Bachelorarbeit, 2014
65 Seiten, Note: 5.0
1 Einleitung
1.1 Ausgangslage und Problemstellung
1.2 Zielsetzung
1.3 Aufbau der Arbeit
2 Klassische Unternehmenssteuerung
2.1 Verfälschung der Bilanzwerte
2.2 IFRS und US-GAAP
2.3 Mangelnde Kapitalmarktorientierung
2.4 Vergangenheitsorientierte Betrachtungsweise klassischer Steuerungsgrössen
2.5 Abschliessende Bewertung traditioneller Kennzahlen
3 Wertorientierte Unternehmensführung
3.1 Konzepte des Value Based Managements
3.1.1 Return on Capital Employed (ROCE)
3.1.2 Return on Invested Capital (ROIC)
3.1.3 Cash Flow Return on Investment (CFROI)
3.1.4 Cash Value Added (CVA)
3.1.5 Shareholder Value Added (SVA)
3.1.6 Economic Value Added (EVA®)
3.2 Konzept des Weighted Average Cost of Capital (WACC)
3.3 Gegenüberstellung der wertorientierten Paradigmen
4 Operative Zielsetzung
5 Forschungsfrage und Hypothesen
5.1 Forschungsfrage
5.2 Operationalisierung der Hypothesen
5.3 Untersuchungsmethodik
5.3.1 Wahl der Untersuchungsmethodik
5.3.2 Definition und Beschreibung der Grundgesamtheit
6 Empirische Untersuchung
6.1 Zusammensetzung und Datenerhebung
6.2 Kennzahlensteuerung der variablen Vergütungselemente
6.3 Vergleichbarkeit des Economic Value Added
6.4 Hypothesentest – Vorgehen
6.4.1 Hypothesentest 1
6.4.2 Hypothesentest 2
6.4.3 Zwischenergebnisse der Hypothesentests
6.4.4 Zusammenhang KPI mit Aktienkurs
6.4.5 Zusammenhang KPI mit Vergütungsentschädigung
7 Praxisbeispiel Straumann – Value Based Management
7.1 EVA®/EP als Leistungsindikator des Unternehmensergebnisses
7.2 Das EVA®-Vergütungssystem im Straumann-Konzern
7.3 Kritische Würdigung
8 Fazit
9 Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob börsenkotierte Gesellschaften aus dem SMI Expanded® durch die Anwendung und Kommunikation einer wertorientierten Unternehmensführung (insbesondere des Economic Value Added) eine signifikant bessere Aktienkursentwicklung aufweisen als Unternehmen, die traditionelle Kennzahlen verwenden. Zudem wird analysiert, inwieweit das EVA®-Konzept als Basis für die variable Entlohnung des Topmanagements dient.
3.1.6 Economic Value Added (EVA®)
Das Economic Value Added-Konzept wurde 1991 von der us-amerikanischen Unternehmensberatungsgesellschaft Stern Stewart & Co. ausgearbeitet und als eingetragene Marke geschützt. Der in der Literatur ebenfalls oft genannte Economic Profit (EP) ist gemäss McKinsey ein Residualgewinnkonzept.
Die Herangehensweise ähnelt dem bekannteren Economic Value Added. Gemäss Stewart ist der EVA® ein betrieblicher Übergewinn. Ein weiterer notwendiger Parameter ist die betriebliche Bruttorendite (Rate of Return). Zur Berechnung des Übergewinnes sind folgende drei Grössen notwendig:
- NOPAT (Net Operating Profit After Taxes),
- Invested Capital (IC) / Net Operating Assets (NOA),
- WACC (geforderte Mindestverzinsung).
Zur Ermittlung des operativen Geschäftsergebnisses nach Steuern (NOPAT) gilt EBIT abzüglich Steuern. Das Ergebnis stellt eine Ertragsgrösse aus der Erfolgsrechnung dar. Die Beeinflussung erfolgt primär durch operative Entscheidungen, also durch Steuerung, Wachstum und Effizienz in den Kosten bzgl. Verkauf und Produktion.
1 Einleitung: Erläutert die Ausgangslage, die Zielsetzung der Untersuchung sowie den Aufbau der Thesis hinsichtlich der SMI Expanded®-Unternehmen.
2 Klassische Unternehmenssteuerung: Analysiert die Defizite traditioneller Kennzahlen wie Gewinn oder Umsatz und deren mangelnde Eignung für eine zukunftsorientierte Kapitalmarktorientierung.
3 Wertorientierte Unternehmensführung: Stellt verschiedene VBM-Konzepte wie ROCE, ROIC, CFROI, CVA, SVA und EVA® vor und erklärt deren theoretische Grundlagen sowie den WACC-Ansatz.
4 Operative Zielsetzung: Beschreibt den methodischen Ablauf der Studie von der Problembenennung bis zur Auswertung.
5 Forschungsfrage und Hypothesen: Definiert die Forschungsfrage sowie die Hypothesen, die den Einfluss von EVA® auf den Aktienkurs und die Vergütungspolitik prüfen.
6 Empirische Untersuchung: Dokumentiert die Datenerhebung, die Durchführung der Hypothesentests sowie die Korrelationsanalysen für die SMI Expanded®-Unternehmen.
7 Praxisbeispiel Straumann – Value Based Management: Dient als illustratives Fallbeispiel für die erfolgreiche Integration von EVA® in die Unternehmenssteuerung und Vergütung.
8 Fazit: Führt die zentralen Erkenntnisse zusammen und relativiert den direkten Einfluss von EVA® auf den Aktienkurs.
9 Ausblick: Prognostiziert die zukünftige Bedeutung der wertorientierten Unternehmensführung und weist auf die Problematik der Bilanzierungsvielfalt hin.
Value Based Management, Economic Value Added, EVA®, SMI Expanded®, Unternehmenssteuerung, Aktienkurs, Kapitalmarkt, NOPAT, WACC, Performance-Kennzahlen, variable Vergütung, Unternehmenswert, Investoren, Finanzberichterstattung, Unternehmensanalyse.
Die Thesis untersucht, ob die Anwendung von wertorientierten Managementkonzepten, speziell des Economic Value Added (EVA®), zu einer messbar besseren Aktienkursentwicklung bei Schweizer Unternehmen führt.
Die Arbeit behandelt die Gegenüberstellung von klassischer und wertorientierter Unternehmenssteuerung, die theoretische Herleitung verschiedener Performance-Kennzahlen und deren empirische Prüfung an Unternehmen des SMI Expanded®.
Das Ziel ist zu prüfen, ob Gesellschaften, die EVA®-Konzepte zur Steuerung und Kommunikation nutzen, am Kapitalmarkt signifikant erfolgreicher agieren als solche, die dies nicht tun.
Es wird eine quantitative Dokumentenanalyse der Geschäftsberichte durchgeführt, ergänzt durch statistische Hypothesentests (T-Test) und Korrelationsanalysen.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen wertorientierter Kennzahlen, die Operationalisierung von Hypothesen und die eigentliche empirische Auswertung inklusive eines Praxisbeispiels.
Die Arbeit fokussiert sich maßgeblich auf Value Based Management, Economic Value Added (EVA®), Unternehmenssteuerung, SMI Expanded® und die Verknüpfung von Kennzahlen mit der variablen Management-Vergütung.
Straumann dient als Paradebeispiel, da das Unternehmen EVA® nicht nur in der internen Steuerung verwendet, sondern auch vorbildlich in der Geschäftsberichterstattung sowie der variablen Vergütungsstruktur verankert hat.
Die empirischen Untersuchungen widerlegen die Annahme eines signifikant positiven Einflusses von EVA® auf den Aktienkurs im untersuchten Zeitraum 2008-2012.
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