Bachelorarbeit, 2013
79 Seiten
Medien / Kommunikation - Public Relations, Werbung, Marketing, Social Media
I. Einleitung
II. Reputation – Grundlagen
2.1. Image und Reputation
2.2. Definition Reputation
2.3. Reputation und Vertrauen
2.4. Reputation und deren Wirkung
2.5. Reputation – Gefährdung durch Rechtsstreitigkeiten
2.5.1. Die Medialisierung der Justiz
2.5.2. Nachrichtenfaktoren gerichtlicher Auseinandersetzungen
2.6. Fazit
III. Litigation-PR
3.1. Ursprünge
3.2. Definition und Beschreibung
3.2.1 Public Relations - Öffentlichkeitsarbeit
3.2.2 Litigation-PR
3.3. Ziele
3.3.1. Litigation-PR und das Reputationsmanagement
3.3.2. Litigation-PR in Abgrenzung zum Krisenmanagement
3.4. Einsatzgebiete und Funktion
3.4.1. Einsatzgebiet: Zivilprozesse
3.4.2. Einsatzgebiet: Strafprozesse
3.5. Fazit
IV. Schutz der Reputation durch Litigation-PR
4.1. Rechtliche Grundregeln
4.1.1. Pressekodex – Regeln zur Gerichtsberichterstattung
4.1.2. Persönlichkeitsrecht (Art. 2 Abs. 1 i.V.m. Art. 1 Abs.1 GG)
4.1.2.1. Beleidigung
4.1.2.2. Üble Nachrede
4.1.2.3. Verleumdung
4.1.3. Informationsinteresse der Öffentlichkeit
4.2. Kommunikative Handlungsstrategien für Litigation-PR
4.2.1. Die Zusammenarbeit mit den Medien
4.2.1.1. Der richtige Zeitpunkt der Litigation-PR
4.2.3.2. Macht der Bilder, Kompetenz, Erscheinungsbild
4.2.3.3. Kein Kommentar
4.2.3.4. Wahrheitsgehalt einer Information und Transparenz
4.2.2. Fazit
4.3. Die Media-Checkliste
4.4. Das CIR-System
4.4.1. Erster Schritt: Control
4.4.2. Zweiter Schritt: Information
4.4.3. Dritter Schritt: Response
4.5 Fazit
V. Bewertung und Ausblick der neuen Kommunikationsdisziplin für den Reputationsschutz
Die Bachelor-Thesis analysiert, wie die Reputation von Akteuren während juristischer Auseinandersetzungen durch strategische Rechtskommunikation (Litigation-PR) gewahrt und geschützt werden kann. Die zentrale Forschungsfrage ist, ob Litigation-PR als spezialisierte Kommunikationsdisziplin geeignet ist, den durch mediale Berichterstattung gefährdeten Ruf eines Reputationsträgers effektiv zu verteidigen.
2.5.2. Nachrichtenfaktoren gerichtlicher Auseinandersetzungen
In der Literatur werden die Auswahlkriterien der Journalisten als Nachrichtenfaktoren bezeichnet. Erfüllt ein Ereignis mehrere Nachrichtenfaktoren, erhöht sich der Nachrichtenwert. Nach La Roche sind Prominenz, Nähe, Gefühl, Fortschritt, Folgenschwere, Konflikt, Kampf, Dramatik, Kuriosität und Sex die Indikatoren für das Wecken menschlicher Neigungen und Interessen.
Auf rechtliche Verfahren treffen oftmals gleich mehrere der genannten Indikatoren zu, so dass das Medieninteresse und damit die Publikationswürdigkeit sehr hoch sind. Wenn Verstöße/Vergehen gegen das Recht und konventionelle Normen publiziert werden, dann werden bei dem Betroffenem und „bei denjenigen, die diesen Verstoß en Detail seziert und vorgeführt bekommen“ Emotionen provoziert. Verschiedene Formen wie Wut, Angst, Mitleid, Ärger, Besorgnis, Neid, Abscheu, Empörung, aber auch Faszination werden bei den Medienkonsumenten hervorgerufen. Dieses Emotionsspiel macht die Berichterstattung über juristische Auseinandersetzungen für Journalisten interessant.
Beispielhaft ist der Mannesmann-Prozess, in welchem Josef Ackermann, Mitglied des Aufsichtsratsausschusses für Vorstandsangelegenheiten der früheren Mannesmann AG, zusammen mit anderen Managern wegen Untreue angeklagt war, weil er dem Mannesmann-Management 58 Millionen Euro Abfindungen gewährte. Dies ereignete sich im Zusammenhang mit der Übernahme von Mannesmann durch Vodafone. Der erste Prozess 2004 endete mit einem Freispruch für alle Angeklagten, wogegen Revision eingelegt wurde. Der zweite Prozess wurde 2006 gegen eine Geldauflage eingestellt.
I. Einleitung: Die Einleitung beleuchtet das wachsende mediale Interesse an juristischen Auseinandersetzungen und die damit verbundene Gefahr für die Reputation des Angeklagten, die auf zwei Schauplätzen ausgetragen wird.
II. Reputation – Grundlagen: Dieses Kapitel definiert den Begriff der Reputation, grenzt ihn vom Image ab und erläutert dessen Bedeutung im ökonomischen Sinne sowie die Risiken durch Rechtsstreitigkeiten.
III. Litigation-PR: Hier werden Ursprünge und Definition der Litigation-PR dargelegt, ihre Ziele erläutert sowie eine Abgrenzung zum Krisenmanagement vorgenommen.
IV. Schutz der Reputation durch Litigation-PR: Das Hauptkapitel analysiert rechtliche Grundregeln, kommunikative Handlungsstrategien, die Media-Checkliste und das CIR-System als Instrumente zur Reputationssicherung.
V. Bewertung und Ausblick der neuen Kommunikationsdisziplin für den Reputationsschutz: Abschließende Zusammenfassung der Erkenntnisse und Einordnung der Bedeutung von Litigation-PR für die künftige Etablierung in Deutschland.
Litigation-PR, Reputation, Reputationsmanagement, Krisenkommunikation, Rechtskommunikation, Medienberichterstattung, Court of Public Opinion, Vertrauen, Glaubwürdigkeit, Nachrichtenfaktoren, CIR-System, Zivilprozesse, Strafprozesse, Persönlichkeitsrecht, Unternehmenskommunikation
Die Arbeit untersucht die kommunikative Begleitung von juristischen Auseinandersetzungen, bekannt als Litigation-PR, mit dem Ziel, die Reputation von beteiligten Unternehmen oder Personen zu schützen.
Zentrale Themen sind die theoretischen Grundlagen der Reputation, die Mechanismen der medialen Gerichtsberichterstattung sowie strategische Handlungsoptionen zur Beeinflussung der öffentlichen Meinung im Kontext rechtlicher Verfahren.
Das Ziel ist es, rechtliche Grundregeln und kommunikative Strategien zu analysieren, um zu bewerten, wie die Reputation durch Litigation-PR vor, während und nach Prozessen bewahrt werden kann.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse, die durch Fallbeispiele (wie den Mannesmann-Prozess oder den Schneider-Fall) und die Anwendung von Modellen wie der Media-Checkliste und dem CIR-System illustriert wird.
Im Hauptteil werden neben den rechtlichen Grundlagen (Persönlichkeitsrecht, Pressekodex) konkrete Strategien wie das CIR-System und der Umgang mit Medienvertretern als Frühwarn- und Steuerungsinstrumente detailliert untersucht.
Schlüsselbegriffe sind Litigation-PR, Reputation, Vertrauen, Court of Public Opinion, Medienberichterstattung und strategische Kommunikation.
Das Gericht der öffentlichen Meinung urteilt unabhängig vom rechtlichen Ausgang. Ein juristischer Freispruch bedeutet nicht zwangsläufig das Ende des medialen Reputationsschadens, weshalb die Litigation-PR hier ansetzen muss.
Das CIR-System steht für Control, Information und Response. Es ist ein prozessorientiertes Modell zur Sicherung von Kontaktpunkten, zum Informationsmanagement und zur Planung gezielter kommunikativer Reaktionen.
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