Masterarbeit, 2013
72 Seiten, Note: 1,3
1 Information als neuer Wettbewerbsfaktor
2 Supply Chain Management
2.1 Definition
2.2 Information Supply Chain Management
2.3 Koordination im Supply Chain Management
2.4 Supply Network
2.4.1 Herausforderungen an das Supply Chain Management
2.4.2 Rolle der IT im Supply Chain Management
3 Advanced Planning and Scheduling
3.1 Definition
3.2 Advanced Planning in Supply Networks
3.3 Globale Verfügbarkeitsprüfung
3.3.1 Available to Promise
3.3.2 Capable to Promise
3.3.3 Profitable to Promise
3.3.4 Advanced Available to Promise
4 Simulation in der Logistik
4.1 Begriffsabgrenzung
4.1.1 Simulation
4.1.2 Modellierung
4.2 Anwendungsgebiete und Ziele der Simulation
4.3 Grenzen der Simulation
4.4 Simulation in der Planung von Supply Networks
4.5 Technik zur Umsetzung von Simulationsmodellen
4.5.1 Petri-Netze
4.5.2 Simulationstool PACE
5 Simulation des ATP/CTP-Konzepts
5.1 ATP als Koordinationsinstrument
5.2 Umsetzung in ein Simulationsmodell
5.2.1 Szenario 1: Grundmodell
5.2.2 Szenario 2: Dezentrale Koordination
5.2.3 Szenario 3: Zentrale Koordination
5.2.4 Szenario 4: Dezentrale Koordination mit Teillieferungen
5.3 Auswertung der Simulationsmodelle
5.4 Erweiterungsmöglichkeiten
6 Management Summary
Diese Arbeit untersucht die Eignung der Konzepte Available to Promise (ATP) und Capable to Promise (CTP) als Koordinationsinstrumente innerhalb komplexer Supply Networks. Das primäre Ziel ist die Entwicklung eines Simulationsmodells, um das Verhalten verschiedener Akteure bei ATP/CTP-Anfragen zu analysieren und zu prüfen, inwieweit eine netzweite Informationsbereitstellung die Koordination und Effizienz verbessern kann.
3.3.1 Available to Promise
Dem Begriff Available to Promise werden mehrere Bedeutungen zugesprochen. Zum einen steht er für einen frei verfügbaren Bestand, auf dessen Basis eine Zu- oder Absage an eine Kundenanfrage mit einem gewünschten Liefertermin erteilt wird. Zum anderen bezeichnet er den Prozess einer Abfragefunktion im Supply Chain Management [BRET07b, S. 1]. Wie in Kapitel 3.1 erwähnt ist Available to Promise in dem Modul der globalen Verfügbarkeitsprüfung eines Advanced Planning Systems eingebettet und die direkte Schnittstelle zum Kunden [O.V.13b]. Die Überprüfung erfolgt entlang der kompletten Supply Chain, sprich über mehrere Standorte und ERP-Systeme hinweg. Dies bringt den Vorteil, dass die nach einer Kundenanfrage folgende überbetriebliche Bestands- und Terminprüfung bei Nichterfüllbarkeit durch Alternativvorschläge hinsichtlich Terminen, Produkten oder Transportmitteln ergänzt und dem Kunden als Alternativlösung unterbreitet werden kann [O.V.13b].
Available to promise im engeren Sinne ist trivial gestaltet. Die Verfügbarkeitsprüfung beschränkt sich nur auf den Lagerbestand sowie geplante Zugänge und Kundenaufträge werden nach dem first-come, first-served (FCFS) – Prinzip abgearbeitet [BRET07b, S. 4]. Werden Kriterien zum Priorisieren von Aufträgen eingeführt, beispielsweise nach Kundenbedeutung, wird ATP zu einem komplexen Verfahren. Kunden werden in unterschiedliche Hierarchiestufen eingeteilt (A, B, C-Kunde) und um Konflikte zu vermeiden, werden Bestände reserviert, was wiederum eine Prognosefähigkeit voraussetzt [BRET07b, S. 5]. Diesen Ablauf zu automatisieren ist schwierig, da viele Möglichkeiten einer Abwicklung bestehen und die Entscheidung sich auf andere Kundenstufen auswirkt. Eine höhere Servicequalität gegenüber A-Kunden bewirkt eine schlechtere Versorgung der C-Kunden [BRET07b, S. 5].
1 Information als neuer Wettbewerbsfaktor: Dieses Kapitel erläutert die wachsende Bedeutung von Informationen als strategischer Rohstoff und kritischer Erfolgsfaktor in global vernetzten Wirtschaftsprozessen.
2 Supply Chain Management: Das Kapitel führt den modernen Ansatz des Supply Networks ein und diskutiert die notwendige Koordination sowie die Rolle der IT bei der Bewältigung der steigenden Komplexität in Lieferketten.
3 Advanced Planning and Scheduling: Hier werden APS-Systeme als Werkzeuge zur integrierten Planung definiert und die Konzepte Available to Promise sowie Capable to Promise als Methoden der globalen Verfügbarkeitsprüfung detailliert vorgestellt.
4 Simulation in der Logistik: Dieses Kapitel widmet sich der Simulation als Planungsinstrument, erläutert die Modellbildung mittels Petri-Netzen und beschreibt die Anwendung des Simulationstools PACE.
5 Simulation des ATP/CTP-Konzepts: Der Kernteil der Arbeit präsentiert die Entwicklung und Analyse verschiedener Simulationsszenarien zur Untersuchung des ATP-Konzepts als Instrument für eine effiziente netzweite Koordination.
6 Management Summary: Das abschließende Kapitel fasst die wesentlichen Erkenntnisse der Arbeit zusammen und hebt die Bedeutung von Informationstransparenz und IT-gestützter Koordination für den Wettbewerb hervor.
Supply Chain Management, Supply Network, Advanced Planning and Scheduling, Simulation, ATP, CTP, Informationstransparenz, Logistik, Petri-Netze, PACE, Bestandsmanagement, Koordination, Verfügbarkeitsprüfung, Beschaffungsnetzwerk, Information Supply Chain Management
Die Arbeit befasst sich mit der Optimierung von Planungsprozessen in globalen Lieferketten durch den Einsatz von Simulationsmodellen und IT-gestützten Verfügbarkeitsprüfungen.
Die zentralen Themen sind Supply Chain Management, die Anwendung von Advanced Planning and Scheduling (APS) sowie die Simulation logistischer Prozesse zur Verbesserung der Koordination.
Ziel ist die Analyse, ob und wie die Konzepte Available to Promise (ATP) und Capable to Promise (CTP) als dezentrale Koordinationsinstrumente innerhalb von Supply Networks zur Effizienzsteigerung beitragen können.
Die Arbeit nutzt die Technik der Simulation. Dabei werden Modelle mittels Petri-Netzen erstellt und mit dem Software-Tool PACE in verschiedenen Szenarien getestet.
Der Hauptteil behandelt die theoretischen Grundlagen des Supply Chain Managements und APS-Systeme, die methodische Einführung in die Simulation sowie die konkrete Modellierung und Auswertung verschiedener Kooperationsszenarien.
Wichtige Begriffe sind insbesondere Supply Network, Simulation, ATP/CTP, Koordination, Informationstransparenz und Prozessmodellierung.
Während ATP primär den bereits verfügbaren Lagerbestand für Kundenanfragen prüft, bezieht CTP zusätzlich freie Kapazitäten in die Planung ein, was eine dynamischere Reaktion auf neue Aufträge ermöglicht.
Die Simulation zeigt, dass eine koordinierte Zusammenarbeit (dezentral oder zentral) zwischen konkurrierenden Lieferanten die Lagerbestände signifikant senken und die Kundenzufriedenheit erhöhen kann, sofern ein gewisses Maß an Informationstransparenz besteht.
Das Supply Network bildet die Realität komplexer, verflochtener Beziehungen zwischen vielen Partnern besser ab, wohingegen die klassische Lieferkette oft als zu starr und einseitig betrachtet wird.
IT-Systeme wie APS dienen als unverzichtbarer "Enabler", da sie die notwendige netzweite Transparenz und den schnellen Informationsaustausch zwischen den Akteuren erst technisch ermöglichen.
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