Bachelorarbeit, 2013
74 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung und Zielsetzung dieser Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Smart Metering: Definition und Funktionalität
2.2.1 Begriffsdefinition
2.2.2 Smart Meter vs. Ferrariszähler und Funktionalität
2.3 Rechtliche Grundlagen
2.3.1 Rechtliche Grundlage in der EU
2.3.2 Rechtliche Grundlage in Deutschland
2.4 Status quo in Deutschland
2.4.1 Marktsituation
2.4.2 (Politische) Ziele und Motivation zur Einführung des Smart Meterings
3 Smart Metering in Europa
3.1 Umfeld
3.1.1 Marktstruktur der Strom- und Gasmärkte
3.1.2 Rechtliche Grundlage
3.2 Planung
3.2.1 Marktsituation und Rolloutplan
3.2.2 Schutz der Verbraucherinteressen und Datenschutz
3.2.3 Kosten-Nutzen-Analyse
3.3 Umsetzung
3.3.1 Erfahrungen aus Pilotprojekten
3.3.2 Erfolge, Hindernisse und Probleme
3.4 Zusammenfassung
4 Rückschlüsse und Handlungsempfehlungen für die Einführung von Smart Metern in Deutschland
4.1 Vorbetrachtung
4.2 Realisierung der Ziele
4.2.1 Nachfragereduzierung durch Feedback
4.2.2 Variable Tarifmodelle
4.2.3 CO2-Reduzierung
4.3 Einbeziehung von Gaszählern in den Rollout
4.4 Schutz der Verbraucherinteressen und Datenschutz
4.5 Kosten-Nutzen-Analyse
4.6 Kostenübernahme und -umlage
4.7 (Handlungs)Empfehlungen
5 Zusammenfassung und Ausblick
Die Arbeit analysiert den aktuellen Stand sowie die Erfahrungen bei der Einführung von Smart Metern in verschiedenen europäischen Ländern. Ziel ist es, auf Basis dieser Erkenntnisse Handlungsempfehlungen und Rückschlüsse für eine flächendeckende Einführung intelligenter Stromzähler in Deutschland zu entwickeln und dabei insbesondere die Akzeptanz und Wirtschaftlichkeit zu beleuchten.
2.2.2 Smart Meter vs. Ferrariszähler und Funktionalität
Die Smart Meter sind grundsätzlich den bisher überwiegend in Deutschland verbreitenden Ferrariszähler überlegen. Bei konventionellen Zählern handelt es sich im Prinzip um eine Art Elektromotor wobei lediglich eine reine Wirkleistung über die Zeit zusammengefasst wird. Bei diesen Geräten ist es technisch nicht möglich oder wirtschaftlich nicht sinnvoll, eine häufigere Ablesung durchzuführen. Der Zählerstand wird dann in der Regel einmal pro Jahr erfasst und die Erstellung der Abrechnung erfolgt anhand der Differenz zwischen dem Vorjahreswert und aktuellen Wert. In der folgenden Tabelle werden einige Unterschiede dargestellt:
Unter anderem besitzt ein Smart Meter folgende zusätzliche Funktionen:
o Bidirektionale Datenkommunikation.
o Kann zur Überwachung, Aufzeichnung, Steuerung und Kontrolle eingesetzt werden.
o Automatische Weiterleitung von Daten.
o Ermöglicht mithilfe von Tools eine Analyse der Einsparpotenziale.
o Es können neue individuelle Tarifmodelle und Tariffunktionen angeboten werden.
o Erfassung von Spannungsdaten, Phasenwinkeln und Frequenzen.
o Ermöglicht Lastprofilmessungen.
o Fernsperre- und -freischaltung der Stromzähler.
o Automatische Meldung und schnellere Identifizierung der Störstellen.
1 Einleitung und Zielsetzung dieser Arbeit: Vorstellung des Themas Energiewende und Einführung in die Forschungsfragen zur Smart-Meter-Einführung in Europa und Deutschland.
2 Grundlagen: Definition von Smart Metern, Abgrenzung zu herkömmlichen Zählern sowie Darstellung der aktuellen rechtlichen Rahmenbedingungen in der EU und Deutschland.
3 Smart Metering in Europa: Detaillierte Analyse des Stands der Technik, der Planung und der Erfahrungen in verschiedenen europäischen Ländern wie Großbritannien, Frankreich und Italien.
4 Rückschlüsse und Handlungsempfehlungen für die Einführung von Smart Metern in Deutschland: Ableitung konkreter Empfehlungen für den deutschen Markt basierend auf europäischen Erfahrungen und Kosten-Nutzen-Analysen.
5 Zusammenfassung und Ausblick: Fazit der Bachelorarbeit sowie ein Ausblick auf die zukünftige Entwicklung des Smart Meter Rollouts in Deutschland.
Smart Metering, Energiewende, intelligente Stromzähler, Smart Grid, Rollout, Energieeffizienz, Kosten-Nutzen-Analyse, Datenschutz, Verbraucherschutz, Lastmanagement, Demand Response, Europäische Union, Netzbetreiber, Pilotprojekte, Energiekonsum.
Die Arbeit befasst sich mit der flächendeckenden Einführung von intelligenten Stromzählern, sogenannten Smart Metern, unter Berücksichtigung europäischer Erfahrungen und deren Übertragbarkeit auf Deutschland.
Zu den Kernpunkten gehören die technische Funktionalität, rechtliche Rahmenbedingungen, ökonomische Kosten-Nutzen-Betrachtungen sowie soziale Faktoren wie Datenschutz und Akzeptanz.
Das Ziel ist die Erarbeitung von Handlungsempfehlungen für die deutsche Energiepolitik, um den Prozess der Einführung von Smart Metern effizient und verbrauchergerecht zu gestalten.
Es handelt sich um eine vergleichende Analyse des Status quo in verschiedenen europäischen Ländern, die durch eine Auswertung von Pilotprojekten und Kosten-Nutzen-Studien ergänzt wird.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Grundlagen, eine detaillierte Betrachtung der europäischen Länderbeispiele sowie die Herleitung von Schlussfolgerungen für den deutschen Kontext.
Zentrale Begriffe sind Smart Metering, Energiewende, Rollout, Kosten-Nutzen-Analyse sowie Datenschutz und Energieeffizienz.
Die Arbeit diskutiert, dass eine zu starke verpflichtende Einführung bei Kunden auf Widerstand stoßen kann, weshalb Wahlmöglichkeiten wie in den Niederlanden oder Österreich als Ausgleich zwischen Akzeptanz und Zielen betrachtet werden.
Die Arbeit verdeutlicht, dass die Einführung von intelligenten Gaszählern komplexer ist, da weniger ökonomische Anreize durch variable Tarife bestehen und die Einbaukosten bei einem vorzeitigen Zähleraustausch oft zu hoch sind.
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