Bachelorarbeit, 2012
56 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Traditionelle Glückstheorien
1.2 Subjektives und Psychologisches Wohlbefinden
2 Die Theorie des authentischen Glücks
2.1 Kritik an der Theorie des authentischen Glücks
3 Die Theorie des Wohlbefindens – PERMA
3.1 Positive Gefühle
3.1.1 Gefühle, Affekte, Emotionen und Stimmungen – Eine Begriffsdefinition
3.1.2 Die Geschichte der Positiven Gefühle
3.1.3 Was bedeuten Positive Gefühle für die Positive Psychologie?
3.1.4 Die Grenzen der Positiven Gefühle
3.1.4.1 Positive Affektivität
3.1.4.2 Die Hedonistische Tretmühle
3.1.5 Positive Gefühle in drei Zeitebenen
3.1.5.1 Die Vergangenheit in positivem Licht
3.1.5.2 Der optimistische Blick in die Zukunft
3.1.5.3 Postive Gefühle und Handlungen in der Gegenwart
3.1.6 Wer ist glücklich?
3.1.7 Positive Gefühle mehren
3.1.8 Interventionen
3.2 Engagement
3.2.1 Belohnungen schlagen Vergnügen: Der Flow
3.2.1.1 Die Komponenten des Flow
3.2.1.2 Die Schattenseite des Flow
3.2.2 Charakterstärken
3.2.2.1 Die Definition der Charakterstärken
3.2.2.2 VIA Klassifikationen der Charakterstärken
3.2.2.3 Die Messung der Charakterstärken
3.2.2.4 Bedeutende empirische Erkenntnisse
3.3 Positive Beziehungen
3.3.1 Die Theorie der Gleichheit
3.3.2 Die Bindungstheorie
3.3.3 Klassifikationen von Beziehungen
3.3.4 Positive Institutionen
3.3.4.1 Die Familie
3.3.4.2 Die Schule
3.3.4.3 Interaktionen und Spannungen zwischen Schule und Familie
3.3.5 Schlussfolgerung
3.4 Sinn
3.4.1 Was ist Sinn?
3.4.2 Mihaly Csikszentmihalyi – Sinn als Harmonie
3.4.3 Viktor Frankl – Drei Wege zum Sinn
3.5 Zielerreichung
3.6 Fazit
Diese Bachelorarbeit untersucht die theoretischen Grundlagen der Positiven Psychologie und analysiert kritisch ausgewählte psychologische Konzeptionen für ein gelingendes Leben. Im Zentrum steht dabei die Entwicklung von Martin Seligmans „Theorie des authentischen Glücks“ hin zur „PERMA-Theorie des Wohlbefindens“, wobei die verschiedenen Komponenten des Wohlbefindens wissenschaftlich beleuchtet werden.
3.2.1.2 Die Schattenseite des Flow
„Die Korruption des Besten führt zum Schlimmsten“ (Csikszentmihalyi, 2008, S. 83)
Csikszentmihalyi (2008) weist mit diesem römischen Zitat drauf hin, dass alles Gute zum Sklaven des Bösen gemacht werden kann. Auch der Flow birgt Gefahren und kann unter Umständen verheerende Folgen für Menschen haben, wenn Flow unter den falschen Umständen und mit falschen Motiven angewendet wird. Der so genannte „junk flow“ oder „faux flow“ wird durch das Spielen von Videospielen oder das Konsumieren von Fernsehshows ausgelöst. Diese Spiele und Fernsehformate versetzen Personen in eine Art „Scheinflow“, der sich dadurch auszeichnet, dass der typische Belohnungseffekt und der Effekt des inneren Wachstums nach dem Flow - Erlebnis ausbleibt, obwohl einige Elemente des Flows in Kraft treten (zum Beispiel Absorbiertheit) (Peterson, 2006, S.67).
Eine ernstzunehmende Gefahr sieht Csikszentmihalyi (2008) in der Möglichkeit, dass Firmen mit Hilfe des Flows ihre Mitarbeiter gefügig machen. Schafft es eine Firma, ihre Angestellten davon zu überzeugen, vollen Einsatz für das Wohl ihres Arbeitgebers zu bringen und das eigene Wohl dem Ziel der Firma unterzuordnen, so entsteht ein einseitiges Abhängigkeitsverhältnis. Dieses kann nur ausgeglichen werden, wenn der Arbeitgeber im Gegenzug ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein dem Arbeitnehmer gegenüber aufbringt (Csikszentmihalyi, 2008, S.84).
1 Einleitung: Diese Einleitung skizziert den Wandel der Psychologie von der Defizitorientierung hin zum Fokus auf individuelles Wachstum und menschliches Wohlbefinden.
2 Die Theorie des authentischen Glücks: Kapitel 2 führt Martin Seligmans Konzept des authentischen Glücks ein, bestehend aus den Elementen positives Gefühl, Engagement und Sinn, und erörtert deren wissenschaftliche Kohärenz.
3 Die Theorie des Wohlbefindens – PERMA: Das Hauptkapitel expliziert das erweiterte PERMA-Modell als wissenschaftlich messbares Konstrukt zur Förderung menschlichen Aufblühens.
3.1 Positive Gefühle: Hier werden Definitionen, Geschichte und die Funktion von positiven Emotionen analysiert sowie deren Grenzen durch die hedonistische Tretmühle aufgezeigt.
3.2 Engagement: Dieses Kapitel behandelt das Flow-Erleben als aktive Form des Engagements, inklusive seiner Komponenten und potenzieller Risiken bei Fehlverwendung.
3.3 Positive Beziehungen: Der Fokus liegt auf der Bedeutung sozialer Bindungen für das Wohlbefinden, analysiert durch Equity-Theorie und Bindungstheorie sowie deren institutionelle Anwendung.
3.4 Sinn: Kapitel 3.4 untersucht die psychologische Dimension des Sinns im Leben, gestützt durch die Theorien von Csikszentmihalyi und Viktor Frankl.
3.5 Zielerreichung: Dieses Kapitel reflektiert die Rolle der Zielerreichung als fünftes Element der PERMA-Theorie und deren ambivalente Einordnung im Kontext des Wohlbefindens.
3.6 Fazit: Das Fazit fasst die Relevanz der Positiven Psychologie zusammen, um den „Score-Man“ des 21. Jahrhunderts auf dem Weg zu einem sinnerfüllten Leben zu unterstützen.
Positive Psychologie, Wohlbefinden, PERMA-Modell, Glückstheorien, Flow, Charakterstärken, Sinnstiftung, Positive Emotionen, Engagement, Charakterstärken-Klassifikation, Lebenszufriedenheit, Martin Seligman, Mihaly Csikszentmihalyi, Bindungstheorie, Positive Institutionen.
Die Arbeit befasst sich mit den theoretischen Grundlagen der Positiven Psychologie und der Analyse moderner Konzepte für ein gelingendes Leben.
Die zentralen Themenfelder sind die Entwicklung vom authentischen Glück zum PERMA-Modell, die Bedeutung von Flow, Charakterstärken, sozialen Beziehungen und Sinnhaftigkeit.
Ziel ist es, Seligmans Theorie des Wohlbefindens wissenschaftlich darzustellen und kritisch hinsichtlich ihrer praktischen Anwendbarkeit zu analysieren.
Die Arbeit nutzt eine literaturbasierte theoretische Analyse und Darstellung psychologischer Konzepte sowie empirischer Erkenntnisse aus der Positiven Psychologie.
Der Hauptteil gliedert sich in die Untersuchung von PERMA-Komponenten (Emotionen, Engagement, Beziehungen, Sinn, Zielerreichung) sowie deren institutionelle Anwendung.
Wesentliche Begriffe sind Positive Psychologie, PERMA-Modell, Wohlbefinden, Charakterstärken, Flow-Erleben und Sinnfindung.
Weil es das Wohlbefinden als messbares, aus mehreren gleichberechtigten Dimensionen bestehendes Konstrukt operationalisiert, statt nur auf subjektive Lebenszufriedenheit zu fokussieren.
Der Autor warnt vor dem „junk flow“ sowie der missbräuchlichen Instrumentalisierung von Flow durch Arbeitgeber zur einseitigen Maximierung von Leistung.
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