Bachelorarbeit, 2014
37 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Kurzprofil Südafrika
3 Konzeptvorstellung der Analysemethode
4 Politische-rechtliche Analyse
4.1 Aktionspläne für eine bessere Zukunft
4.1.1 Black Economic Empowerment – Ein Ansatz für mehr Gleichheit
4.1.2 Die Landreform – Ein Mittel zur Umverteilung
4.2 Parteienlandschaft
4.3 Korruption
4.4 Gewerkschaften
5 Ökonomische Analyse
5.1 Wirtschaftliche Folgen von Streiks und Tarifverhandlungen
5.2 BIP Entwicklung – Eine Prognose
5.2.1 Handelspartner und die Leistungsbilanz
5.2.2 Schlüsselindustrien
5.3 Arbeitslosigkeit – Zusammensetzung und Ursachen
6 Sozio-kulturelle Analyse
6.1 Bildung
6.2 AIDS
6.3 Armut und Lebensbedingungen
6.4 Ungleichheit
7 Ausblick und abschließendes Fazit
8 Anlagen
9 Literaturverzeichnis
Die vorliegende Bachelor-Thesis befasst sich mit der Analyse der aktuellen makroökonomischen Rahmenbedingungen und Entwicklungsperspektiven Südafrikas. Dabei wird untersucht, wie sich politische, ökonomische und sozio-kulturelle Faktoren auf die Zukunftsfähigkeit des Landes auswirken, insbesondere im Kontext der bestehenden Herausforderungen durch Arbeitslosigkeit, Armut und Ungleichheit.
4.1.1 Black Economic Empowerment – Ein Ansatz für mehr Gleichheit
Die Ungleichheit im Land ist zwar offiziell seit Ende der Apartheid durch die rechtliche Gleichstellung aller Südafrikaner beendet, doch in sozialen wie wirtschaftlichen Bereichen weiterhin vorhanden. Seitdem versucht die Regierung früher benachteiligte Bevölkerungsgruppen gezielt zu fördern. Prägend und vor allem kontrovers diskutiert, ist die weit ausgelegte Wirtschaftspolitik basierend auf dem Black Economic Empowerment (BEE). Konkretisiert wurde BEE durch den Broad-Based Black Economic Empowerment Act (B-BBEE) aus dem Jahre 2003. Dieses Gesetz zielt darauf ab „Schwarzen“ Chancengleichheit auf dem Arbeitsmarkt einzuräumen, wobei der Begriff alle Nicht-Weißen Bevölkerungsteile, wie Inder, Asiaten, Farbige und Schwarze umfasst. Ermöglichen soll dies eine eingeführte Scorecard, die BEE-Kriterien misst. Punkte erhalten Unternehmen für eine repräsentative Anzahl schwarzer Mitarbeiter, der vermehrten Besetzung von Führungspositionen durch Schwarze und der Schaffung von Beteiligungen am Unternehmen. Weiterhin sieht der B-BBEE Act vor, bei der Vergabe von öffentlichen Aufträgen Unternehmen zu bevorzugen, die von Schwarzen geführt werden. Die Gesetzgebung gilt für alle öffentliche Institutionen und Unternehmen, welche an einer öffentlichen Ausschreibung teilnehmen möchten.
Hintergrund des Ansatzes war die Eliminierung der durch die Apartheid entstandenen rassistischen Ausgrenzung schwarzer Bevölkerungsgruppen vom Wirtschaftsleben. Kritiker sehen dabei das Abwandern von Humankapital und Fachkräften, besonders in der weißen Bevölkerung, als größtes Problem. Ausgehend von BEE steht als Einstellungskriterium nicht die Ausbildung oder Qualifikation im Vordergrund. Positionen werden mit Nicht-Weißen besetzt, denen oft nötige Kenntnisse fehlen, nur um höhere Werte in den Scorecards zu erlangen. Diese sind entscheidend für die Vergabe von staatlichen Aufträgen, welche geschätzt 30% der Wirtschaft ausmachen. Als Resultat leidet insbesondere die Produktivität.
1 Einleitung: Diese Einleitung stellt die Bedeutung von Schwellenländern dar und ordnet Südafrika in den globalen Kontext sowie die post-Apartheid-Entwicklung ein.
2 Kurzprofil Südafrika: Hier werden zentrale Strukturdaten der südafrikanischen Gesellschaft und Wirtschaft, wie die ethnische Zusammensetzung und das Arbeitslosenproblem, dargelegt.
3 Konzeptvorstellung der Analysemethode: Dieser Abschnitt erläutert die methodische Vorgehensweise einer Umweltanalyse zur Identifikation und Gruppierung wirtschaftlicher Einflussfaktoren.
4 Politische-rechtliche Analyse: In diesem Kapitel werden staatliche Strategien zur Armutsbekämpfung und Umverteilung sowie der Einfluss von Parteien und Gewerkschaften analysiert.
5 Ökonomische Analyse: Hier steht die Untersuchung der Konjunktur, Leistungsbilanz, industrieller Schwerpunkte und der Arbeitsmarktproblematik im Zentrum.
6 Sozio-kulturelle Analyse: Dieses Kapitel behandelt die kritischen sozialen Faktoren wie Bildungsdefizite, die gesundheitliche Lage durch AIDS sowie Armut und gesellschaftliche Ungleichheit.
7 Ausblick und abschließendes Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Einschätzung der politischen Handlungsspielräume und wirtschaftlichen Zukunftsaussichten unter Berücksichtigung globaler Risiken.
Südafrika, Schwellenland, Makroökonomie, Black Economic Empowerment, Arbeitslosigkeit, BIP, Landreform, Armut, Ungleichheit, Bildungssystem, AIDS, Wirtschaftsstruktur, Gewerkschaften, Transformation, NDP.
Die Arbeit untersucht die makroökonomischen Entwicklungsperspektiven Südafrikas unter Berücksichtigung der politischen, ökonomischen und sozio-kulturellen Herausforderungen des Landes.
Die Schwerpunkte liegen auf den staatlichen Aktionsplänen (NDP/NGP), der Landreform, dem BEE-Gesetz, der Arbeitsmarktpolitik, der Bildungsqualität und der gesundheitlichen Situation im Kontext der AIDS-Epidemie.
Ziel ist es, aus einer Vielzahl von Einflussfaktoren die relevanten Determinanten für die zukünftige wirtschaftliche Entwicklung Südafrikas zu identifizieren und deren Wirkungsweise zu bewerten.
Die Arbeit nutzt das Konzept der Unternehmensumweltanalyse, um die ökonomischen, sozio-kulturellen und politisch-rechtlichen Einflussfaktoren systematisch zu filtern und zu strukturieren.
Der Hauptteil gliedert sich in eine detaillierte Analyse der politischen Rahmenbedingungen, der ökonomischen Leistungsfähigkeit und der sozio-kulturellen Ausgangslage des Landes.
Wichtige Begriffe sind unter anderem Schwellenland, Black Economic Empowerment, Arbeitslosigkeit, Bildungsdefizite, Leistungsbilanz und die Transformation des Landes nach der Apartheid.
Der Autor weist darauf hin, dass BEE zwar zur Gleichstellung beitragen soll, jedoch durch die Vernachlässigung von Qualifikationskriterien bei der Stellenbesetzung ein Risiko für die Produktivität darstellt.
Aufgrund des hohen Organisationsgrades der Arbeiter haben die Gewerkschaften einen großen Einfluss auf die Arbeitsgesetze und Tarifverhandlungen, was teilweise die notwendige Flexibilität des Arbeitsmarktes einschränkt.
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