Diplomarbeit, 2003
92 Seiten, Note: 1,7
A Einleitung
B Das zukünftige Arbeitskräfteangebot
B.1 Determinanten des Erwerbskräftepotenzials
B.1.1 Demografische Entwicklung
B.1.2 Erwerbsbeteiligung der Bevölkerung
B.2 Umfang und Struktur des zukünftigen Arbeitskräftepotenzials
C Die zukünftige Arbeitskräftenachfrage
C.1 Determinanten der Arbeitskräftenachfrage
C.2 Umfang und Struktur der zukünftigen Arbeitsnachfrage
C.3 Die Entwicklung des Arbeitsmarktsaldos
D Lösungsansätze
D.1 Etablierung eines Niedriglohnsektors
D.1.1 Anreizdefekte der Sozial- und Arbeitslosenhilfe im Status quo
D.1.2 Veränderung der Anreizsituation
D.1.3 Auswirkungen der Reform
D.2 Kinderbetreuung und Frauenerwerbstätigkeit
D.2.1 Frauenerwerbsbeteiligung und –neigung
D.2.2 Das System der Kinderbetreuungsangebote
D.2.3 Auswirkungen eines erweiterten Kinderbetreuungsangebotes
E Zusammenfassung
Die Diplomarbeit untersucht die Auswirkungen des demografischen Wandels auf den deutschen Arbeitsmarkt in den nächsten vier Jahrzehnten. Dabei steht die Forschungsfrage im Mittelpunkt, ob der prognostizierte Bevölkerungsrückgang automatisch zu einer Reduzierung der Massenarbeitslosigkeit führt oder alternative Lösungsansätze erfordert, um zusätzliche Arbeitsmarktprobleme zu bewältigen.
B.1.1 Demografische Entwicklung
Hinsichtlich der Betrachtung des Erwerbskräftepotenzials ist die Bevölkerungs-gruppe der 15- bis 65-Jährigen von besonderem Interesse, da diese die erwerbs-fähige Bevölkerung und das theoretische Maximum des Arbeitskräfteangebotes darstellt.
Für die Untersuchung der künftigen Bevölkerungsentwicklung bedient man sich sogenannter Bevölkerungsvorausberechnungen. Der Oberbegriff der Bevölkerungsvorausberechnung lässt sich in Bevölkerungsprognosen und Bevölkerungsmodellrechnungen untergliedern. Prognosen beruhen auf Wahrscheinlichkeitsannahmen, wodurch es bei größeren abzuschätzenden Zeiträumen zu erhöhten Unsicherheiten kommen kann. Deshalb werden bei Studien mit einem Zeit-horizont von bis zu 50 Jahren Modellrechnungen angewendet. Unter vorher getroffenen Annahmen, die bezüglich der zusammengefassten Geburtenziffer, der Lebenserwartung und der Wanderungen über den gesamten Analysezeitraum hinweg spezifiziert werden, wird mit Hilfe von Fortschreibungsverfahren die mögliche Entwicklung der Bevölkerung hinsichtlich ihrer Struktur und Zahl bestimmt.
Modellrechnungen eignen sich außerdem, um relativ unrealistische Szenarien zu berechnen. So kann beispielsweise gezeigt werden, welche Werte die einzelnen den Bevölkerungsstand beeinflussenden Komponenten annehmen müssten, damit dieser eine bestimmte Höhe erreicht.
A Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des demografischen Wandels und die daraus resultierende Diskussion um die Arbeitslosenquote ein.
B Das zukünftige Arbeitskräfteangebot: Dieses Kapitel analysiert die demografischen Auswirkungen auf das Erwerbskräftepotenzial über die nächsten fünfzig Jahre.
C Die zukünftige Arbeitskräftenachfrage: Der Abschnitt befasst sich mit den Bestimmungsfaktoren der Nachfrage nach Arbeitskräften und deren Abhängigkeit von wirtschaftlichen sowie demografischen Entwicklungen.
D Lösungsansätze: Hier werden konkrete Reformen wie der Niedriglohnsektor und der Ausbau der Kinderbetreuung zur Bewältigung der Arbeitsmarktprobleme diskutiert.
E Zusammenfassung: Die Arbeit schließt mit einer Bilanz der Ergebnisse und der Bewertung der vorgeschlagenen Maßnahmen ab.
Demografischer Wandel, Arbeitsmarkt, Erwerbskräftepotenzial, Arbeitskräftenachfrage, Arbeitslosigkeit, Massenarbeitslosigkeit, Niedriglohnsektor, Kinderbetreuung, Frauenerwerbstätigkeit, Humankapital, Altenquotient, Bevölkerungsvorausberechnung, Beschäftigung, Renteneintrittsalter, Sozialhilfe.
Die Arbeit befasst sich mit den Auswirkungen der demografischen Veränderungen in Deutschland auf das zukünftige Arbeitskräfteangebot sowie die Arbeitskräftenachfrage.
Die zentralen Schwerpunkte sind die Bevölkerungsentwicklung, die Erwerbsbeteiligung, die Bestimmung der Arbeitsnachfrage und Lösungsstrategien für den Arbeitsmarkt.
Das Ziel ist es zu prüfen, ob die Annahme korrekt ist, dass der Bevölkerungsrückgang die Massenarbeitslosigkeit automatisch lindert, oder ob gezielte politische Gegenmaßnahmen erforderlich sind.
Die Arbeit nutzt Modellrechnungen, Bevölkerungsvorausberechnungen und wertet empirische Studien sowie Projektionen verschiedener Forschungsinstitute aus.
Im Hauptteil werden das zukünftige Arbeitskräfteangebot, die Determinanten der Arbeitsnachfrage und konkrete Lösungsansätze wie die Etablierung eines Niedriglohnsektors und der Ausbau der Kinderbetreuung untersucht.
Wichtige Begriffe sind demografischer Wandel, Arbeitsmarkt, Arbeitskräftenachfrage, Frauenerwerbstätigkeit, Niedriglohnsektor und Fachkräftemangel.
Die Arbeit verdeutlicht, dass neben dem Arbeitskräfteangebot auch die schwache Arbeitsnachfrage, beeinflusst durch Wirtschaftswachstum und Arbeitskosten, eine entscheidende Rolle spielt und den Arbeitsmarkt negativ prägen kann.
Durch einen qualitativen und quantitativen Ausbau soll die Vereinbarkeit von Beruf und Familie verbessert werden, um die Erwerbsquote von Müttern zu erhöhen und so den Fachkräftemangel abzumildern.
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