Diplomarbeit, 2004
110 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
1.1 Beschreibung des Problems
1.2 Gliederung der Arbeit
2 Darstellung der bisherigen Steuerung
2.1 Kurzportrait der Volksbank Paderborn-Höxter eG
2.2 Bisherige Form des Risikomanagements in der Volksbank Paderborn-Höxter eG
2.2.1 Die vier Risikogruppen
2.2.2 Das SMART-Bilanzanalyseprogramm
2.2.2.1 Die Diskriminanzanalyse
2.2.3 Der R-Index
2.2.4 GENO-FBS
2.2.4.1 Vorgehensweise von GENO-FBS
2.2.4.2 Weitere Funktionen von GENO-FBS
2.2.4.3 Kritische Betrachtung von GENO-FBS
2.2.5 Das BVR-I-Rating: (R)isiko (B)onität (S)icherheiten–Systematik
2.2.5.1 Vorgehensweise zur Ermittlung eines Ratings
2.2.5.1.1 BVR-I-Ratingmodule
2.2.5.1.2 Die Bonitätseinstufung mit Hilfe des BVR-I- Ratings
2.2.5.1.3 Die Einstufung in eine Sicherheitenklasse
2.2.5.1.4 Die Feststellung der Risikoklasse
2.2.6 Systematische Auswertung des Kreditportfolios
2.2.7 Die Einzelwertberichtigung
2.2.8 Die Mindestanforderungen an das Kreditgeschäft (MaK)
2.2.8.1 Die bisherige Umsetzung der MaK
2.2.9 Die Verbriefung von Kreditrisiken
3 Anforderungen und Veränderungen durch Basel II
3.1 Kurzüberblick von Basel I
3.2 Inhalte und Absichten von Basel I
3.3 Der neue Basler Akkord (Basel II)
3.4 Die drei tragenden Säulen des neuen Baseler Akkordes
3.4.1 Die erste Säule – Quantitative Eigenkapitalanforderungen
3.4.2 Die zweite Säule – Qualitative Aufsicht
3.4.3 Die dritte Säule – Transparenz
3.5 Die Berechnung der Mindest-Kapitalanforderungen
3.6 Die Mindestrelation zwischen Eigenkapital und gewichteter Risikoaktiva (Grundsatz I oder Solvabilitätskoeffizient)
3.7 Das aufsichtsrechtliche Eigenkapital
3.8 Die gewichtete Risikoaktiva
3.8.1 Definition des Risikos
3.8.1.1 Ursachenbezogener Ansatz
3.8.1.2 Wirkungsbezogener Ansatz
3.8.2 Marktrisiken
3.8.3 Operationelle Risiken
3.8.4 Kreditrisiken (Adressrisiko)
3.8.4.1 Der Standardansatz
3.8.4.2 Der IRB-Ansatz
3.8.4.3 Risikokomponenten des IRB-Ansatzes
3.8.4.3.1 Probability of Default (PD)
3.8.4.3.2 Loss Given Default (LGD)
3.8.4.3.3 Exposure of Default (EAD)
3.8.4.3.4 Maturity (M)
3.8.4.3.5 Risikogewichtetes Aktivum (RWA)
3.8.4.3.6 Risikogewicht (RW)
3.8.4.3.7 Basisansatz (Foundation Approach)
3.8.4.3.8 Anforderungen an die IRB-Ansätze
3.8.4.3.9 Berechnung der Eigenkapitalunterlegung
3.8.4.3.10 Berechnung für Kredite an Banken, Staaten und Unternehmen
3.8.4.3.11 Fortgeschrittener Ansatz (Advanced Approach)
4 Ansätze der Kreditrisikosteuerung
4.1 Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG)
4.2 Die Kreditrisikosteuerung
4.2.1 Definition des Kreditrisikos
4.2.2 Das Bonitätsrisiko
4.3 Die Kreditrisikosteuerung in Banken
4.3.1 Formen der Kreditwürdigkeitsprüfung im Firmenkundengeschäft
4.3.2 Rating - was genau zeichnet es aus?
4.4 Risikoadjustierte Bepreisung bei Einzelkrediten
4.4.1 Standard - Risikokosten
4.4.1.1 Erwartete Ausfallrate (Ausfallwahrscheinlichkeit)
4.4.1.2 Rückzahlungsquote bei Ausfall bzw. Insolvenz
4.4.1.3 Kreditvolumen bzw. Kreditäquivalent
4.4.2 Ist - Risikokosten
4.4.3 Optionspreistheorie
4.4.4 Vor- und Nachteile der risikoadjustierten Kreditbepreisung
5 Portfoliosteuerung im Kreditbereich
5.1 Portfoliomodelle
5.1.1 Aufgaben von Portfoliomodellen
5.1.1.1 Korrelation
5.1.1.2 Diversifikation
5.1.1.3 Standardabweichung
5.1.2 Wahrscheinlichkeitsverteilung von Kreditausfällen
5.1.2.1 Einfluss der Anzahl der Brachen auf die Diversifikation der Verlustverteilung
5.1.2.2 Credit-Value-at-Risk
5.1.2.2.1 Beispielberechnung des unerwarteten Verlustes (Credit-Value-at-Risk)
5.1.2.3 Das Risikoergebnis
5.1.3 Einteilung von Portfoliomodellen
5.2 CreditMetrics
5.2.1 Vorgehensweise bei CreditMetrics
5.2.1.1 Migrationstabelle für den einjährigen Betrachtungszeitraum
5.2.2 Die Monte-Carlo-Simulation
5.2.3 Kritische Würdigung des CreditMetrics
5.3 CreditPortfolio View
5.3.1 Die Vorgehensweise bei CreditPortfolio View
5.3.1.1 Die Ermittlung makroökonomischer Faktoren
5.3.1.2 Der Risikofaktor
5.3.1.3 Projizierung von Ausfallraten und Risikofaktoren mit Hilfe der Monte-Carlo-Simulation
5.3.1.4 Ermittlung der Verlustverteilung
5.3.1.5 Kritische Würdigung des CreditPortfolio View
5.4 CreditRisk+
5.4.1 Vorgehensweise bei CreditRisk+
5.4.1.1 Bei unveränderlichen Ausfallraten und Unabhängigkeit zwischen den Kreditnehmern
5.4.1.1.1 Interpretation des Ergebnisses
5.4.1.2 Bei veränderlichen Ausfallraten und Abhängigkeiten zwischen den Kreditnehmern
5.4.1.3 Das ökonomische Kapital
5.4.1.4 Kritische Würdigung des CreditRisk+
5.5 Credit Portfolio Manager
5.5.1 Kritische Würdigung des Credit Portfolio Managers
6 Kreditrisikomanagement in Genossenschaftsbanken
6.1 Das Projekt VR-Control
6.2 Das Verbundeinheitliche Ratingsystem
6.2.1 Das BVR-II-Ratingverfahren „Mittelstand“
6.2.2 Das BVR-II-Ratingverfahren „Oberer Mittelstand“
6.2.3 Weitere Ratingverfahren
6.3 Kalkulation von Risikoprämien
6.4 Die Portfoliosteuerung anhand des VR-CreditPortfolioManagers
6.4.1 Vorgehensweise des VR-CreditPortfolioManagers (VR-CPM)
6.4.2 Die Ermittlung des Ergebnisbeitrages aus der Übernahme von Adressrisiken
6.4.3 Schlussfolgerungen zur Steuerung des Kreditportfolios
6.5 Kreditportfoliomanagement in der Volksbank Paderborn-Höxter eG im Rahmen von VR-Control
7 Fazit der Kreditrisikosteuerung in Genossenschaftsbanken
Die Diplomarbeit hat das Ziel, die Kreditrisikosteuerung einer Genossenschaftsbank vor dem Hintergrund der neuen Anforderungen von Basel II zu beleuchten. Die zentrale Forschungsfrage untersucht, wie Kreditinstitute – am Beispiel der Volksbank Paderborn-Höxter eG – ihr Risikomanagement anpassen und modernisieren können, um trotz verschärfter Eigenkapitalrichtlinien wettbewerbsfähig zu bleiben und Ausfallrisiken effizient zu steuern.
Die drei tragenden Säulen des neuen Baseler Akkordes
Sie beschäftigt sich mit den Mindeststandards der Eigenkapitalausstattung der Banken. Die vier grundlegenden Elemente sind:
• eine aufsichtsrechtliche Eigenkapitaldefinition
• die risikogewichtete Aktiva
• die Berechnung der Mindesteigenkapitalquote
• die Behandlung des operativen Risikos
„Das aufsichtliche Überprüfungsfahren der Neuen Eigenkapitalvereinbarung soll nicht nur sicherstellen, dass Banken über angemessenes Eigenkapital für alle ihren Geschäften inhärenten Risiken verfügen, sondern sie soll die Banken auch darin bestärken, bessere Risikomanagementverfahren für die Überwachung und Steuerung ihrer Risiken zu entwickeln und anzuwenden.“
Hier befasst sich der Baseler Akkord ausführlich mit der Qualität der Bankenaufsicht, indem vier sogenannte Grundprinzipien vereinbart werden:
• Bankinterne Verfahren zur Beurteilung der angemessenen Eigenkapitalausstattung
• Eigenkapital über den aufsichtrechtlichen Mindestquoten
• Überprüfung der bankinternen Kapitaladäquanzmessung und -strategien durch die Aufsicht
• Frühe Intervention der Aufsicht bei Gefährdung der Einhaltung der Mindestkapitalanforderungen
Sie setzt sich mit der Marktdisziplin auseinander. Hierunter sind Maßnahmen zu verstehen, welche die Kreditinstitute zu einer offenen, transparenten und verlässlichen Informationspolitik gegenüber den Marktteilnehmern bezüglich Anwendungsbereich, Eigenkapitalstruktur, Risikoengagements und angemessener Eigenkapitalausstattung anhalten bzw. verpflichten.
1 Einleitung: Beschreibt die Bedeutung des Kreditrisikomanagements in Banken und skizziert den Aufbau der Arbeit.
2 Darstellung der bisherigen Steuerung: Untersucht die historischen Instrumente des Risikomanagements an der Volksbank Paderborn-Höxter eG.
3 Anforderungen und Veränderungen durch Basel II: Erläutert die regulatorischen Änderungen und die neue Struktur der Baseler Eigenkapitalvereinbarung.
4 Ansätze der Kreditrisikosteuerung: Behandelt die risikoadjustierte Bepreisung und Definitionen des Kreditrisikos im Firmenkundengeschäft.
5 Portfoliosteuerung im Kreditbereich: Stellt verschiedene quantitative Portfoliomodelle zur Risikomessung vor.
6 Kreditrisikomanagement in Genossenschaftsbanken: Analysiert das Projekt "VR-Control" und die praktische Umsetzung in der Volksbank Paderborn-Höxter eG.
7 Fazit der Kreditrisikosteuerung in Genossenschaftsbanken: Fasst die Ergebnisse zusammen und bewertet die Zukunftsfähigkeit des gewählten Managementkonzepts.
Basel II, Kreditrisikomanagement, Risikosteuerung, Eigenkapital, Genossenschaftsbanken, VR-Control, Kreditportfolio, Ausfallwahrscheinlichkeit, Rating, Risikoprämien, CreditMetrics, CreditRisk+, Portfoliooptimierung, Bonitätsrisiko, MaK.
Die Arbeit befasst sich mit der Anpassung des Kreditrisikomanagements bei Genossenschaftsbanken an die neuen, strengeren regulatorischen Vorgaben von Basel II.
Die zentralen Themen sind das Risikomanagement in Banken, die Berechnung von Eigenkapitalanforderungen nach Basel II, die risikoadjustierte Bepreisung von Krediten und die moderne Portfoliosteuerung.
Das Ziel ist es, ein umfassendes Konzept aufzuzeigen, wie Kreditinstitute – exemplarisch die Volksbank Paderborn-Höxter eG – ihre interne Risikosteuerung auf das neue "VR-Control"-System umstellen können, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen und gleichzeitig das Risiko zu minimieren.
Die Arbeit kombiniert eine Literaturanalyse zur regulatorischen Theorie (Basel II) mit einer praxisorientierten Fallstudie (Volksbank Paderborn-Höxter eG), um die konkrete Implementierung und die Herausforderungen bei der Umsetzung zu demonstrieren.
Der Hauptteil behandelt die historische Steuerung, die Neuerungen durch Basel II, Ansätze zur risikoadjustierten Bepreisung von Einzelkrediten sowie mathematische Portfoliomodelle wie CreditMetrics, CreditPortfolio View und CreditRisk+.
Zu den prägenden Begriffen gehören Basel II, Kreditrisikomanagement, VR-Control, ökonomisches Kapital und das BVR-II-Rating.
Die Arbeit unterscheidet zwischen dem Standardansatz (externe Ratings) und den IRB-Ansätzen (interne Ratings), wobei der Fokus insbesondere auf der Notwendigkeit liegt, für den deutschen Mittelstand individuelle interne Ratingsysteme wie das BVR-II-Rating zu entwickeln.
VR-Control bietet ein einheitliches, genossenschafts-spezifisches Gesamtbanksteuerungskonzept, das es kleinen und mittelgroßen Instituten ermöglicht, komplexe Risikoparameter und Portfoliosteuerung professionell umzusetzen, ohne dabei die spezifischen Strukturen des Mittelstandsgeschäfts zu ignorieren.
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