Bachelorarbeit, 2013
45 Seiten, Note: 1,3
1. Einleitung
2. Definitionen
2.1. Profession
2.2. Professionalisierung
2.3. Kompetenzorientierung im Professionsdiskurs
2.4. Akademisierung
3. Das Berufsbild der Erzieherin
3.1. Historische Entwicklung
3.2. Aktuelle Entwicklung
4. Aktuelle Ausbildungssituation in Deutschland
4.1. Ausbildung der Erzieherinnen auf Fachschulebene
4.1.1. Rahmenbedingungen und Ausbildungsziele
4.1.2. Ausbildungsinhalte
4.1.3. Beispiel Lernfeld „Entwicklungs- und Bildungsprozesse unterstützen“
4.2. Ausbildung der Erzieherinnen auf Hochschulebene
4.2.1. Hintergründe
4.2.2. Rahmenbedingungen und Ausbildungsziele
4.2.3. Ausbildungsinhalte
4.2.4. Beispiel Studienbereich „Bildung und Didaktik im Kindesalter“
5. Konzeptvergleich der Ausbildungen
5.1. Inhaltlicher und struktureller Vergleich
5.2. Analyse und Bewertung anhand der genannten Definitionen von Profession und Professionalisierung
5.2.1. Analyse und Bewertung anhand der Elemente professionalisierten Erzieherinnenhandelns
5.2.2. Analyse und Bewertung anhand der Kompetenzorientierung
6. Fazit
7. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die aktuelle Ausbildungssituation von Erzieherinnen in Deutschland durch einen direkten Vergleich zwischen fachschulischen und hochschulischen Qualifikationskonzepten. Ziel ist es, vor dem Hintergrund des Professionsdiskurses zu klären, inwiefern diese Bildungsgänge zur Professionalisierung des pädagogischen Personals beitragen und welche fachlichen sowie strukturellen Schwerpunkte sie dabei verfolgen.
3.1. Historische Entwicklung
Die Wurzeln des Berufsbildes der Erzieherin liegen in dem erstmaligen Auftreten der Berufsbezeichnung Gouvernante. Im 17. Jahrhundert wurde es zunächst eine Mode, und, bedingt durch den Wandel im Bildungsansehen, dann eine Voraussetzung im europäischen Adel, die Kinder von gebildeten Frauen betreuen zu lassen. Diese Betreuung bezog sich nicht allein auf die Inobhutnahme, sondern auch auf die Ausbildung in Fremdsprachen, Kunst, Musik und Etikette.
Die Professionalisierung dieses Berufsstandes begann in der Zeit der Industrialisierung zu Beginn des 19. Jahrhunderts. Die veränderten wirtschaftlichen Verhältnisse verlangten nach einer Erwerbstätigkeit beider meist unterschichtiger Elternteile, und damit wurde die außerfamiliäre Betreuung und Erziehung der Kinder eine Notwendigkeit. Dieser Nachfrageanstieg an Betreuung von „Wartefrauen, Wärterinnen, Bewahrerinnen, Kindermägden, Kinderfrauen und Bonnen“ (Nagel, 2000) hatte zur Folge, dass der Bedarf durch die eher schlecht bis gar nicht pädagogisch ausgebildeten Frauen nicht mehr abgedeckt werden konnte. Obwohl zunächst keinerlei Erziehungsziele verfolgt wurden, änderte sich jedoch im Zuge des Gesellschaftswandels auch die Funktion der öffentlichen Kleinkinderziehung.
„Je mehr diese Einrichtungen dabei nicht mehr nur reine Verwahrung, sondern auch körperliche, geistige und seelische Vorbereitung auf Schule und Bedingungen der Arbeitswelt sowie eine Entfaltung der Persönlichkeit anstrebten, um so weniger reichten die Erfahrungen der betreuenden Frauen und die tradierten Erziehungsvorstellungen aus, um so mehr gewannen Fragen nach einer angemessenen Qualifizierung und Verberuflichung des Personals an Bedeutung“ (Nagel, 2000).
1. Einleitung: Die Arbeit begründet die Notwendigkeit der Professionalisierung des pädagogischen Personals aufgrund von Bildungsreformen und skizziert die methodische Vorgehensweise des Vergleichs.
2. Definitionen: Es werden die theoretischen Referenzbegriffe Profession, Professionalisierung und Akademisierung definiert und in den pädagogischen Kontext eingeordnet.
3. Das Berufsbild der Erzieherin: Dieses Kapitel zeichnet die historische Entwicklung von den Anfängen als Gouvernante bis zur staatlich anerkannten Erzieherin und die aktuellen gesellschaftlichen Herausforderungen nach.
4. Aktuelle Ausbildungssituation in Deutschland: Hier werden die fachschulischen und hochschulischen Ausbildungswege detailliert beschrieben, einschließlich Rahmenbedingungen, Inhalten und Praxisbezügen.
5. Konzeptvergleich der Ausbildungen: Ein direkter inhaltlicher Vergleich der Ausbildungsansätze erfolgt anhand definierter Kriterien und unter Einbeziehung des Professionsdiskurses.
6. Fazit: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ausbildungskonzepte und zeigt Perspektiven für die künftige Professionalisierung sowie die notwendige Durchlässigkeit im Bildungssystem auf.
7. Literatur: Verzeichnis der verwendeten Quellen und Materialien zur Untersuchung.
Erzieherin, Professionalisierung, Frühpädagogik, Akademisierung, Ausbildung, Fachschule, Hochschule, Kompetenzorientierung, Professionsdiskurs, pädagogische Qualifikation, Bildungssystem, Handlungskompetenz, Curriculum, Kindheitspädagogik, Theorie-Praxis-Bezug.
Die Arbeit analysiert die Professionalisierungsprozesse in der Ausbildung von Erzieherinnen in Deutschland, insbesondere durch den Vergleich fachschulischer und hochschulischer Qualifizierungswege.
Zentral sind der Professionsbegriff, die historische Entwicklung des Erzieherberufs, die aktuelle Ausbildungssituation sowie die Bedeutung der Akademisierung für die frühpädagogische Qualität.
Ziel ist es, die Konzepte der Fach- und Hochschulausbildung zu vergleichen und vor dem Hintergrund des Professionsdiskurses zu bewerten, um Schlussfolgerungen über deren Potenzial zur Professionalisierung zu ziehen.
Die Arbeit nutzt eine komparative Analyse, bei der sowohl theoretische Definitionsmodelle als auch spezifische Kompetenzrahmen und Curricula gegenübergestellt werden.
Im Hauptteil werden detailliert die Rahmenbedingungen, Ziele und Lerninhalte beider Ausbildungswege dargestellt und anschließend in einem direkten Konzeptvergleich gegenübergestellt.
Die Arbeit lässt sich maßgeblich durch Begriffe wie Professionalisierung, Erzieherinnenausbildung, Frühpädagogik und Akademisierung charakterisieren.
Die Fachschule verfolgt primär einen handlungsorientierten Ansatz zur Qualifizierung für die unmittelbare Praxis, während die Hochschule wissenschaftsorientiert arbeitet und wissenschaftliche Urteilsfähigkeit sowie Forschungskompetenz fokussiert.
Der PiK-QR dient als fachlicher Maßstab, um die Kompetenzorientierung der Ausbildungsgänge messbar zu machen und eine Vergleichbarkeit der verschiedenen Bildungswege zu ermöglichen.
Die Akademisierung wird als Instrument betrachtet, um das Sozialprestige und das Anforderungsprofil des Berufs an europäische Standards anzupassen und somit der Bedeutung frühkindlicher Bildungsprozesse gerecht zu werden.
Die Arbeit kommt zu dem Schluss, dass beide Wege ihre Berechtigung haben und durch Kooperation sowie eine stärkere Theorie-Praxis-Verzahnung voneinander profitieren können, wobei die transpaerente Durchlässigkeit zwischen den Systemen entscheidend ist.
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