Bachelorarbeit, 2014
37 Seiten, Note: 1,4
1. Einleitung
2. Definition von Inklusion in Bezug auf Schule
3. Das Recht aller auf inklusive Bildung – Der Artikel 24
4. Rolle und Bedeutung der Medien für die Gesellschaft
5. Begriffsbestimmung
6. Darstellung der Inklusion von Menschen mit Komplexen Behinderungen in ausgewählten Medien
6.1. Darstellung in der Fachliteratur
6.1.1 Artikel von Barbara Fornefeld: Alle reden von Bildung für alle – sind alle noch gemeint? Bildungsanspruch für Menschen mit Komplexer Behinderung.
6.1.2 Artikel von Theo Klauß: Vom Recht aller, alles Wichtige über die Welt zu erfahren.
6.1.3 Artikel von Hans Weiß: Bildungsrecht und Bildungsrealität von Kindern und Jugendlichen mit schwerer Behinderung – eine Problemskizze.
6.2 Darstellung im Medium Fernsehen
6.2.1 Beitrag im ZDF: Gemeinsam lernen
6.3 Darstellung im Medium Zeitung
6.3.1 Spiegel- Artikel von Susanne Kailitz: Behinderte Schüler: Na bitte, es geht doch.
6.3.2 FAZ- Artikel von Julia Schaaf: Woanders sein oder mittendrin?
6.3.3 ZEIT- Artikel von Sandra Roth: Sie kann lächeln.
7. Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht, wie Literatur und Medien die Gruppe der Kinder und Jugendlichen mit komplexen Behinderungen im Kontext eines inklusiven Schulsystems darstellen und ob deren Teilhabe am inklusiven Unterricht gesellschaftlich als sinnvoll bewertet wird.
6.1.1 Artikel von Barbara Fornefeld: Alle reden von Bildung für alle – sind alle noch gemeint? Bildungsanspruch für Menschen mit Komplexer Behinderung.
Barbara Fornefeld weist zu Beginn ihres Artikels darauf hin, dass die allgemeinen Verbesserungen im Leben von Menschen mit physischen und/oder kognitiven Beeinträchtigungen hinsichtlich mehr Teilhabe am gesellschaftlichen Leben nicht für die Menschen gelten, für die sie den Begriff Menschen mit Komplexer Behinderung entwickelt hat. Schlimmer noch, diese Menschen erleben aus ihrer Sicht regelmäßig Diskriminierungen in Form von Nicht- Gewährleistung von Hilfsmitteln, stadtnahen Wohnungen und Ähnlichem. Die UN- Behindertenrechtskonvention enthält den etwas schwammigen Aufruf nach einer „`Bildung für alle´“. Fornefeld will untersuchen, ob Menschen mit Komplexer Behinderung durch diese Forderung in ihrem Menschrecht auf Bildungserhalt Unterstützung finden könnten, oder gar nicht gemeint sind.
Die von ihr untersuchte Personengruppe beschreibt Fornefeld unter anderem mit den Worten:
„Menschen mit Komplexer Behinderung entsprechen aufgrund ihrer physischen, psychischen und/oder kognitiven Beeinträchtigungen oder ihrer spezifischen Lebensumstände nicht den gängigen Selbstbestimmungs- und Integrationserwartungen. Sie gelten als kostenintensiv und sind zur ´Restgruppe´ im Hilfesystem geworden.“
Ihre Bezeichnung war lange „Schwer- oder Schwerstmehrfachbehinderte“, heute spricht man meist vom „Menschen mit hohem/sehr hohem/besonderem/komplexem (Hilfe-)Bedarf“. Auch diese Formulierungen findet Fornefeld unpassend, da jeder Mensch Bedürfnisse hat und nicht klar ist, wie sich diese von „besonderen Bedürfnissen“ unterscheiden. Mithilfe eines Beispiels begründet Fornefeld die Verwendung des Begriffes der „Komplexen Behinderung“, der als: „[...] Attribut der Lebensbedingungen von Menschen mit Behinderung [zu verstehen ist], was durch die Großschreibung des Wortes `Komplex´ symbolisiert wird.“
1. Einleitung: Einführung in die Thematik der schulischen Inklusion und Problemstellung bezüglich der Darstellung von Kindern mit komplexen Behinderungen.
2. Definition von Inklusion in Bezug auf Schule: Erläuterung des Wandels von Integration zu Inklusion sowie der rechtlichen Basis durch die UN-Behindertenrechtskonvention.
3. Das Recht aller auf inklusive Bildung – Der Artikel 24: Detaillierte Betrachtung des Rechts auf Bildung für alle Menschen unabhängig von Beeinträchtigungen gemäß Artikel 24.
4. Rolle und Bedeutung der Medien für die Gesellschaft: Analyse der Funktion von Medien bei der Meinungsbildung innerhalb der Gesellschaft.
5. Begriffsbestimmung: Definition und kritische Auseinandersetzung mit dem Begriff der schweren mehrfachen Behinderung.
6. Darstellung der Inklusion von Menschen mit Komplexen Behinderungen in ausgewählten Medien: Analyse verschiedener Medienbeiträge aus Fachliteratur, TV und Zeitungen hinsichtlich ihrer Inklusionsberichterstattung.
7. Fazit: Zusammenfassende Bewertung der Ergebnisse und kritische Reflexion der medialen Sichtweise versus fachlicher Perspektive.
Inklusion, Schule, Komplexe Behinderung, Sonderpädagogik, Medienanalyse, Bildungsrecht, UN-Behindertenrechtskonvention, Integration, Teilhabe, Basale Stimulation, Schulreform, Behindertenhilfe, Mediale Haltung, Schulisches Lernen, Bildungsgerechtigkeit
Die Arbeit untersucht die mediale Berichterstattung über die schulische Inklusion von Kindern und Jugendlichen mit komplexen Behinderungen in Deutschland.
Die Themen umfassen die Definition von Inklusion, rechtliche Grundlagen, die Analyse verschiedener Medientypen und die kritische Auseinandersetzung mit dem Bildungsverständnis für schwer beeinträchtigte Kinder.
Es soll ermittelt werden, wie Literatur und Medien die Gruppe der Schüler mit komplexen Behinderungen darstellen und ob deren Teilnahme am inklusiven Unterricht als sinnvoll bewertet wird.
Die Arbeit nutzt eine qualitative Inhaltsanalyse von ausgewählten Artikeln aus der Fachliteratur sowie Beiträgen aus Fernsehen und überregionalen Tageszeitungen.
Im Hauptteil werden konkrete Medienbeispiele analysiert und mit fachpädagogischen Positionen von Experten wie Barbara Fornefeld, Theo Klauß und Hans Weiß in Beziehung gesetzt.
Wesentliche Begriffe sind Inklusion, Komplexe Behinderung, Medienanalyse, Sonderpädagogik und Bildungsanspruch.
Der Begriff wird als Attribut der Lebensbedingungen eingeführt, um Menschen nicht auf ihre Defizite zu reduzieren und Rechtsansprüche auf Bildung zu unterstreichen.
Die Autorin kritisiert, dass Medien oft die Lerneffekte der nicht beeinträchtigten Schüler betonen, anstatt die eigentlichen Bedürfnisse und Bildungsmöglichkeiten der Kinder mit komplexen Behinderungen in den Fokus zu rücken.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

