Bachelorarbeit, 2013
37 Seiten, Note: 3,0
1. Einleitung
2. Migration
2.1 Erläuterungen zu Migration
2.2 Definition - Migration
2.3 Migration – aktueller Zustand
3. Migration und Bildung
3.1 Ungleichheiten im Bildungssystem
3.2 Gegebenheiten im Bildungsalltag
3.3 Benachteiligungen im Bildungssystem
4. Spracherwerb
5. Bildungssprache
5.1 Definition - Bildungssprache
5.2 Wissenschaftlicher Bezug
5.3 Merkmale der Bildungssprache
6. Erwerb der Bildungssprache
6.1 Anforderungen der Schule
6.2 Erwerbsprobleme und allgemeine Schwierigkeiten
6.2.1 Leistungsunterschiede in der Sprachproduktion
6.2.2 Leistungsunterschiede im Hörverstehen
6.2.3 Auswertung
6.3 Möglichkeiten zur Förderung
7. Fazit
Die Arbeit untersucht die Erwerbsbedingungen der Bildungssprache bei Kindern mit Migrationshintergrund im deutschen Bildungssystem, beleuchtet dabei bestehende Hürden und diskutiert Ansätze für eine erfolgreiche sprachliche Förderung.
3.3 Benachteiligungen im Bildungssystem
Das Kinder und Jugendliche mit Migrationshintergrund Nachteile im deutschen Bildungssystem haben, behandelt auch Heike Diefenbach unter dem Titel „Kinder und Jugendliche aus Migrantenfamilien im deutschen Bildungssystem“ und erklärt, dass für die Erfassung dessen drei Anhaltspunkte für quantitative Bildungsforschung gültig sind: die Bildungsbeteiligung, die Schulleistung und der Bildungserfolg. Einige Daten, die für diese Indikatoren relevant sind:
• Die Beteiligung von Kindern mit Migrationshintergrund in Kindergärten unterscheidet sich kaum noch von der deutscher Kinder. Ihre Aussonderung zeigt sich jedoch in überproportionalen Zurückstellungen beim Schuleintritt.
• Die Überrepräsentanz ausländischer Kinder und Jugendlicher an Sonderschulen hat sich zu einem Dauerproblem verfestigt. Im Jahr 2002 lag im Bundesdurchschnitt die Wahrscheinlichkeit für ausländische Schülerinnen und Schüler, auf eine Sonderschule mit Förderschwerpunkt Lernen überwiesen zu werden, im Vergleich zu deutschen Gleichaltrigen um mehr als das Doppelte höher. Dabei ist die Spannbreite zwischen den Bundesländern wie auch zwischen einzelnen Nationalgruppen beträchtlich.
1. Einleitung: Diese Einleitung führt in die Relevanz der Bildungssprache bei Kindern mit Migrationshintergrund ein und skizziert die Problematik ungleicher Bildungschancen in Deutschland.
2. Migration: Das Kapitel definiert den Begriff der Migration und gibt einen Überblick über den aktuellen Zustand sowie die Beweggründe von Migrationsprozessen.
3. Migration und Bildung: Hier werden soziale Ungleichheiten im Schulsystem, Diskriminierungserfahrungen und die strukturellen Benachteiligungen von Schülern mit Migrationshintergrund thematisiert.
4. Spracherwerb: Dieser Abschnitt beschreibt die allgemeinen Grundlagen des kindlichen Spracherwerbs und dessen Bedeutung für die soziale und schulische Integration.
5. Bildungssprache: Das Kapitel definiert Bildungssprache, beleuchtet deren wissenschaftlichen Hintergrund und arbeitet wesentliche Merkmale heraus, die sie von der Alltagssprache abgrenzen.
6. Erwerb der Bildungssprache: Dieses Kapitel analysiert die schulischen Anforderungen, auftretende Schwierigkeiten beim Spracherwerb sowie konkrete Fördermöglichkeiten im Rahmen des Modellprogramms FörMig.
7. Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, kritisiert die bisherige Bildungspolitik und betont die Notwendigkeit eines professionelleren Umgangs mit sprachlicher Vielfalt.
Migration, Bildungssprache, Bildungssystem, Spracherwerb, Integrationspolitik, Schulerfolg, soziale Ungleichheit, FörMig, Migrationshintergrund, Sprachförderung, Zweitsprache, institutionelle Diskriminierung, Kompetenzentwicklung, Alltagsdeutsch, Schulleistung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit den Herausforderungen, denen Kinder mit Migrationshintergrund beim Erwerb der deutschen Bildungssprache gegenüberstehen.
Die zentralen Themen sind Migration, Bildungsgerechtigkeit, die Unterscheidung zwischen Alltags- und Bildungssprache sowie Konzepte zur effektiven Sprachförderung.
Das Ziel ist es, aufzuzeigen, warum Schüler mit Migrationshintergrund oft benachteiligt sind und welche Rolle die Beherrschung der Bildungssprache für ihren schulischen Erfolg spielt.
Die Arbeit nutzt eine theoretische Aufarbeitung bestehender Studien, bildungspolitischer Berichte und Erkenntnisse aus dem Modellprogramm FörMig.
Im Hauptteil werden der Spracherwerb, die Definition und Merkmale der Bildungssprache sowie die spezifischen Lernschwierigkeiten von Kindern mit Migrationshintergrund detailliert diskutiert.
Wichtige Begriffe sind Bildungssprache, Migrationshintergrund, soziale Benachteiligung, durchgängige Sprachbildung und schulische Integration.
Die PISA-Studie wird herangezogen, da sie maßgeblich dazu beigetragen hat, die Relevanz der Bildungssprache für den Schulerfolg wissenschaftlich in den Fokus zu rücken.
Mehrsprachigkeit wird als wertvolle Ressource betrachtet, die im Schulalltag gezielt genutzt werden sollte, statt sie durch Verbote zu unterdrücken.
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