Fachbuch, 2014
75 Seiten
Platon
In den letzen Jahren des peloponnesischen Krieges
Lysis, Charmides
Protagoras
Die Kunst und der Mythos von Protagoras
Erster Dialog über die Einheit der Tugenden und Zwischenspiel
Ein Gedicht wird interpretiert
Zweiter Dialog über die Einheit der Tugenden: Die Tapferkeit
Zeit der Unsicherheit
Laches, Ion, Euthyphron, Theaetet (Ältester Teil)
Gorgias
Kallikles
Die Kritik der Athener Politik
Apologie, Kriton
Große Reise und Schulgründung
Menexenos
Timaios, Kritias
Die Ankündigung des Berichtes von Urathen und Atlantis
Die Rede des Timaios
Der Bericht von Urathen und Atlantis
Kratylos
Menon
Die Ideenlehre
Symposion
Phaidros
Noch drei Liebesreden
Die Redekunst
Phaidon
Der Staat
Thrasymachos (I)
Der gerechte Staat (II-VII)
Die Erziehung der Wächter (II-IV) – Die Gerechtigkeit
Die Stellung der Frauen und Kinder (V)
Die Herrschaft der Philosophen (V-VII) – Die Idee des Guten
Der ungerechte Staat (VIII-IX)
Das X. Buch
Die letzten zwanzig Jahre
Euthydemos
Theaetet (Der Exkurs über den Satz des Protagoras)
[Kratylos, Theaetet,] Parmenides, Sophistes, Politikos
Philebos
Gesetze
Das Ziel der Gesetzgebung: Die Erziehung der Gefühle (I-III)
Der Nutzen der Symposien für die Erziehung (I-II)
Geschichtliche Beispiele für die Folgen schlechter Erziehung (III)
Was ist Gerechtigkeit? (IV-VI)
Die Gesetze VI-XII
Der siebente Brief
Wahrscheinlich nicht von Platon stammende Werke
Von der Gerechtigkeit, Über die Tugend, Demodokes, Sisyphos
Hipparchos, Minos, Alkibiades
Theages, Alkibiades II, Kleitophon
Die Nebenbuhler, Eryxias, Axiochos
Hippias I, Hippias II
Philippos aus Opus: Epinomis
Das vorliegende Werk analysiert das philosophische Gesamtwerk Platons unter dem zentralen Fokus der fundamentalen ethischen Fragestellung „Wie soll ich leben?“. Die Arbeit untersucht, wie Platon in seinen verschiedenen Dialogen versucht, den Abgrund zwischen dem menschlichen Sein, dem Urteilsvermögen und den objektiven Strukturen der Welt durch Vernunft, Mathematik und Ideenlehre zu überbrücken.
Lysis, Charmides
Sokrates erzählt, wie er den Knaben Hippothales trifft, der ihn von seiner Verliebtheit in Lysis berichtet. Sokrates tadelt ihn, daß er mit seinem überschwenglichen Lob Lysis eingebildet und hochmütig macht und will ihm die rechte Weise zu Reden vorführen. Sie treffen Lysis mit Menexenos spielend auf den Stufen eines Tempels. Menexenos wird fortgerufen und Sokrates fragt Lysis, ob ihn seine Eltern lieben und ob sie wollen das er glücklich sei. Beides bejaht er. „Scheint dir aber der glücklich zu sein, welcher dient und nichts tun darf, wozu er Lust hat? / Beim Zeus, mir nicht. / (…) Sie [deine Eltern] lassen dich also tun (…) wozu du Lust hast?“ (207e)
Das muß er verneinen: Er darf keinen Wagen selber führen und wird selbst von einem Knabenführer regiert. Lysis ist nur das erlaubt, worauf er sich versteht, darin geht es ihm nicht anders als selbst dem ältesten Sohn des Großkönigs. (209d) „Werden wir also jemanden lieb sein und wird uns jemand lieben in Hinsicht auf dasjenige, wozu wir unnütz sind? / Nicht füglich, sagte er. (…) [Dazu berichtet Sokrates] Als ich dies von ihm hörte, sah ich mich um nach den Hippothales, und beinahe hätte ich mich verredet. Denn ich war schon im Begriff, ihm zu sagen: So, o Hippothales, muß man mit dem Liebling reden, ihn demütigend und zu Ordnung bringend, nicht aber wie du, ihn aufblähend und verwöhnend.“ (210cf)
Platon: Einleitende biografische Betrachtung der Familie Platons und ihres politischen Umfelds im antiken Athen.
In den letzen Jahren des peloponnesischen Krieges: Beschreibung des jugendlichen Platon und seiner Auseinandersetzung mit der sokratischen Methode sowie frühe Dialogformen.
Lysis, Charmides: Untersuchung der Themen Freundschaft und Besonnenheit anhand sokratischer Gespräche mit der Jugend Athens.
Protagoras: Analyse der sophistischen Lehren über die Lehrbarkeit der Tugend und die Bedeutung des Rechts.
Zeit der Unsicherheit: Darstellung der politischen Instabilität nach 404 v. Chr. und deren Einfluss auf Platons Dialoge.
Laches, Ion, Euthyphron, Theaetet (Ältester Teil): Dialoge über die Tugenden Tapferkeit und Frömmigkeit sowie die Natur der Erkenntnis.
Gorgias: Kritische Auseinandersetzung mit der Rhetorik und der moralischen Verantwortung des Politikers.
Apologie, Kriton: Verteidigung des Sokrates vor Gericht und sein konsequentes Festhalten an den Gesetzen trotz Todesurteils.
Große Reise und Schulgründung: Bericht über Platons Reisen nach Ägypten, Italien und Syrakus sowie die Etablierung seiner Akademie.
Menexenos: Eine satirische Auseinandersetzung mit der zeitgenössischen athenischen Leichenrede und Politik.
Timaios, Kritias: Untersuchung kosmologischer Fragen und der berühmte Mythos von Atlantis als Kritik an athenischer Machtpolitik.
Kratylos: Erörterung der sprachphilosophischen Frage nach der natürlichen Richtigkeit von Namen.
Menon: Untersuchung der Wiedererinnerung (Anamnesis) und der grundlegenden Frage nach der Lehrbarkeit der Tugend.
Die Ideenlehre: Einführung in die metaphysische Lehre Platons, die den Kern seiner reiferen Philosophie bildet.
Symposion: Eine Sammlung von Festreden über die Liebe (Eros) und ihr Streben nach Unsterblichkeit.
Phaidros: Weiterführung der Diskussion über die Liebe, Wahnsinn und die Rhetorik als Seelenführung.
Phaidon: Philosophische Betrachtung über die Unsterblichkeit der Seele im Kontext von Sokrates' Sterbestunde.
Der Staat: Platons umfassender Entwurf einer idealen Staatsverfassung basierend auf Gerechtigkeit und Vernunft.
Die letzten zwanzig Jahre: Späte philosophische Entwicklungen und Platons Auseinandersetzung mit dem Hedonismus.
Euthydemos: Kritik an sophistischen Eristik-Spielchen und Ermahnung zur wahren Philosophie.
Gesetze: Platons pragmatische Auseinandersetzung mit der Gesetzgebung und der Erziehung der Bürger.
Der siebente Brief: Ein autobiografisch bedeutsames Dokument, das Platons Scheitern in Syrakus und seine Skepsis gegenüber der Schriftlichkeit reflektiert.
Wahrscheinlich nicht von Platon stammende Werke: Kurze Vorstellung von Dialogen und Schriften, deren platonische Autorschaft zweifelhaft ist.
Platon, Sokrates, Gerechtigkeit, Tugend, Ideenlehre, Erkenntnistheorie, Politik, Staat, Rhetorik, Seele, Unsterblichkeit, Erziehung, Dialektik, Gesetzgebung, Philosophie
Die Arbeit bietet eine tiefgehende systematische Analyse des platonischen Gesamtwerks unter der Leitfrage „Wie soll ich leben?“ und untersucht dabei die ethische, politische und erkenntnistheoretische Entwicklung des Philosophen.
Die Arbeit deckt ein breites Spektrum ab: von der politischen Philosophie und Staatskritik bis hin zu metaphysischen Fragen der Ideenlehre, der Seelenwanderung und der erkenntnistheoretischen Funktion von Mathematik und Dialektik.
Das Ziel ist es, Platons Versuche zu dokumentieren, eine fundierte Begründung für menschliches Handeln zu finden, die über rein vertragliche oder rein lustorientierte Ansätze hinausgeht und eine objektive Ordnung anstrebt.
Es handelt sich um eine philosophische und textgeschichtliche Analyse, die die Dialoge in ihrem historischen Kontext betrachtet und systematisch auf ihre Argumentationsstruktur hin untersucht.
Der Hauptteil gliedert sich chronologisch und thematisch in die Analyse der frühen Sokratischen Dialoge, die metaphysischen Höhepunkte (wie den Staat und die Ideenlehre) sowie die späte Auseinandersetzung mit Gesetzgebungsfragen.
Platon, Gerechtigkeit, Ideenlehre, Erkenntnis, Politik, Seele, Tugend, Dialektik, Gesetzgebung, Erziehung, Sokrates.
Der Autor zeigt auf, dass Platon durch Mythen (wie Atlantis) und fiktive Gespräche eine bittere Abrechnung mit den Zeitgenossen und den politischen Verhältnissen Athens vornimmt, die er für das Scheitern an der Vernunft verantwortlich macht.
Für Platon dient die Mathematik als notwendige propädeutische Wissenschaft, die den Geist vom Sinnlich-Wahrnehmbaren zum Denken des objektiven Seienden und der Ideenwelt führt.
Platon nutzt Mythen dort, wo systematische Erkenntnis oder logischer Beweis an Grenzen stoßen, um abstrakte Wahrheiten über die Seele, das Jenseits oder den Ursprung der Welt anschaulich und wirkungsmächtig zu vermitteln.
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