Bachelorarbeit, 2013
41 Seiten, Note: 1,0
1. Theoretische Grundlagen
1.1 Verortung des Schulhundes in der Tiergestützten Intervention
1.2 Theorien zur Mensch-Tier-Beziehung
1.2.1 Biophilie-Hypothese
1.2.2 Bindungstheorie
2. Hund und Wissenschaft
2.1 Auswirkungen auf der biologisch-physischen Ebene
2.2 Auswirkungen auf der sozial-emotionalen Ebene
3. Ein Blick in die Praxis
3.1 Gesetzesgrundlage für den Einsatz von Hunden in der Schule
3.2 Eine Ausbildung für Mensch und Hund!?
4. Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht das pädagogische Potenzial von Schulhunden, um den Trend ihres Einsatzes im Unterricht wissenschaftlich zu hinterfragen und zu legitimieren. Dabei wird der Fokus auf eine kritische Auseinandersetzung mit theoretischen Ansätzen, empirischen Studien zur Wirkung auf Kinder sowie den aktuellen gesetzlichen und praktischen Rahmenbedingungen in Deutschland gelegt.
1.2.1 Biophilie-Hypothese
Die Biophilie-Hypothese wurde 1984 von Edward O. Wilson aufgestellt und innerhalb der folgenden Jahre in Zusammenarbeit mit Stephen R. Kellert weiterentwickelt. Olbrich fasst die Hypothese kompakt zusammen:
„Biophilie ist ein biologisch begründeter Prozess, der sich in der Stammesgeschichte entwickelt hat. Der Begriff beschreibt die Menschen inhärente Affinität zur Vielfalt von Lebewesen in ihrer Umgebung ebenso wie zu ökologischen Settings, welche die Entwicklung von Leben ermöglichen.“
Biophilie soll somit die Erklärung für die Frage „Warum sucht der Mensch die Nähe von Tier und Natur?“ liefern. Dabei soll sie nicht lediglich einen Instinkt, sondern ein „komplexes Regelsystem“ beschreiben, das individuell ausgeprägt ist. So kann beispielsweise die Neugier oder die Empathie zu Tieren beziehungsweise dem Ökosystem individuell stark oder gering ausgebildet sein und folgt nicht einer generellen Ausprägungsstärke.
1. Theoretische Grundlagen: Das Kapitel verortet den Schulhund in der Tiergestützten Intervention und erläutert zentrale Theorien wie die Biophilie-Hypothese und die Bindungstheorie als Rechtfertigung für die Mensch-Tier-Beziehung.
2. Hund und Wissenschaft: Hier werden wissenschaftliche Studien analysiert, welche die biologisch-physischen und sozial-emotionalen Auswirkungen von Schulhunden auf Schüler untersuchen und objektivieren.
3. Ein Blick in die Praxis: Dieser Teil befasst sich mit der rechtlichen Grauzone des Schulhundeinsatzes in Deutschland sowie der fehlenden Einheitlichkeit bei Ausbildungsmöglichkeiten für Mensch-Hund-Teams.
4. Fazit: Das Fazit bestätigt das pädagogische Potenzial des Schulhundes, fordert jedoch dringend eine stärkere Professionalisierung sowie rechtliche Klärungen, um das Arbeitsgebiet zu festigen.
Schulhund, Tiergestützte Pädagogik, Mensch-Tier-Beziehung, Biophilie-Hypothese, Bindungstheorie, Stressreduktion, Cortisol, soziale Kompetenzen, Schulrecht, Eigenverantwortung, Teamausbildung, Professionalisierung, Schulklima, Inklusion, Evidenzbasierung
Die Arbeit untersucht kritisch das pädagogische Potenzial von Schulhunden, indem sie theoretische Hintergründe, empirische Wirkungsstudien und die praktische sowie rechtliche Situation in Deutschland beleuchtet.
Die Schwerpunkte liegen auf der wissenschaftlichen Fundierung der Mensch-Tier-Beziehung, der Analyse von Studien zur Stressminderung und Verhaltensänderung durch Hunde sowie der Untersuchung von Ausbildungsstandards und rechtlichen Rahmenbedingungen.
Das Ziel ist es, die Aussage „Den Kindern tut der Hund gut!“ wissenschaftlich zu hinterfragen und zu prüfen, ob der Einsatz von Hunden im Schulalltag tatsächlich ein pädagogisch wertvolles Potenzial besitzt.
Die Arbeit basiert auf einer tiefgehenden Literaturanalyse. Dabei werden theoretische Ansätze (wie die Bindungstheorie) sowie empirische Studien (z.B. Cortisol-Messungen bei Kindern oder Hauptkomponenten-Analysen) zusammengeführt und diskutiert.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Verortung, die Darstellung empirischer Wirkungsnachweise (biologisch und sozial-emotional) sowie eine praxisorientierte Analyse gesetzlicher Grundlagen und Ausbildungsmöglichkeiten.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Schulhund, Tiergestützte Pädagogik, Bindungstheorie, Stressreduktion, Professionalisierung und die rechtliche Eigenverantwortung von Schulen.
Die Autorin stuft die aktuelle Situation als „Grauzone“ ein, da es keine expliziten Gesetze gibt, die den Einsatz von Schulhunden in Deutschland bundesweit regeln, was zu Unsicherheiten bei Genehmigungen und Versicherungsfragen führt.
Sie kritisiert die fehlende Einheitlichkeit und Professionalisierung. Viele Lehrkräfte setzen Hunde ohne spezifische Ausbildung ein, was den Ruf des Berufsfeldes gefährden kann, weshalb eine klare Abgrenzung gegenüber Laien gefordert wird.
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