Bachelorarbeit, 2014
74 Seiten, Note: 1,7
Philosophie - Theoretische (Erkenntnis, Wissenschaft, Logik, Sprache)
1. Einleitung
2. Der Zeitbegriff des Aristoteles
2.1. Die Zeit in der griechischen Philosophie
2.2. Aristoteles
2.2.1. Die Aporien
2.2.2. Doxographie
2.2.3. Zeit und Bewegung
2.2.4. Früher und Später
2.2.5. Die Zeit ist eine Zahl
2.3. Rezeption des aristotelischen Zeitbegriffes
3. Grundlagen der Relativitätstheorie
3.1. Zeit, Raum und Bewegung in der klassischen Physik
3.2. Die Spezielle Relativitätstheorie
3.2.1. Die Lichtgeschwindigkeit
3.2.2. Die Gleichzeitigkeit
3.2.3. Die Lorentz-Transformation
3.2.4. Die Längenkontraktion und die Zeitdilatation
3.2.5. Das Additionstheorem
3.2.6. Das Zwillingsparadoxon
3.2.7. Die Raumzeit
3.3. Die Allgemeine Relativitätstheorie
3.3.1.Grundlagen der Allgemeinen Relativitätstheorie
3.3.2. Die Feldgleichungen
3.3.3. Auswirkungen auf die Zeit
4. Vergleich des Zeitbegriffs von Aristoteles und Einstein
4.1. Unterschiede in der Darstellung
4.2. Zeit und Ordnung
4.3. Die absolute und die relative Zeit
4.4. Anfang und Ende der Zeit
4.5. Der Zeitfluss
4.6. Gegenwart und Ewigkeit
5. Résumé
Ziel dieser Arbeit ist ein fundierter Vergleich der Zeitauffassungen von Aristoteles und Einstein, um die unterschiedlichen philosophischen und physikalischen Herangehensweisen an das Phänomen Zeit herauszuarbeiten und deren Bedeutung für das moderne Weltbild zu verdeutlichen.
2.2.1. Die Aporien
Die Zeit wird bei Aristoteles in der „Physik“ und in der Kategorienschrift untersucht.
Die Kategorienschrift analysiert das Verhältnis zwischen der Zeit und der Kategorie des Wann.20
Für diese Arbeit sind die Ausführungen zum Wesen der Zeit in der „Physik“ wichtiger. Dort entwickelt Aristoteles eine systematische Wissenschaft der Natur. Er setzt sich mit den Ideen der früheren Philosophen auseinander und versucht durch genaue Begriffsbildung die Natur zu erschließen.
Im dritten Buch erläutert Aristoteles, warum eine umfassende Naturbetrachtung eine Analyse des Zeitbegriffs einschließt:
„ […] “21
Um die Naturbeschaffenheit zu verstehen, muss also die Veränderung untersucht werden; und um diese zu verstehen, müssen Begriffe wie „Ort“ und „Zeit“ betrachtet werden.
Im IV. Buch der Physik geht Aristoteles näher auf die Zeit ein. Er leitet seine Überlegungen mit Aporien ein, die dem Leser zeigen, wie schwer fassbar das Problem der Zeit ist. Anschließend folgt eine Doxografie, die dazu dient, den aktuellen Stand zum Thema darzustellen. Erst danach beginnt Aristoteles, systematisch seinen Zeitbegriff zu entwickeln.
Die erste Aporie22 betrachtet die Teile der Zeit. Inwieweit kann diesen ein „Sein“ zugesprochen werden? Denn die einen Teile sind nicht, weil sie vergangen sind und die anderen sind nicht, weil sie zukünftig sind.23
24
1. Einleitung: Einführung in die historische und physikalische Relevanz des Zeitbegriffs sowie Vorstellung der Fragestellung.
2. Der Zeitbegriff des Aristoteles: Detaillierte Untersuchung der aristotelischen Zeittheorie unter Berücksichtigung von Aporien, Bewegung und der Seele als zählendem Element.
3. Grundlagen der Relativitätstheorie: Darstellung der klassischen Physik und des Übergangs zur Speziellen und Allgemeinen Relativitätstheorie durch Einsteins Konzepte.
4. Vergleich des Zeitbegriffs von Aristoteles und Einstein: Synthese der Unterschiede hinsichtlich Darstellung, Ordnung, Absolutheit und des Zeitfluss-Verständnisses.
5. Résumé: Zusammenfassung der Kernergebnisse und einordnung der konträren, aber beide prägenden Zeitvorstellungen.
Zeit, Aristoteles, Einstein, Relativitätstheorie, Physik, Bewegung, Raumzeit, Gravitation, Aporien, Zeitdilatation, Jetzt, Kontinuum, Metrik, Zahl, Kosmos
Die Arbeit untersucht das philosophische und physikalische Problem der Zeit im Vergleich zwischen den antiken Ansätzen von Aristoteles und den modernen Theorien von Albert Einstein.
Die Untersuchung umfasst die griechische Naturphilosophie, klassische physikalische Bewegungsgesetze, die Spezielle sowie Allgemeine Relativitätstheorie und deren philosophische Implikationen.
Das Ziel ist der direkte Vergleich, wie beide Denker Zeit definieren, messen und in ihre Weltbilder integrieren, um Unterschiede und Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die zentrale Texte (Physik des Aristoteles, Einsteins Schriften zur Relativitätstheorie) interpretiert und vergleichend gegenüberstellt.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung des aristotelischen Zeitbegriffs, die physikalischen Grundlagen der Relativitätstheorie und einen abschließenden Vergleich der Konzepte.
Zeit, Bewegung, Relativitätstheorie, Gravitation, Raumzeit, Jetzt, Absolute Zeit und Zahl sind für das Verständnis der Arbeit essentiell.
Aristoteles definiert Zeit als die Zahl der Bewegung im Hinblick auf das Früher und Später, wobei die menschliche Seele das Jetzt als Grenze wahrnimmt und somit Zeit bildet.
Durch die Gravitation wird die Geometrie der Raumzeit gekrümmt, was dazu führt, dass Zeit in starken Gravitationsfeldern langsamer vergeht.
Während Aristoteles Zeit rein qualitativ als Zahl der Bewegung beschreibt, ist Zeit bei Einstein eine Variable in physikalischen Gleichungen, die direkt mit Raum, Geschwindigkeit und Energie verknüpft ist.
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