Examensarbeit, 2012
73 Seiten, Note: 1,5
1. Einleitung
2. Theoretische Grundlagen
2.1. Begriffserklärungen
2.1.1 Begriffserklärung kooperatives Lernen
2.1.2 Erziehung zum und durch Sport
2.2 Kooperatives Lernen
2.2.1 Basiselemente kooperativen Lernens
2.2.2 Förderung kooperativer Fähigkeiten
2.2.3 Methoden
2.2.3.1 Gruppenturnier
2.2.3.2 Gruppenpuzzle
2.2.3.3 Konstruktive Kontroverse
2.2.3.4 Partner-Check
2.2.3.5 Platzdeckchen
2.2.4 Effektivität
2.2.4.1 Wissenserwerb
2.2.4.2 Soziale, motivationale und emotionale Lernziele
2.2.5 Kooperatives Lernen aus der Sicht von Schülerinnen und Schülern
2.2.6 Probleme der mangelnden Bereitschaft zur Kooperation
3. Die Erfüllung des >> Doppelauftrags << im Sport im Lehrplan Sport des Landes Hessen
4. Angemessen unterrichten: Kooperatives Lernen als Mittel zur Erziehung zum und durch Sport
4.1 Begründung der Eignung des Sports für kooperatives Lernen bei der Umsetzung der Erziehung zum und durch Sport
4.1.1 Kooperatives Lernen im Sportunterricht
4.1.2 Merkmale des Kooperativen Lernens im Sport
4.1.3 Merkmale des Lehrer- und Schülerhandelns
4.2 Praktische Umsetzungsbeispiele Kooperativen Lernens in ausgewählten Bewegungsfeldern des Schulsports unter den verschiedenen pädagogische Perspektiven
4.2.1 Laufen, skaten, fahren!
4.2.2 Völkerball - ein Klassiker mit Innovationspotential
4.2.3 Von der Individualleistung zum Gemeinschaftswerk
4.2.4 Fit? Na klar!
4.2.5 Bungee - Turnen im Sportunterricht
4.2.6 Le Parkour - do it yourself
5. Beispielprojekte: Kooperatives Lernen in Schulsportprojekten
5.1 Die bewegte Schule
5.2 Waveboard, Xlider und Freeline Skates
5.3 Gemeinsam nach oben
6. Resümee
Die Arbeit untersucht die Integration von kooperativem Lernen in den Sportunterricht als Methode, um sowohl den Bildungsauftrag (Erziehung zum Sport) als auch den erzieherischen Auftrag (Erziehung durch Sport) im Sinne des Doppelauftrags des hessischen Lehrplans zu erfüllen. Es wird analysiert, wie kooperative Lernformen soziale Kompetenzen, Motivation und Lernerfolg im Sport fördern können.
4.2.1. Laufen, skaten, fahren!
Im hier vorgestellten Unterrichtsbeispiel wird eine Variante von kooperativem Lernen in der Leichtathletik vorgestellt. Unter der Pädagogischen Perspektive "Das Leisten erfahren, verstehen und einschätzen" sollen Schüler in kooperativer Form einen Wettbewerb absolvieren, in den sie das Laufen, Inlineskaten und Radfahren (aus den Bewegungsfeldern: Laufen, Springen, Werfen und Fahren, Rollen, Gleiten) integrieren und dabei versuchen als Gruppe möglichst viele Runden zu absolvieren. (Brand & Turbanski 2005, S. 27)
Kooperatives Lernen und Leichtathletik zu verbinden scheint auf den ersten Blick nicht einfach. Bei einer Zielstellung wie: "weiter, höher, schneller" werden die Leistungsunterschiede zwischen den Schülern schnell deutlich. Um allen Schülern gerecht zu werden, muss die Lehrperson alternative Maßstäbe schaffen, damit jeder Schüler seine Leistung wertschätzen kann, individuelle Verantwortung übernimmt und seinen Beitrag für ein gutes Gruppenergebnis leisten kann. Die Leistungen der jeweiligen Schüler unterliegen dennoch einem übergeordneten festgelegten Maßstab, der jedoch für die einzelnen Disziplinen variiert. (Brand & Turbanski 2005, S. 27)
Am Beispiel des Themas Laufen, skaten, fahren! soll dies veranschaulicht werden. Da in dieser Unterrichtseinheit das Laufen, Inlineskaten und Radfahren miteinander kombiniert werden, müssen die Schüler eigene Fahrräder oder Inlineskates mit in die Schule bringen, wenn diese nicht bereits im Sortiment vorhanden sind. Der Vorbereitungsaufwand scheint hier relativ groß und es muss im Vorfeld abgeklärt werden, ob ausreichend Geräte vorhanden sind. Eine längerfristige Planung ist also nötig.
1. Einleitung: Die Arbeit thematisiert die Notwendigkeit, kooperatives Lernen in den Sportunterricht zu integrieren, um aktuelle Bildungsanforderungen wie Eigeninitiative und Kooperationsfähigkeit zu erfüllen.
2. Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert kooperatives Lernen und den Doppelauftrag des Sportunterrichts (Erziehung zum und durch Sport) und erläutert Basiselemente sowie verschiedene Methoden und deren Effektivität.
3. Die Erfüllung des >> Doppelauftrags << im Sport im Lehrplan Sport des Landes Hessen: Das Kapitel verortet das Konzept des erziehenden Sportunterrichts im hessischen Lehrplan und betont die Bedeutung der pädagogischen Perspektiven.
4. Angemessen unterrichten: Kooperatives Lernen als Mittel zur Erziehung zum und durch Sport: Hier werden die Eignung des Sports für kooperatives Lernen sowie Anforderungen an Lehrer- und Schülerhandeln beschrieben und konkrete Praxisbeispiele in verschiedenen Bewegungsfeldern dargestellt.
5. Beispielprojekte: Kooperatives Lernen in Schulsportprojekten: Dieses Kapitel beleuchtet Ansätze wie die "Bewegte Schule" und spezifische Projekte (z.B. Klettern), die über den reinen Sportunterricht hinausgehen.
6. Resümee: Die Arbeit schließt mit dem Fazit, dass kooperatives Lernen ein großes Potenzial zur Persönlichkeitsentwicklung im Sport bietet und Lehrer als sensible Begleiter der Lernprozesse fungieren sollten.
Kooperatives Lernen, Sportunterricht, Doppelauftrag, Erziehung zum Sport, Erziehung durch Sport, Gruppenarbeit, soziale Kompetenz, Pädagogische Perspektiven, Teamfähigkeit, Schulsport, Lehrplan Hessen, Bewegungsfelder, Motivation, Reflexion, Persönlichkeitsentwicklung
Die Arbeit untersucht, wie kooperative Lernformen im Sportunterricht eingesetzt werden können, um den Bildungs- und Erziehungsauftrag des Schulsports effektiv umzusetzen.
Die zentralen Themen sind die theoretische Fundierung kooperativen Lernens, dessen Bedeutung für den Doppelauftrag des Sportunterrichts und die praktische Anwendung in verschiedenen sportlichen Bewegungsfeldern.
Das Ziel ist es, den Beitrag kooperativer Methoden zur ganzheitlichen Persönlichkeitsentwicklung und zur Vermittlung von Schlüsselkompetenzen durch Sport aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer theoretischen Analyse aktueller pädagogischer Literatur und der Darstellung erprobter Praxisbeispiele aus dem Schulalltag.
Der Hauptteil umfasst die theoretischen Grundlagen, die Verankerung im Lehrplan Sport des Landes Hessen sowie eine detaillierte Ausarbeitung praktischer Unterrichtsbeispiele und Projekte.
Kooperatives Lernen, Sportunterricht, Doppelauftrag, soziale Kompetenzen, pädagogische Perspektiven und Persönlichkeitsentwicklung sind die Kernbegriffe.
Durch die Einteilung heterogener Gruppen, das Festlegen von klaren Regeln und die Rolle des Lehrers als Berater, der individuell unterstützt und Anforderungen anpasst.
Die Reflexion ermöglicht es den Schülern, ihre Gruppenarbeitsprozesse zu bewerten, Fehler zu korrigieren und soziale Interaktionen bewusst zu gestalten, was den Lernerfolg nachhaltig sichert.
Die "Bewegte Schule" erweitert das kooperative Lernen über den klassischen Sportunterricht hinaus in den Schulalltag und in außerunterrichtliche Projekte, um das Wohlbefinden und die Bewegungskultur zu stärken.
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