Masterarbeit, 2014
86 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2 Vorstellung des Forschungsdesigns
2 Konzeptioneller Hintergrund
2.1 Übergeordneter Kontext
2.2 Wechselbeziehungen der zentralen Begriffe
2.2.1 Nachhaltigkeit
2.2.2 Ressource ‚Energie‘
2.2.3 Ressource ‚Boden‘
2.2.4 Immobilienentwicklung als analytischer Rahmen
3 Gestaltungsmöglichkeiten nachhaltiger Energiekonzepte
3.1 Baurechtlicher Rahmen
3.2 Akteursgefüge
3.3 Maßnahmen des Energiesparens und der Energieeffizienz
3.3.1 Bautechnische Maßnahmen
3.3.2 Systemische Maßnahmen
3.3.3 Organisatorische Maßnahmen
3.4 Finanzierungsmöglichkeiten
4 Methoden
4.1 Wissenschaftstheoretischer Hintergrund: Die Hermeneutik
4.2 Qualitative Sozialforschung
4.3 Leitfadengestützte Experteninterviews
5 Fallbeispiel Mannheim
5.1 Analyse der Ausgangslage in Mannheim
5.2 Die Benjamin-Franklin-Village
5.3 Analyse der baurechtlichen Rahmenbedingungen
5.4 Analyse des vorhandenen Akteursgefüges
5.5 Analyse bezüglich der Maßnahmen des Energiesparens und der Energieeffizienz
5.5.1 Bautechnische Maßnahmen
5.5.2 Systemische Maßnahmen
5.5.3 Organisatorische Maßnahmen
5.5.4 Analyse bezüglich möglicher Finanzierungsmodelle
5.6 Zusammenfassung der Handlungsempfehlungen
6 Schlussteil
Die Arbeit untersucht, wie durch die Konversion ehemaliger Militärflächen nachhaltige Energiekonzepte in der Stadtentwicklung modellhaft umgesetzt werden können. Im Fokus steht die Identifikation relevanter Rahmenbedingungen und Akteurskonstellationen sowie die Ableitung von Handlungsstrategien für das Fallbeispiel Mannheim.
Verständnis von einem nEK
Die befragten Experten stimmten alle der folgenden Definition eines nEK zu: Ein nEK ist die Grundlage einer langfristigen Strategie, der Energiewende. Solch ein Konzept verfolgt dementsprechend folgende Ziele: Die Verminderung des Energiebedarfs von Gebäuden, eine effizientere Energienutzung und die Förderung der Nutzung erneuerbarer Energien. Ein nEK bündelt Maßnahmen, deren Wechselwirkungen im Kontext gesehen werden, um zielkonträre Ergebnisse zu verhindern. Nachhaltigkeit wird im Sinne eines Handlungsprinzips zur Ressourcennutzung verstanden, welches die Annahmen beinhaltet, dass ein System seine grundlegenden Eigenschaften erhalten kann, stabil ist und immanent regenerationsfähig ist (Aachener Stiftung Kathy Beys 2013; BMVBS 2011:12; Beutler et al. 2011:40).
Die Akteure ergänzten ihr Verständnis der Definition um weitere Aspekte. Für die öffentliche Hand ist die Definition um mehrere Gesichtspunkte erweiterbar. Ihrer Meinung nach muss jegliche Bautätigkeit mit Umweltwirkungen, die in Bezug zu Maßnahmen des nEKs steht, in einer Art Bilanz eingebunden werden. „Um überhaupt das Projekt auf die Beine zu stellen, muss ich vielleicht noch was abreißen und irgendwie Altlasten produzieren, Dinge hinfahren, etc. Das müsste eigentlich in die Bilanz mit reingehen. Sodass, wenn ich etwas nutze, was schon da ist und versuche so zu gestalten, sodass es energetisch aufgewertet wird, ich vielleicht in der Bilanz am Ende besser dastehe, als wenn ich was komplett Neues mache“ (Int. 1). Insgesamt wird einem nEK aus Sicht der Verwaltung eine sekundäre Bedeutung für die Raumentwicklung in Mannheim zugewiesen. „Es steht der Mensch im Mittelpunkt, letztendlich handelt es sich um einen Wohnort, [...] wo sich der Mensch wohlfühlen soll und dann kommt als Layer obendrauf ein weiterer Anspruch. Die habe ich dann an die energetische Ausstattung des Quartiers“ (ebd.).
1 Einleitung: Diese Einleitung führt in die Herausforderungen der urbanen Transformation ein und definiert die Forschungsfragen zur Entwicklung nachhaltiger Energiekonzepte auf Konversionsflächen.
2 Konzeptioneller Hintergrund: Dieses Kapitel erläutert das Zusammenspiel der Begriffe Nachhaltigkeit, Energie, Boden und Immobilienentwicklung als analytische Basis der Arbeit.
3 Gestaltungsmöglichkeiten nachhaltiger Energiekonzepte: Hier werden der baurechtliche Rahmen, das Akteursgefüge sowie technische und organisatorische Maßnahmen zur Energieeffizienz und deren Finanzierung detailliert analysiert.
4 Methoden: Dieses Kapitel beschreibt den hermeneutischen Ansatz und die Durchführung leitfadengestützter Experteninterviews zur qualitativen Datenerhebung.
5 Fallbeispiel Mannheim: Das Kapitel wendet das theoretische Konzept auf das Projekt Benjamin-Franklin-Village an, analysiert die Akteurskonstellationen und bewertet die Umsetzbarkeit verschiedener Maßnahmen.
6 Schlussteil: Der Schlussteil fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Untersuchung und gibt Empfehlungen für zukünftige Konversionsprojekte.
Nachhaltige Energiekonzepte, Konversion, Stadtentwicklung, Mannheim, Benjamin-Franklin-Village, Energiewende, Akteursgefüge, Immobilienentwicklung, Energieeffizienz, Baurecht, Quartiersentwicklung, Partizipation, Finanzierungsmodelle, Nachhaltigkeit, Klimaschutz
Die Arbeit untersucht, wie Konversionsflächen ehemaliger militärischer Liegenschaften in Mannheim dazu genutzt werden können, nachhaltige Energiekonzepte in die städtebauliche Planung zu integrieren.
Die Schwerpunkte liegen auf den baurechtlichen Rahmenbedingungen, den Rollen und Interessen unterschiedlicher Akteure sowie den technischen und organisatorischen Möglichkeiten zur Steigerung der Energieeffizienz.
Das Ziel ist die Entwicklung eines theoretischen Modells, das Rahmenbedingungen und Gestaltungsmöglichkeiten für nachhaltige Energiekonzepte auf Konversionsflächen aufzeigt und am Fallbeispiel Mannheim validiert.
Es wurde ein qualitativer, hermeneutischer Forschungsansatz gewählt, der durch leitfadengestützte Experteninterviews mit Vertretern aus Verwaltung, Planung, Bürgerschaft und Wirtschaft ergänzt wurde.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Fundierung der Begriffe, eine Untersuchung der rechtlichen und technischen Instrumente sowie eine empirische Analyse des Mannheimer Fallbeispiels Benjamin-Franklin-Village.
Die Analyse betrachtet insbesondere die öffentliche Hand (Stadt), Projektentwickler, die Bürgerschaft, ansässige Unternehmen und Energieversorger.
Mannheim bietet mit der Konversion großer Flächen wie der Benjamin-Franklin-Village ein aktuelles Praxisbeispiel, an dem sich zeigen lässt, wie stadtplanerische Ziele mit energetischen Standards verknüpft werden können.
Die Experteninterviews zeigen, dass die Stadt Mannheim eine zentrale Rolle bei der Gestaltung und Finanzierung sieht, jedoch die Notwendigkeit besteht, private Investoren stärker einzubinden.
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