Bachelorarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 2,3
1 Einleitung
1.1 Persönlicher Bezug zum Thema
1.2 Das Anliegen dieser Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Definition und Bedeutung von Humandienstleistung
2.2 Definition und Bedeutung von Motivation und Handlung
2.3 Definition und Bedeutung von Arbeit und Beruf für Menschen
2.4 Definition und Bedeutung von Ökonomie
3 Die Aktuelle Situation auf dem Sozialmarkt
3.1 Im Vergleiche mit anderen Branchen
3.2 Krankenstand und seine Folgen für die Wirtschaft
3.3 Folgen des Krankenstands für den Arbeitgeber
3.4 Folgen für den Betroffenen arbeitsunfähigen Arbeitnehmer
3.5 Folgen des Krankenstands für die Arbeitskollegen
4 Pathogene Faktoren
4.1 Arbeitsstellenbedingte pathogene Faktoren
4.1.1 Pathogener Faktor- Arbeitszeit
4.1.2 Pathogener Faktor- psychische Anstrengung
4.1.3 Pathogener Faktor- Bewegungsablauf und Körperhaltung
4.1.4 Pathogener Faktor- Arbeitsumgebung
4.2 Arbeitnehmerbedingte pathogene Faktoren
4.2.1 Suchtmittel
4.2.2 Knappe soziale Ressourcen
4.2.3 Emotionsarbeit
5 Situationsanalyse- und Bewertungsinstrumente
5.1 Mitarbeiterbefragung
5.2 Arbeitssituationsanalyse
6 Maßnahmen des Arbeitgebers zur Senkung des Krankenstands
6.1 Arbeitszeitgestaltung
6.2 Psychisch förderliche Arbeitsgestaltung
6.3 Ganzheitliche Tätigkeitsgestaltung und Ergonomie des Arbeitsplatzes
6.4 Gesundheitsfördernde Arbeitsumgebung
6.5 Betriebliches Gesundheitsmanagement
6.5.1 Ziele des betrieblichen Gesundheitsmanagements
6.5.2 Methoden des betrieblichen Gesundheitsmanagements
6.5.3 Handlungsbereiche des betrieblichen Gesundheitsmanagements
7 Maßnahmen des AN zur Senkung der eigenen Gesundheitsrisiken
7.1 Ernährung, Bewegung und Stressverhalten
7.2 Sozialmaßnahmen
8 Resümee
9 Schluss
Die vorliegende Arbeit untersucht die Ursachen für den hohen Krankenstand in der Pflegebranche und analysiert, welche Faktoren diesen maßgeblich beeinflussen, um daraus fundierte Präventionsmaßnahmen für Unternehmen und Mitarbeiter abzuleiten.
4.1.4 Pathogener Faktor- Arbeitsumgebung
Die Belastung der Arbeitskraft durch Arbeitsumgebungsfaktoren kann unterschiedlichen Ursprungs sein. So sind für die Pflegefachkräfte das Licht, das Raumklima, Lärm, Strahlung und elektromagnetische Felder sowie gefährliche Arbeitsstoffe zu benennen.
Da das Licht in großem Maße den Stoffwechsel des menschlichen Körpers beeinflusst. Zahlreiche Hormone die zu einen natürlichen gesunden Funktionsweise des Menschen notwendig sind, werden durch die Sonneneinstrahlung auf der Haut benötigt. Ein dauerhafter Aufenthalt unter künstlichem Licht ohne Anteil von UV sowie Infrarot erhöht den Stresshormonspiegel des Mitarbeiters. Um die Beleuchtungsstärke zu verdeutlichen werden zwei Lichtquellen in Lux Benannt. Ein sonniger Tag hat demzufolge 100.000 Lux. Dazu in Vergleich gesetzt ein Pausenraum mit 200 Lux (vgl. Michaelis 2008,b:27). Der Vergleich macht die Differenz sehr deutlich. Eine zu geringe Beleuchtungsstärke führt kurzfristig zur Ermüdungserscheinungen, reduzierter Gehirnleistung und damit verbundenen Fehlerquote bei der Ausführung von Arbeit sowie einem Erhöhtem Unfallrisiko. Langfristig können Depressionen, Energielosigkeit, Schwäche des Immunsystems mit einhergehenden Folgen wie z.B. Herz,- Kreislauf,- Haut,- Verdauung,- Rheumaerkrankungen,- Osteoporose, Stoffwechselstörungen sowie Allergien entstehen. Künstliches Licht gehört einer Studie zu Folge mit 40 % zu den am stärksten belastenden Umgebungsfaktoren (vgl. Michaelis 2008,b:29).
Das Raumklima ist für den Beruf der Pflegefachkräfte ebenso wichtig, da sich diese zwangsläufig in geschlossenen Gebäuden aufhalten. Das Raumklima ist in vier Faktoren zu unterteilen- die Temperatur,- Feuchtigkeit,- Geschwindigkeit sowie Wärmeausstrahlung. Diese Faktoren können von erheblicher Bedeutung auf die menschliche Leistungsfähigkeit sein. Als ein ungünstiges Raumklima werden zu heiße oder zu kalte, zu trockene oder zu feuchte bzw. zugige Luft sowie große Temperaturschwankungen benannt. Durch ein ungünstiges Raumklima, können Erkältungskrankheiten, Allergien, Übelkeit, Schwindel, Bindehautentzündung sowie Kopfschmerzen als Austrocknung der Schleimhäute begünstigt werden. Der Aufenthalt der Pflegefachkräfte in Räumen die von Zugluft durchströmt werden, können zusätzlich muskuläre Verspannungen, Hals, Schulter sowie Nackenschmerzen auftrete (vgl. Michaelis 2008,b:30). Einer Studie zu Folge gehört eine
1 Einleitung: Die Verfasserin erläutert ihren persönlichen Zugang zum Thema und skizziert den Aufbau der Arbeit, die sich mit den Ursachen und Folgen des Krankenstands in der Pflege auseinandersetzt.
2 Grundlagen: Es werden grundlegende Begriffe wie Humandienstleistung, Motivation, Handlungslogiken, Arbeit und Ökonomie definiert, um den theoretischen Rahmen zu spannen.
3 Die Aktuelle Situation auf dem Sozialmarkt: Dieses Kapitel beschreibt die Ist-Situation in Pflegeberufen im Branchenvergleich und analysiert die weitreichenden ökonomischen sowie sozialen Folgen hoher Krankenstände für Arbeitgeber und Arbeitnehmer.
4 Pathogene Faktoren: Eine detaillierte Untersuchung der Auslöser für Krankheiten, unterteilt in arbeitsbedingte Faktoren (wie Zeitdruck oder Arbeitsumgebung) und mitarbeiterbedingte Faktoren (wie Suchtverhalten oder Emotionsarbeit).
5 Situationsanalyse- und Bewertungsinstrumente: Vorstellung verschiedener Methoden wie Mitarbeiterbefragungen und Analysen, um den Krankenstand und die Belastungssituation im Betrieb messbar zu machen.
6 Maßnahmen des Arbeitgebers zur Senkung des Krankenstands: Ausführliche Darstellung von Präventionsstrategien, einschließlich Arbeitszeitgestaltung und Betrieblichem Gesundheitsmanagement, basierend auf rechtlichen Grundlagen.
7 Maßnahmen des AN zur Senkung der eigenen Gesundheitsrisiken: Untersuchung der Möglichkeiten, wie der Einzelne durch Lebensstil, Ernährung, Bewegung und soziale Maßnahmen die eigene Gesundheit fördern kann.
8 Resümee: Die Verfasserin reflektiert die Ergebnisse, hinterfragt die Rolle des Patienten als "Kunde" und betont die Notwendigkeit ganzheitlicher Konzepte zur Gesundheitsförderung in Pflegeunternehmen.
9 Schluss: Eine zusammenfassende Betrachtung der erarbeiteten Präventionsstrategien und die Betonung der langfristigen Bedeutung für das Berufsbild "Pflegefachkraft".
Krankenstand, Pflegefachkräfte, Humandienstleistung, Arbeitsschutz, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Psychische Belastung, Arbeitszeitgestaltung, Emotionsarbeit, Motivationsfaktoren, Personalausfall, Prävention, Arbeitsumgebung, Arbeitgeberpflichten, Gesundheit am Arbeitsplatz, Arbeitsmarktlage
Die Arbeit beschäftigt sich mit den hohen Krankenstandsraten im Gesundheits- und Sozialsektor, insbesondere in der ambulanten Alten- und Krankenpflege, und analysiert die Ursachen sowie Lösungsansätze.
Zentrale Themen sind die Belastungsfaktoren am Arbeitsplatz, die ökonomischen Folgen von Ausfallzeiten, rechtliche Rahmenbedingungen für Arbeitgeber sowie Konzepte für das Betriebliche Gesundheitsmanagement.
Das Ziel ist es, durch eine fundierte Analyse der pathogenen Ursachen und der Folgen von Personalausfall, Strategien zur Senkung des Krankenstands aufzuzeigen, um die Wettbewerbsfähigkeit und Attraktivität der Pflegeberufe langfristig zu sichern.
Die Verfasserin nutzt eine Kombination aus Literaturanalyse aktueller Statistiken, Darstellung rechtlicher Grundlagen und der methodischen Erläuterung betrieblicher Analyseinstrumente (z.B. Mitarbeiterbefragung).
Der Hauptteil gliedert sich in die Identifikation und Einordnung pathogener Faktoren, die methodische Bewertung der Ist-Situation im Unternehmen sowie die Vorstellung konkreter Maßnahmen auf Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite.
Krankenstand, Pflege, Betriebliches Gesundheitsmanagement, Pathogene Faktoren, Arbeitsbedingungen, Personaleinsatzplanung, Gesundheit am Arbeitsplatz.
Die Arbeit differenziert bei den pathogenen Einflüssen zwischen äußeren Bedingungen (wie Arbeitszeit, Umgebung oder Mobbing) und internen Faktoren (wie Suchtmittelkonsum, soziale Ressourcen oder die eigene Emotionsarbeit).
Die Arbeit verdeutlicht anhand von Beispielkalkulationen, dass Ausfälle durch psychische Erkrankungen aufgrund längerer durchschnittlicher Fehlzeiten (ca. 22,5 Tage) deutlich kostenintensiver für den Arbeitgeber sind als etwa Atemwegserkrankungen.
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