Diplomarbeit, 2008
126 Seiten, Note: 1,0
I EINFÜHRUNG
II ANTHROPOLOGIE UND PÄDAGOGIK
1. DIE DIALEKTIK DES MENSCHEN UND DER ERZIEHUNG
1.1 BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
1.1.1 Dialektik
1.1.2 Mensch
1.1.3 Erziehung
1.2 KÖRPER UND GEIST
1.2.1 Der Mensch als Person
1.2.2 Körper und Leib
1.2.3 Geist
1.2.4 Das Verhältnis zwischen Körper und Geist
1.3 BEGEGNUNG DES MENSCHEN MIT DER WELT
1.3.1 Ich und Du
1.3.2 Individuum und Gemeinschaft
1.4 FÜHREN ODER WACHSENLASSEN
1.4.1 Führen
1.4.1.1 Erziehung als Kunst und Technik
1.4.1.2 Das Problem beim Erziehen als bloßes Führen
1.4.1.3 Das Positive am Erziehen als Führen
1.4.2 Wachsen lassen
1.4.2.1 Erziehung als Pflege
1.4.2.2 Das Problem beim Erziehen als bloßes Wachsen lassen
1.4.2.3 Das Positive am Erziehen als Wachsenlassen
1.4.3 Einführen
1.4.3.1 Folgerungen für Bildungsideale
1.4.3.2 Der Erzieher als „Anwalt der Seele und des objektiven Geistes“
2. DIE BEZIEHUNG ZWISCHEN ERZIEHER UND ZU ERZIEHENDEM
2.1 ERZIEHUNG ALS SOZIALE INTERAKTION UND SOZIALE KOMMUNIKATION
2.2 ERZIEHUNG ALS BEGEGNUNG
2.3 ERZIEHUNG UND AUTORITÄT
3. LEISTUNGSERZIEHUNG UND SOZIALERZIEHUNG
3.1 LEISTUNGSERZIEHUNG
3.1.1 Die Leistungsgesellschaft und ihr Leistungsbegriff
3.1.2 Der Leistungsbegriff in der Pädagogik
3.2 SOZIALERZIEHUNG
3.2.1 Die Notwendigkeit von Sozialerziehung
3.2.2 Freiheit und Abhängigkeit
4. LEBENSWELTORIENTIERUNG
4.1 LEBENSWELTORIENTIERUNG ALS KONZEPT DER SOZIALEN ARBEIT
4.2 DIE AMBIVALENZ DES ALLTAGS
4.3 LEBENSWELTORIENTIERUNG ALS HILFE ZUR LEBENSBEWÄLTIGUNG
4.4 DIE PRAXIS DER LEBENSWELTORIENTIERUNG
5. FREIZEITERZIEHUNG
III FREIZEITVERHALTEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN
1. DEMOGRAPHISCHER WANDEL
2. HAUPTASPEKTE DES HEUTIGEN FREIZEITVERHALTENS
2.1 VERHÄUSLICHUNG DER FREIZEIT
2.2 VERINSELUNG DER FREIZEIT
3. FREIZEIT UND SPORT
3.1 SPORT ALS FREIZEITBESCHÄFTIGUNG
3.2 SPORT IN SPORTVEREINEN
IV SPORT, SPIEL, TRAINING UND WETTKAMPF
1. BEGRIFFSERKLÄRUNGEN
1.1 SPORT
1.2 SPIEL
1.3 TRAINING
1.4 WETTKAMPF
2. LEISTEN UND LEISTUNG IM SPORT
2.1 BEDINGUNGEN FÜR LEISTUNG IM SPORT
2.2 BEZUGSNORMEN ZUR KENNZEICHNUNG VON LEISTUNG IM SPORT
2.3 LEISTUNG IM WETTKAMPF
3. WETTKAMPF
3.1 WETTKAMPF ALS TRAININGSZIEL
3.2 WETTKAMPF ALS TRAININGSMITTEL
3.3 WETTKAMPF UND PÄDAGOGIK
3.4 DIE OLYMPISCHE IDEE
4. ERKENNEN FÜR DEN ALLTAG DURCH ERLEBEN IM SPORT
V JUDO
1. GRUNDLAGEN DES JUDO
1.1 JUJUTSU UND JUDO – BEGRIFFSERKLÄRUNG
1.2 SETSURITSU – DIE GRÜNDUNG DES JUDO
1.3 WAZA – DIE TECHNIKEN DES JUDO
1.4 RANDORI, KATA UND SHIAI – DIE TRAININGSMETHODEN DES JUDO
1.5 DIE JUDO-PRINZIPIEN
1.5.1 Sei-Ryoku-Zen-Yo – Das technische Prinzip
1.5.2 Ji-Ta-Kyo-Ei – Das moralische Prinzip
2. RAHMENBEDINGUNGEN DES JUDO
2.1 DOJO – DER ORT ZUM ÜBEN DES WEGES
2.2 JUDOGI – DIE JUDO-BEKLEIDUNG
2.3 REI – DER GRUß
2.4 DIE JUDOWERTE
3. SHIAI - WETTKÄMPFE IM JUDO
3.1 ENTWICKLUNG DER WETTKÄMPFE
3.2 DIE AKTUELLE BEDEUTUNG DER WETTKÄMPFE
4. LEHRER UND SCHÜLER IM JUDO
4.1 SENSEI – DER LEHRER
4.2 DESHI UND SENPAI – DER SCHÜLER
4.3 SHITEI – DIE LEHRER-SCHÜLER-BEZIEHUNG
VI (WETT-)KÄMPFEN IM JUDO AUS PÄDAGOGISCHER SICHT
1. JUDO UND PERSONALISATION
1.1 SICH DURCH JUDO ALS INDIVIDUUM BEGREIFEN
1.2 KÖRPER UND GEIST IM JUDO
2. BEGEGNUNGEN IM JUDO
2.1 BEGEGNUNGEN ZWISCHEN JUDOKA
2.2 BEGEGNUNGEN IN GEMEINSCHAFTEN
3. JUDO ALS MITTEL ODER ZWECK
3.1 JUDO ALS BLOßER ZWECK
3.2 JUDO ALS BLOßES MITTEL
3.3 JUDO ALS MITTEL UND ZWECK
3.3.1 Judospezifische Bildungsideale
3.3.2 Der Judo-Lehrer als Judoka und Erzieher
4. DER JUDO-LEHRER
4.1 SOZIALE INTERAKTION UND KOMMUNIKATION IM LEHR-LERN-PROZESS
4.2 DER JUDOLEHRER ALS PARTNER
4.3 DER JUDOLEHRER ALS AUTORITÄT
5. LEISTUNGSERZIEHUNG UND SOZIALERZIEHUNG IM JUDO
5.1 LEISTUNGSERZIEHUNG IM JUDO
5.1.1 Der Leistungsbegriff im Shiai
5.1.2 Der pädagogische Leistungsbegriff im Übungsprozess
5.1.3 Der Leistungsbegriff in weiteren Vergleichssituationen
5.2 SOZIALERZIEHUNG IM JUDO
6. DOJO UND ALLTAG
7. LEBENSWELTORIENTIERUNG IM JUDO
7.1 DER JUDOKA UND SEINE LEBENSWELT
7.2 JUDO ALS EIN LEBENSFELD
7.3 LEBENSWELTORIENTIERTE ORGANISATION VON JUDO-ANGEBOTEN
8. FREIZEIT UND JUDO
VII ZUSAMMENFASSUNG
Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, ein pädagogisches Grundverständnis darzulegen und dieses kritisch auf die sportlichen Möglichkeiten im Judo anzuwenden. Es soll untersucht werden, ob und inwieweit das sportliche Wettkämpfen im Judo dazu beitragen kann, Kinder und Jugendliche auf die Anforderungen ihres Alltags und ihres späteren Lebens vorzubereiten.
Die Dialektik des Menschen und der Erziehung
Im Folgenden wird näher auf die Zusammenhänge zwischen verschiedenen (vermeintlichen) Gegensätzen, die sich auf den Menschen an sich, seine Beziehungssysteme sowie auf unterschiedliche pädagogische Grundhaltungen beziehen, eingegangen.
Vor näheren Ausführungen soll hier zunächst der Versuch einer Bestimmung der hierfür elementaren Begriffe unternommen werden. Es ist vorauszuschicken, dass eine Definition im Sinne einer Erklärung durch das Auseinanderlegen der Begriffe hier nicht (vollständig) möglich ist. Eine solche Definition kann nach LITT (vgl. 1949, S. 15) niemals dem zu erkennenden Ganzen gerecht werden. Es geht bei dieser hier vorliegenden Aufgabenstellung eher darum, eine Ahnung von den existentiellen Inhalten zu bekommen, die niemals vollständig erklärt werden können. Dies sollte bei den folgenden Ausführungen Berücksichtigung finden.
I EINFÜHRUNG: Die Einleitung steckt den Rahmen der Arbeit ab und erläutert die Zielsetzung, eine pädagogische Grundauffassung auf Judo zu übertragen und das pädagogische Potenzial des Wettkämpfens zu untersuchen.
II ANTHROPOLOGIE UND PÄDAGOGIK: Dieses Kapitel liefert die theoretische Basis aus geisteswissenschaftlicher Perspektive, wobei Konzepte wie Dialektik, Erziehung, Leistung und Lebensweltorientierung intensiv beleuchtet werden.
III FREIZEITVERHALTEN VON KINDERN UND JUGENDLICHEN: Es wird die aktuelle Situation des Freizeitverhaltens beschrieben, wobei insbesondere die Phänomene der Verhäuslichung und Verinselung thematisiert werden.
IV SPORT, SPIEL, TRAINING UND WETTKAMPF: Hier erfolgt eine theoretische Einordnung von Leistung und Wettkampf im sportlichen Kontext, inklusive der pädagogischen Relevanz und der Olympischen Idee.
V JUDO: Dieser Abschnitt bietet einen fundierten Überblick über die Grundlagen, Geschichte, Techniken und Methoden des Judo sowie dessen Prinzipien.
VI (WETT-)KÄMPFEN IM JUDO AUS PÄDAGOGISCHER SICHT: Das Kernkapitel verknüpft die theoretischen Grundlagen aus Kapitel II mit der praktischen Realität des Judo und diskutiert das pädagogische Potenzial sowie die Lehrer-Schüler-Beziehung.
Pädagogik, Judo, Wettkampf, Erziehung, Leistungserziehung, Sozialerziehung, Lebensweltorientierung, Dialektik, Sportpädagogik, Personalisationshilfe, Anthropologie, Lehrer-Schüler-Beziehung, Handlungsfähigkeit, Autonomiebildung.
Die Arbeit untersucht das pädagogische Potenzial des Judo, insbesondere im Hinblick auf das Wettkampfkämpfen, um Kinder und Jugendliche in ihrer Alltagskontextualisierung und Persönlichkeitsentwicklung zu unterstützen.
Die zentralen Felder umfassen anthropologische und pädagogische Grundlagen, die Theorie der Sozialarbeit, das Konzept der Lebensweltorientierung, die Sportpädagogik sowie die spezifischen methodischen Ansätze des Judo.
Das Ziel ist die kritische Analyse, ob sportliches Wettkämpfen im Judo einen pädagogischen Beitrag leisten kann, um junge Menschen auf die Herausforderungen des Lebens vorzubereiten, ohne dabei den Wettkampf als einseitigen Zweck zu missbrauchen.
Die Arbeit basiert auf einem geisteswissenschaftlichen Blickwinkel, wobei die Methode des „Verstehens“ und die Dialektik als philosophisches Arbeitsinstrument im Zentrum stehen.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Herleitung anthropologischer und pädagogischer Prinzipien (Kapitel II) und deren direkte Verknüpfung mit Judo-spezifischen Inhalten (Kapitel V und VI).
Die Arbeit wird wesentlich durch Begriffe wie Pädagogik, Judo, Wettkampf, Sozialerziehung, Lebensweltorientierung und Personalisationshilfe geprägt.
Die Unterscheidung verdeutlicht, dass eine rein technokratische Anleitung („Führen“) den Menschen als bloßes Mittel reduziert, während ein bloßes „Wachsenlassen“ das Potenzial des Kulturguts Judo ignoriert. Der Lehrer soll beide Ansätze vermitteln, indem er in die Werte des Judo „einführt“.
Die Prinzipien „Bester Einsatz von Geist und Körper“ (technisch) und „Gegenseitige Hilfe für den wechselseitigen Fortschritt“ (moralisch) dienen als Richtschnur für die Werterziehung und ermöglichen eine moralische Entwicklung über den bloßen Sport hinaus.
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