Examensarbeit, 2010
60 Seiten, Note: 2,0
1. Einleitung
2. Methodik
3. Die Struktur der alpinen Landwirtschaft
3.1 Landwirtschaftliche Betriebstypen
3.1.1 Acker-Alp-Betriebe
3.1.2 Wiesen-Alp-Betriebe
3.1.3 Sonderkulturbetriebe
3.2 Wirtschaftliche Betrachtung der Hauptalpenstaaten
3.2.1 Italienische Alpen
3.2.2 Französische Alpen
3.2.3 Alpengebiete in der Schweiz, Österreich und Bayern
3.2.4 Slowenische Alpen
3.3 Fallstudie: Strukturwandel im Schweizer Berggebiet
3.3.1 Strukturwandel
3.3.2 Erwerbsquoten
3.4 Quo vadis, alpine Landwirtschaft?
4. Alpine Organisationen
4.1 Alpenkonvention
4.2 CIPRA
4.3 DAV – OEAV – AVS
4.4 Allianz in den Alpen
5. Alpen – Unique Selling Propositions
6. Öko-Produkte im Trend
7. Die Vision eines länderübergreifenden Alpen-Labels
7.1 Leitidee „Klasse statt Masse“
7.2 Personen und Akteure
7.3 Finanzierung
7.4 Problemfelder
7.5 Lösungsmöglichkeiten
8. Das Alpen-Label und die Vermarktung
8.1 Alpenmarketing - die Planung
8.2 Die Phasen des Marketing-Prozesses
8.3 Diversifikation alpiner Produkte
8.3.1 Horizontale Diversifikation
8.3.2 Vertikale Diversifikation
8.4 Käuferverhalten
8.5 Konsumententypen
8.6 Marktsegmentierung
8.7 Zielgruppenfindung
8.8 Markteinführung
8.9 Vertrieb
8.10 Konkurrenz
8.11 Werbebotschaft
8.12 Werbeformen
8.12.1 Klassische Medien
8.12.2 Neue Medien
8.13 Werbezeitraum
8.14 Werbedurchführung
8.15 Werbeetat
8.16 Werbezielsetzung
8.17 Homepage
8.17.1 Die Webseite des Alpen-Labels als Aushängeschild
8.17.2 Design der Firmen-Homepage
8.17.3 Keywords – Der Schlüssel zur Firmen-Webseite
8.17.4 Kennzeichen für die Kundengewinnung
8.18 Online-Shop: Eine Chance für den alpinen Lebensmittelabsatz?
9. Alpine Qualitätsmarken – Modelle in der Praxis
9.1 KOVIEH
9.2 Molkerei Berchtesgadener Land
9.3 So schmecken die Berge
9.4 BergBauer
10. Zusammenfassung
11. Literatur
Die vorliegende Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Herausforderungen einer gesamtheitlichen Vermarktungsstrategie für landwirtschaftliche Erzeugnisse im Alpenraum unter einer einheitlichen Qualitätsmarke. Das Ziel ist es, durch eine gezielte Markenbildung und Qualitätsorientierung die Wettbewerbsfähigkeit alpiner Produkte gegenüber der industriellen Massenproduktion zu stärken und damit langfristig zum Erhalt der alpinen Kulturlandschaft beizutragen.
3.1 Landwirtschaftliche Betriebstypen
Die vielfältigen Betriebstypen im Alpenraum lassen sich in 3 Hauptkategorien zusammenfassen.
3.1.1 Acker-Alp-Betriebe
Acker-Alp-Betriebe finden sich in den Französischen Alpen (ohne Alpenrand Grenoble – Genfer See), in den italienischen Alpen mit Ausnahme von Südtirol, in den Kantonen Wallis und Tessin sowie in Teilen von Graubünden und dem Oberinntal. Der Ackerbau ist hier traditionell stärker ausgeprägt als die Viehzucht. Im europäischen Vergleich zeigen sich die Strukturen aufgrund der Vielzahl an kleinen Betrieben, der hohen Besitzzersplitterung und der Realteilung nachteilig. Die Acker-Alp-Betriebe gehen in allen Ländern stark zurück, lediglich an den Gunststandorten finden sich noch höhere Konzentrationen von großen Betrieben.
In den Talböden werden Spezialkulturen angebaut, im Gebirgsraum dominiert die Viehwirtschaft. Letztere arbeitet zwar wirtschaftlich rentabel, jedoch unter hoher Belastung der Umwelt und nicht im Sinne der ökologische Nachhaltigkeit.
3.1.2 Wiesen-Alp-Betriebe
In weiten Teilen der Schweizer Alpen, den Bayerischen Alpen, den Österreichischen Alpen mit Ausnahme des Oberinntals, in Südtirol und dem Alpenrand Grenoble-Genfer See finden sich Wiesen-Alp-Betriebe. Im Gegensatz zu den Acker-Alp-Betrieben ist hier die Viehwirtschaft seit jeher dominanter gewesen. Die geringe Parzellierung, das Anerbenrecht und die großen Höfe prägen diese Region. Wirtschaftlich gesehen stehen die Betriebe vergleichsweise gefestigt da, sind aber seit dem Ende des Zweiten Weltkriegs in der Zahl stark zurückgegangen, während sich die Betriebsgrößen erhöhten. Auch die Betriebe, die strukturell betrachtet die besten Voraussetzungen genießen, waren von den Rückgängen betroffen.
1. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet den Strukturwandel der Ernährungsgewohnheiten und die schwierige Konkurrenzsituation alpiner Produkte gegenüber der preisorientierten Massenware im Supermarkt.
2. Methodik: Der Autor erläutert die Verwendung von Fachliteratur, Expertenmeinungen und persönlich geführten Interviews als Basis für die Erarbeitung des Konzepts der gesamtheitlichen alpinen Vermarktung.
3. Die Struktur der alpinen Landwirtschaft: Dieses Kapitel analysiert die verschiedenen agrarstrukturellen Regionen der Alpen und beleuchtet die wirtschaftliche Lage in den Hauptalpenstaaten sowie den Strukturwandel anhand einer Fallstudie.
4. Alpine Organisationen: Es werden existierende alpine Organisationen vorgestellt, die über das notwendige Wissen und die Vernetzung verfügen, um als Träger für ein einheitliches Alpen-Label zu fungieren.
5. Alpen – Unique Selling Propositions: Hier werden die Alleinstellungsmerkmale des Alpenraums als Grundlage für ein erfolgreiches Marketing herausgearbeitet, wie etwa die positive Wahrnehmung der Bergwelt und der naturnahen Produktion.
6. Öko-Produkte im Trend: Das Kapitel belegt den nachhaltigen Trend hin zu biologisch erzeugten Lebensmitteln und ordnet die Chancen für alpine Qualitätsprodukte in diesem wachsenden Markt ein.
7. Die Vision eines länderübergreifenden Alpen-Labels: Hier wird die Vision einer Qualitätsmarke entworfen, die unter dem Leitspruch "Klasse statt Masse" die wirtschaftliche Situation der Landwirte durch neue Vermarktungsstrukturen stabilisieren soll.
8. Das Alpen-Label und die Vermarktung: Dieser umfassende Teil behandelt die praktische Marketingplanung, von der Marktanalyse über Diversifikationsstrategien bis hin zur konkreten Werbegestaltung und dem Aufbau einer Homepage.
9. Alpine Qualitätsmarken – Modelle in der Praxis: Anhand von Praxisbeispielen wie KOVIEH oder der Molkerei Berchtesgadener Land wird gezeigt, wie regionale Qualitätsmarken bereits heute erfolgreich operieren.
10. Zusammenfassung: Die Arbeit resümiert, dass eine alpenübergreifende Qualitätsmarke eine große Chance bietet, sofern die politische Kooperation gelingt und die Vermarktung konsequent auf Qualität statt Quantität setzt.
Alpen-Label, Alpine Landwirtschaft, Direktvermarktung, Qualitätsmarke, Nachhaltigkeit, Marketingstrategie, Bio-Produkte, Strukturwandel, Alpenkonvention, Diversifikation, Konsumentenverhalten, Regionalvermarktung, Markenbildung, Lebensmittelsektor, Wertschöpfungskette
Die Arbeit analysiert die Möglichkeiten, alpine landwirtschaftliche Erzeugnisse unter einer gemeinsamen, länderübergreifenden Qualitätsmarke (dem "Alpen-Label") erfolgreich zu vermarkten, um die wirtschaftliche Situation der Berglandwirtschaft zu verbessern.
Die Arbeit deckt die Struktur der alpinen Landwirtschaft, die Rolle bestehender alpiner Organisationen, die Marketingtheorie für hochwertige Nischenprodukte sowie die Potenziale des Online-Handels ab.
Das primäre Ziel ist der Entwurf eines Konzepts, wie durch eine stärkere Qualitätspositionierung der Wettbewerb gegen industrielle Massenware gewonnen und so die alpine Kulturlandschaft erhalten werden kann.
Es wurde eine Kombination aus der Analyse von Fachliteratur, Wirtschaftsdaten und Expertenmeinungen verwendet, ergänzt durch persönlich geführte Interviews mit Branchenexperten.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Bestandsaufnahme der agrarstrukturellen Gegebenheiten, die Vorstellung relevanter Institutionen sowie einen umfangreichen Marketingteil, der von der Planung über Zielgruppen bis hin zur Webpräsenz reicht.
Zentrale Begriffe sind das Alpen-Label, Alpine Landwirtschaft, Regionalvermarktung, Qualität, Nachhaltigkeit und Marketingstrategie.
Der Autor argumentiert, dass alpine Betriebe aufgrund der schwierigen geographischen Lage preislich nicht mit industrieller Massenproduktion konkurrieren können. Nur über eine überlegene Qualität und ein spezifisches Markenimage lässt sich ein rentabler Absatz erzielen.
Der Webauftritt wird als essenzielles "Aushängeschild" betrachtet, um das Image des Alpenraums zu vermitteln, Informationen über die Herkunft zu geben und durch Online-Shops den Absatz direkt mit der Markenbotschaft zu verknüpfen.
Zu den Kernproblemen zählen die Finanzierung, die Einigung der verschiedenen Akteure und politischer Ebenen auf eine gemeinsame Strategie sowie die Vermeidung eines Taktikspiels zwischen konkurrierenden regionalen Interessen.
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