmosphäre und Protagonisten.
6. Zusammenfassung: Resümee über die Effizienz von Lovecrafts literarischen Verfahren und die Bedeutung seiner psychologischen Verfassung für sein Werk.
H.P. Lovecraft, Horrorliteratur, Angst, Ekel, Schauerliteratur, Die Farbe aus dem All, literarische Verfahren, kosmische Angst, Atmosphäre, Biografie, Erzähltechnik, Unheimliches, Gothic Novel, Ammi Pierce, Entfremdung.
Die Arbeit untersucht die literarischen Strategien von H.P. Lovecraft zur Erzeugung von Angst und Ekel sowie deren biographische Verankerung.
Die zentralen Themen sind das Zusammenspiel von biografischen Traumata, theoretischen Konzepten der Schauerliteratur und deren praktische Umsetzung in der Erzählprosa.
Ziel ist es zu klären, mit welchen speziellen narrativen Mitteln Lovecraft Angst und Ekel erzeugt und wie diese mit seiner persönlichen Entwicklung verknüpft sind.
Die Arbeit verwendet eine Kombination aus biografischer Analyse und literaturwissenschaftlicher Untersuchung, gestützt auf einschlägige theoretische Schriften über den Horror als Genre.
Im Hauptteil werden zunächst die biografischen Hintergründe Lovecrafts analysiert, danach theoretische Grundlagen zu Angst und Ekel definiert und schließlich anhand der Erzählung "Die Farbe aus dem All" praktisch demonstriert.
Die wichtigsten Schlüsselwörter umfassen H.P. Lovecraft, Horrorliteratur, kosmische Angst, Ekel, literarische Verfahren und Erzähltechnik.
Lovecrafts eigene psychische Belastungen, familiäre Isolation und traumatische Erfahrungen flossen direkt in seine Erzählungen ein, etwa in Form von körperlichem Zerfall oder der Angst vor dem Unbekannten.
Sie dient als exemplarisches Beispiel, da sie alle in der Arbeit diskutierten Aspekte – atmosphärische Dichte, wissenschaftliche Skepsis, Unnatürlichkeit und Ekel – besonders deutlich vereint.
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