Bachelorarbeit, 2014
88 Seiten, Note: 1.0
1. Einleitung
2. Wertpapieranalyse nach Benjamin Graham
3. Definition Value-Investing
4. Renditeanomalien in der empirischen Kapitalmarktforschung
4.1 Kleinfirmen-Effekt
4.2 Kurs-Gewinn-Verhältnis-Effekt
4.3 Dividendenrendite-Effekt
4.4 Buchwert-Marktwert-Effekt
5. Einfach Value-Strategien
5.1 Fama und French
5.2 Empirische Belege einfacher Value-Strategien
5.3 Value-Aktien übertreffen den Gesamtmarkt
5.4 Korrelationen zwischen Kennzahlen
5.5 Mehrfaktormodelle
6. Erklärungsansätze und Ursachen für den Value-Effekt
6.1 Datamining
6.2 Bias – Verzerrungen
6.2.1 Survivorship-bias
6.2.2 Look-ahead-bias
6.3 Risikobasierte Erklärungsansätze
6.3.1 Volatilität
6.3.2 Sharpe-Ratio
6.3.3 Beta
6.3.4 Verlustpotenzial in unterschiedlichen Marktphasen
6.4 Verhaltenstheoretischer Ansatz – Behavioral Finance
6.4.1 Mean reversion und „Overreaction“-Hypothese
6.4.2 Selbstüberschätzung und selektive Wahrnehmung
6.4.3 Agency-Effekte
6.4.4 Managerwechsel und Mittelflüsse
7. Empirische Untersuchung von Value-Strategien
7.1 Zielsetzung
7.2 Datenbasis und Kennzahlen
7.3 Eindimensionale Portfolios
7.3.1 Durchschnittliche Folgerenditen für eindimensionale Portfolios
7.3.2 Durchschnittliche Renditedifferenz Value – Gesamtmarkt (Dezile)
7.3.3 Risikokennzahlen eindimensionaler Portfolios
7.4.4 Teilzeiträume 1992 bis 2001 und 2002 bis 2012
7.3.5 Eindimensionale Portfolios mit fixierter Anzahl an Aktien
7.3.6 Durchschnittliche Renditedifferenz Value-Portfolios – Gesamtmarkt
7.4 Mehrdimensionale Portfolios
7.4.1 Durchschnittliche Folgerenditen für mehrdimensionale Portfolios
7.4.2 Durchschnittliche Renditedifferenz Value-Portfolios – Gesamtmarkt
7.4.3 Risikokennzahlen mehrdimensionaler Portfolios
7.4.4 Teilzeiträume von 1995 bis 2012
8. Zusammenfassung und Ausblick
Die vorliegende Arbeit untersucht, ob am deutschen Aktienmarkt für den Zeitraum von 1991 bis 2012 ein Value-Effekt existierte. Dabei wird der Frage nachgegangen, ob Value-Strategien gegenüber Growth-Strategien und dem Gesamtmarkt risikoadjustierte Überrenditen erzielen können und ob sich diese durch eine Kombination aus wertorientierten Kennzahlen und Wachstumskomponenten verstärken lassen.
2. Wertpapieranalyse nach Benjamin Graham
Benjamin Graham gilt als Urvater des Value-Investings (deutsch: wertorientiertes Anlegen). Er lehrte von 1928 bis 1957 an der Columbia University in den USA. B. Graham veröffentlichte 1934 zusammen mit David Dodd sein weltbekanntes Werk „Wertpapieranalyse“. Dieses Buch wurde zur Grundlage für sämtliche Arten von Value Investing.
Er definierte als Erster in seinem Buch einen Unterschied zwischen einer Investition und einer Spekulation. Weiterhin erkannte er als einer der Ersten, dass die Börsenpreise von Unternehmen stark von der menschlichen Psychologie mitgeprägt werden und dazu neigen, in Boomphasen extrem hohe Bewertungen zu verursachen. In schwachen Wirtschaftsphasen oder aufgrund schlechter Nachrichten über ein Unternehmen tendierten die Börsenpreise jedoch überproportional negativ. B. Graham erkannte, dass man diese fundamental ungerechtfertigten Preisunterschiede zu seinem Vorteil nutzen kann, indem man übermäßig abgestrafte Unternehmen günstig einkauft und zu einer angemessenen Bewertung wieder verkauft. Er verdeutlichte diesen Vorgang mithilfe einer Kunstfigur „Mr. Market“, um den Menschen das irrationale Verhalten des Marktes deutlich zu machen. Mr. Market verkauft und kauft täglich Aktien zu guten, angemessenen, aber auch zu über- oder untertriebenen Preisen.
Da der Börsenpreis nicht repräsentativ für den wirklichen Wert eines Unternehmens war, entwickelte Graham die Idee des inneren Wertes „intrinsic Value“, der sich über fundamentale Daten berechnen lässt. Anschließend verglich Graham den errechneten inneren Wert eines Unternehmens mit dem Börsenpreis und konnte anhand von Differenzen die Ineffizienzen des Finanzmarktes deutlich machen. Der innere Wert ist jedoch kein absoluter Wert, sondern eher ein Wertbereich, den man nur näherungsweise auf verschiedene Arten berechnen kann. Der innere Wert lässt sich beispielsweise anhand des Liquidationswertes oder des Ertragswertes bestimmen.
1. Einleitung: Einführung in das Value-Investing und die Relevanz der Anlagestrategie nach Benjamin Graham im Kontext moderner Kapitalmärkte.
2. Wertpapieranalyse nach Benjamin Graham: Grundlegende Konzepte wie der innere Wert, Sicherheitsmarge und die Abgrenzung von Investition und Spekulation werden definiert.
3. Definition Value-Investing: Erläuterung der Unterscheidung zwischen Value- und Growth-Aktien anhand von Fundamentalkennzahlen und Wachstumsaspekten.
4. Renditeanomalien in der empirischen Kapitalmarktforschung: Vorstellung verschiedener Marktanomalien wie dem Kleinfirmen- oder Buchwert-Marktwert-Effekt, die das CAPM herausfordern.
5. Einfach Value-Strategien: Empirische Belege für Value-Strategien und ihre Fähigkeit, den Gesamtmarkt zu übertreffen, sowie Korrelationen zwischen Kennzahlen.
6. Erklärungsansätze und Ursachen für den Value-Effekt: Untersuchung potenzieller Ursachen, von statistischem Datamining bis hin zu verhaltenswissenschaftlichen Erklärungsmodellen wie der Behavioral Finance.
7. Empirische Untersuchung von Value-Strategien: Durchführung der Analyse am deutschen Aktienmarkt unter Anwendung von Kennzahlen und mehrdimensionalen Portfolios für den Zeitraum 1991–2012.
8. Zusammenfassung und Ausblick: Zusammenfassung der wichtigsten Forschungsergebnisse und Schlussfolgerung zur Anwendbarkeit des Value-Effekts am deutschen Aktienmarkt.
Value, Growth, deutscher Aktienmarkt, Anomalie, empirische Kapitalmarktforschung, eindimensional, mehrdimensional, KGV, KBV, KCV, KUV, Gewinnwachstum, Beta-Faktor, Sharpe-Ratio, Behavioral Finance
Die Arbeit untersucht die Existenz und Wirksamkeit von Value-Strategien am deutschen Aktienmarkt im Zeitraum von 1991 bis 2012.
Die Schwerpunkte liegen auf der Analyse fundamentaler Kennzahlen, der Identifikation von Renditeanomalien und der Bewertung von risikoadjustierten Überrenditen gegenüber dem Gesamtmarkt.
Es wird untersucht, ob Anleger am deutschen Aktienmarkt durch Value-Strategien den Markt langfristig schlagen können und ob die Kombination mit Wachstumsfaktoren diesen Effekt verstärkt.
Die Arbeit basiert auf einer quantitativen empirischen Kapitalmarktforschung, die Portfolios anhand verschiedener Kennzahlen (KGV, KBV, KCV, KUV) bildet und deren Wertentwicklung sowie Risikokennzahlen statistisch auswertet.
Der Hauptteil umfasst die theoretische Fundierung durch das Konzept von Benjamin Graham, die Diskussion von Erklärungsansätzen für Marktanomalien (inkl. Behavioral Finance) und eine detaillierte empirische Studie für den deutschen Markt.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Value-Investing, deutsche Aktien, Renditeanomalien, Fundamentalkennzahlen, Behavioral Finance und risikoadjustierte Renditen definiert.
Das KCV erwies sich in der empirischen Analyse als besonders robuste Kennzahl, die im Untersuchungszeitraum am deutschen Aktienmarkt die konsistentesten Ergebnisse lieferte.
Nein, die Ergebnisse stellen die Annahmen eines informationseffizienten Marktes infrage, da durch systematische Value-Strategien wiederholt Überrenditen erzielt werden konnten.
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