Bachelorarbeit, 2013
56 Seiten, Note: 1,7
1 Einleitung
2 Beschreibung partizipativer Preismechanismen
2.1 Klassifizierung
2.2 Pay-What-You-Want (PWYW)
2.3 Name-Your-Own-Price (NYOP)
2.4 Gegenüberstellung von PWYW und NYOP
2.4.1 Gemeinsamkeiten
2.4.2 Unterschiede
3 Anwendungsbereiche im Internet
3.1 Eigenschaften des Internets
3.2 Anwendung in der Praxis
4 Anwendung auf die Musikindustrie im Internet
4.1 Rationales Konsumentenverhalten
4.2 Einflussfaktoren unter PWYW
4.3 Gründe für das Gebotsverhalten bei NYOP
4.4 Nutzung zur Bekämpfung von Musikpiraterie
4.4.1 Motive für Piraterie
4.4.2 Auswirkungen des Einsatzes von PWYW
5 Zusammenfassung
Diese Arbeit vergleicht die partizipativen Preismechanismen Pay-What-You-Want (PWYW) und Name-Your-Own-Price (NYOP) im Internet. Ziel ist es, deren Gemeinsamkeiten und Unterschiede herauszuarbeiten, Erfolgsfaktoren für den Einsatz in der Musikindustrie zu identifizieren und Potenziale zur Bekämpfung illegaler Downloads zu evaluieren.
2.2 Pay-What-You-Want (PWYW)
Pay-What-You-Want (PWYW) gehört zu den Preismechanismen, bei denen sich lediglich ein Käufer und ein Verkäufer gegenüberstehen. Dadurch existiert zwischen den einzelnen Käufern solange keine Konkurrenz, bis der Verkäufer ein limitiertes Produkt zum Kauf anbietet. Entsprechend erhält derjenige Käufer das Produkt, der zuerst einen Preis abgegeben hat. Das besondere an PWYW ist, dass der Käufer die vollkommene Entscheidungskompetenz bezüglich des Preises besitzt. Entscheidet sich der Verkäufer dafür, seine Produkte mit Hilfe von PWYW am Markt anzubieten, transferiert er somit den gesamten Entscheidungsprozess über den Preis an den Käufer. Der Ablauf der Preisfindung unter PWYW wird in Anlehnung an Kim, Natter und Spann in Abbildung 2 illustriert.
Am Anfang des Entscheidungsprozesses hat der Käufer die Möglichkeit, einen beliebigen Preis für das Angebot festzulegen. Dabei kann der festgelegte Preis im Intervall zwischen null und unendlich liegen. Die Höhe des bezahlten Preises bestimmen zwei Komponenten. Zum Einen ist die Höhe abhängig von dem jeweiligen internen Referenzpreis des Produkts. Die Bildung dieses internen Referenzpreises kann wiederum auf drei verschiedenen Wegen geschehen: (1) Ableitung des internen Referenzpreises von Preisen aus vergangenen Perioden, (2) Bildung des internen Referenzpreises anhand eines gewichteten Durchschnitts vergangener Preise, (3) Bestimmung des internen Referenzpreises mit Hilfe der Preise vergangener Markenkäufe. Die zweite Komponente für die Höhe des Preises ist der Anteil des Referenzpreises, den der Käufer bereit ist an den Verkäufer abzugeben. Dieser Anteil wird durch verschiedene Einflussfaktoren, die die Wahrnehmung des Käufers bezüglich des Produkts und des Services beeinflussen, bestimmt. Hat der Käufer den Preis festgelegt, muss der Verkäufer akzeptieren und die Transaktion zum genannten Preis durchführen. Unter PWYW gibt es keine Möglichkeit für den Verkäufer, eine geheime Preisschwelle zu implementieren, die vor Preisen unter den jeweiligen Kosten absichert. Der Anbieter hat demnach keine Möglichkeit, von seinem Produktangebot zurückzutreten.
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Verbreitung von Musikpiraterie im Internet und hinterfragt, ob innovative Preismechanismen als Ergänzung zur konventionellen Musikvermarktung dienen können.
2 Beschreibung partizipativer Preismechanismen: Dieses Kapitel klassifiziert partizipative Preismechanismen und beschreibt detailliert die Funktionsweisen von PWYW und NYOP sowie deren Unterschiede und Gemeinsamkeiten.
3 Anwendungsbereiche im Internet: Es werden die spezifischen Eigenschaften des Internets analysiert, die einen erfolgreichen Einsatz partizipativer Preismechanismen begünstigen, sowie Praxisbeispiele vorgestellt.
4 Anwendung auf die Musikindustrie im Internet: Hier wird das Konsumentenverhalten spieltheoretisch beleuchtet, Einflussfaktoren unter PWYW untersucht, Gebotsgründe bei NYOP erklärt und die Nutzung der Mechanismen zur Bekämpfung von Musikpiraterie diskutiert.
5 Zusammenfassung: Die Ergebnisse der Arbeit werden zusammengefasst, wobei die Mechanismen als geeignete Instrumente zur Gewinnsteigerung und Neukundengewinnung, aber mit unterschiedlichen Anforderungen an das Design, identifiziert werden.
Partizipative Preismechanismen, Pay-What-You-Want, Name-Your-Own-Price, Internet, Musikindustrie, Musikpiraterie, Konsumentenverhalten, Zahlungsbereitschaft, Referenzpreis, Fairness, Reziprozität, Altruismus, Preisdifferenzierung, Onlinehandel.
Die Arbeit untersucht den Einsatz von partizipativen Preismechanismen, speziell PWYW und NYOP, im Internet und vergleicht diese hinsichtlich ihrer Anwendbarkeit und Effekte, besonders im Kontext der digitalen Musikindustrie.
Zentrale Themen sind die Preisgestaltung durch den Konsumenten, die ökonomischen und psychologischen Einflussfaktoren auf das Preisgebungsverhalten sowie die Strategien der Musikindustrie zur Bekämpfung von illegalen Downloads.
Das Ziel ist der Vergleich von PWYW und NYOP, die Analyse der Erfolgsfaktoren für deren Einsatz in der Musikindustrie sowie die Untersuchung, ob und wie diese Mechanismen zur Eindämmung illegaler Musikdownloads beitragen können.
Die Arbeit basiert auf einer fundierten Literaturanalyse bestehender wissenschaftlicher Studien zu partizipativen Preismechanismen, spieltheoretischen Modellen und empirischen Untersuchungen zum Konsumentenverhalten.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Beschreibung der Mechanismen, die Analyse internetbasierter Voraussetzungen, die Übertragung auf die Musikindustrie inklusive Verhaltensanalyse und die Diskussion der Auswirkungen auf Musikpiraterie und Profitabilität.
Die Arbeit wird durch Begriffe wie Partizipative Preismechanismen, PWYW, NYOP, Musikindustrie, Musikpiraterie, Zahlungsbereitschaft und Konsumentenverhalten charakterisiert.
Der größte Unterschied liegt in der Absicherung: Während Verkäufer bei PWYW jeden Preis akzeptieren müssen, erlaubt NYOP die Implementierung einer geheimen Preisschwelle, um Verkäufe unter den Kosten zu vermeiden.
Fairness ist ein wesentlicher psychologischer Treiber; Konsumenten neigen dazu, einen freiwilligen Betrag zu zahlen, um das Angebot des Verkäufers zu würdigen und eine als fair empfundene Austauschrelation herzustellen.
Die Arbeit zeigt, dass PWYW durch die Ermöglichung legaler Downloads zum individuellen Preis (auch für einkommensschwache Gruppen) ein Instrument zur Eindämmung von Piraterie sein kann, sofern es sinnvoll mit festen Preisen kombiniert wird.
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