Diplomarbeit, 2006
68 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Der Qualitätsbegriff
2.1 Qualitätswahrnehmung
2.1.1 Subjektiver Qualitätsbegriff
2.1.2 Objektiver Qualitätsbegriff
2.1.3 Teleologischer Qualitätsbegriff
2.2 Qualitätsdimensionen
2.3 Qualitätsurteile der Stiftung Warentest
3. Preis und Konsumentenverhalten
3.1 Der Preisbegriff
3.2 Klassische und verhaltensorientierte Preistheorien
3.3 Der Begriff des Konsumentenverhaltens
3.4 Verhaltenstheoretische Konstrukte der Preistheorie
3.4.1 Preisverhalten
3.4.2 Preisinteresse
3.4.3 Preiskenntnis
3.4.4 Preiswahrnehmung
3.4.5 Preisbeurteilung
3.4.5.1 Preisgünstigkeitsurteil
3.4.5.2 Preiswürdigkeitsurteil
4. Preisorientierte Qualitätsbeurteilung
4.1 Hintergrund
4.2 Einflußfaktoren
4.3 Die Preiswürdigkeitsfunktion
4.4 Die Dynamik der preislichen Qualitätsindikation
4.5 Warentesturteile
5. Preis-Qualitäts-Relationen
5.1 Bisherige Erkenntnisse nationaler Studien im Überblick
5.2 Der Ansatz von Diller
5.3 Die fortführende Studie von Fürst, Heil und Daniel
5.4 Die länderübergreifende Studie von Faulds und Lonial
5.5 Die Interpretation von Imkamp
6. Schlußbetrachtungen
Die Arbeit analysiert die Rolle des Preises als Qualitätsindikator aus verhaltenswissenschaftlicher Perspektive und untersucht, inwieweit Konsumenten bei Kaufentscheidungen dazu neigen, auf die Produktqualität zu schließen. Ziel ist es, die Diskrepanz zwischen der in der Forschung häufig als gering nachgewiesenen Preis-Qualitäts-Korrelation und dem hohen Vertrauen der Konsumenten in den Preis als Indikator aufzuklären.
3.4.1 Preisverhalten
Das Preisverhalten eignet sich generell zur Erklärung von Konsumentscheidungen, wie beispielsweise bei der Wahl der Einkaufstätte oder der Markenauswahl. Wird das Preisverhalten als Teilbereich des Käuferverhaltens betrachtet, bezieht es sich auf die inneren Vorgänge des Konsumenten und beschreibt das Verhalten der Verbraucher gegenüber dem Preis bzw. gegenüber Preisinformationen von Produkten und Dienstleistungen.
Informationen kommen im Rahmen der Informationsverarbeitung zustande und sind das Ergebnis wahrgenommener und in Beziehung zu anderen intern verarbeiteten Informationen gesetzten Stimuli, wie beispielsweise der Preis oder die Qualität eines Produkts. Preisinformationen sind somit Gegenstand des Informationsverarbeitungsprozesses.
Das Preisverhalten läßt die Fragen aufwerfen: welche Motive den Konsumenten veranlassen, nach Preisinformationen zu suchen, wie der Verbraucher objektive Produktpreise subjektiv einstuft, welche Einflußfaktoren im Preisverhalten wirksam werden und welche Schritte die wahrgenommenen Preisinformationen innerhalb des Preisbeurteilungsprozesses kennzeichnen.
Diller definiert das Preisverhalten als “zusammenfassende Maßeinheit für jenen Ausschnitt des Verhaltens des Konsumenten, welcher sich auf den Preis als Merkmal von Entscheidungsalternativen im Rahmen von Einkaufsentscheidungen und auf Preisinformationen, d. h. auf durch Wahrnehmungen vermitteltes Wissen über den Preis, bezieht.“
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die zwei Funktionen des Preises aus Verbrauchersicht und führt in die Problematik der widersprüchlichen Forschungsergebnisse zur Preis-Qualitäts-Korrelation ein.
2. Der Qualitätsbegriff: Dieses Kapitel differenziert zwischen subjektiven, objektiven und teleologischen Qualitätsbegriffen und erörtert deren Bedeutung für das Marketing.
3. Preis und Konsumentenverhalten: Es werden preis- und verhaltenstheoretische Grundmodelle sowie die psychologischen Konstrukte des Preisverhaltens detailliert erläutert.
4. Preisorientierte Qualitätsbeurteilung: Das Kapitel untersucht die Faktoren, die Konsumenten veranlassen, den Preis als Maßstab für Qualität zu nutzen, sowie die Dynamik dieser Einschätzung.
5. Preis-Qualitäts-Relationen: Eine ausführliche Analyse empirischer Studien von nationalen und internationalen Untersuchungen zur Stärke der Preis-Qualitäts-Korrelation.
6. Schlußbetrachtungen: Die Arbeit fasst zusammen, dass die Preis-Qualitäts-Korrelation in Warentests meist niedrig ist, und skizziert Ansätze für zukünftige Forschung zur genaueren Bestimmung dieser Beziehung.
Preis, Produktqualität, Qualitätsindikator, Konsumentenverhalten, Preis-Qualitäts-Korrelation, Stiftung Warentest, Preisverhalten, Preiswahrnehmung, Preisbeurteilung, Kaufentscheidung, Preistheorie, Verbraucherpsychologie, Preisgünstigkeitsurteil, Preiswürdigkeitsurteil, Qualitätsrisiko.
Die Arbeit analysiert die Hypothese, ob und unter welchen Bedingungen Konsumenten den Preis eines Produkts als Indikator für dessen Qualität verwenden, obwohl empirische Daten oft einen nur schwachen Zusammenhang zeigen.
Die zentralen Themen umfassen die verhaltenswissenschaftliche Preistheorie, verschiedene Qualitätskonzepte, Modelle des Konsumentenverhaltens und eine fundierte empirische Auswertung von Testdaten.
Das Ziel ist es, die Gründe für die Diskrepanz zwischen der objektiv oft niedrigen Preis-Qualitäts-Korrelation und dem subjektiv hohen Vertrauen der Verbraucher in den Preis als Qualitätsmaßstab aufzudecken.
Es erfolgt eine Literaturanalyse grundlegender Preistheorien sowie eine komparative Längsschnittanalyse von empirischen Ergebnissen der Stiftung Warentest aus verschiedenen Jahrzehnten.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen des Konsumentenverhaltens, die Analyse von Einflussfaktoren auf die preisorientierte Qualitätsbeurteilung und die kritische Würdigung empirischer Studien zu Preis-Qualitäts-Relationen.
Die Arbeit ist durch Begriffe wie Preis-Qualitäts-Korrelation, Qualitätsrisiko, subjektive Preiswahrnehmung, Preiswürdigkeit und Warentest-Methodik geprägt.
Die Arbeit zeigt auf, dass Warentests primär auf die "Gebrauchstauglichkeit" fokussieren, während Konsumenten bei der Kaufentscheidung auch subjektive Aspekte wie Image oder Markenvertrauen in die Qualität einbeziehen.
Mit zunehmender Kauferfahrung und besserem Produktwissen sinkt die Abhängigkeit vom Preis als Qualitätsindikator, da der Konsument auf eigene positive oder negative Erfahrungen zurückgreifen kann.
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