Masterarbeit, 2014
104 Seiten, Note: 1,8
1 Einleitung
2 Adipositas im Erwachsenenalter
2.1 Entstehung der Adipositas
2.2 Diagnostik
2.3 Abgrenzung zu Essstörungen
2.4 Folgen für die Betroffenen
2.5 Folgen für das Gesundheitssystem
3 Therapiekonzepte bei Adipositas
3.1 Leitlinien
3.2 Konzepte im Detail
3.2.1 Weight Watchers
3.2.2 DOC WEIGHT®
3.2.3 M.O.B.I.L.I.S.
3.2.4 Abnehmen mit Genuss
3.2.5 Xeni-calculiertes-Abnehmen
3.2.6 ADI-POSI-FIT
3.2.7 metabolic balance®
3.2.8 Ich nehme ab
3.2.9 Abnehmen mit Vernunft
3.3 Formula-Diät basierte Konzepte
3.3.1 OPTIFAST®
3.3.2 BODYMED®
3.3.3 INSUMED
3.4 Operative Therapie
3.5 Zusammenfassung
4 Gewichtsmanagement
4.1 Selbsthilfebewegung
4.2 Professionelle Begleitung
4.3 Weitere stabilisierende Faktoren
5 Untersuchungsdesign
5.1 Sampling
5.2 Methodisches Vorgehen
5.2.1 Planung und Durchführung der Interviews
5.2.2 Problemzentriertes Interview
5.2.3 Interviewleitfaden
5.2.4 Die Datenanalyse
5.3 Ergebnisse
5.3.1 Initiale Gewichtsreduktion
5.3.2 Sport und Bewegung
5.3.3 Gewichtsregulierung
5.3.4 self-monitoring
5.3.5 Bedeutung von Beziehungen
5.3.6 Bedeutung ärztlicher Begleitung
5.3.7 Essverhalten
5.3.8 Selbstbild und Gefühle
5.3.9 Motivation
5.3.10 Ziele
5.3.11 Konservative vs. Operative Methoden
5.4 Begrenzungen der Studie
6 Ausblick
Die vorliegende Masterthese untersucht, wie ein erfolgreiches Gewichtsmanagement nach einer initialen Gewichtsreduktion im Rahmen einer Adipositastherapie gestaltet werden kann. Die Forschungsfrage fokussiert dabei auf die Faktoren, die zur langfristigen Gewichtsstabilisierung beitragen, und beleuchtet die Erfahrungen von Betroffenen mit verschiedenen Therapieansätzen sowie deren psychologische und soziale Herausforderungen.
2.1 Entstehung der Adipositas
Wie kommt es nun dazu, dass ein Mensch einen BMI ≥30 kg/m² entwickelt? Es gibt mehrere Aspekte, die in Bezug zur Ätiologie der Adipositas genannt werden können. Es wird davon ausgegangen, dass die Ätiologie im Zusammenhang mit der Art der Ernährung steht. Viele unserer Lebensmittel weisen eine hohe Energiedichte auf. Infolgedessen beinhalten sie mehr Energie, als der Mensch tatsächlich benötigt. Auch wenn Lebensmittel nicht im Übermaß verzehrt werden, wird dennoch überschüssige Energie im Fettgewebe eingelagert. Zu den energiedichten Lebensmitteln gehören z.B. Softdrinks, Alkohol oder auch Säfte. Die Portionsgrößen stellen einen weiteren Aspekt dar. Je größer die Portion, desto größer ist auch die Gesamtenergie, die zu sich genommen wird. Eine fatale Wechselwirkung zeigt die Kombination von einer erhöhten Energieaufnahme zu einem geringen Energieverbrauch auf.
Der Energieverbrauch setzt sich aus dem Grundumsatz, der Thermogenese und der körperlichen Aktivität zusammen. Der Grundumsatz und die Thermogenese sind am schlechtesten bis gar nicht beeinflussbar. Somit verbleibt lediglich der Bereich der körperlichen Aktivität, über die der Energieverbrauch gesteuert werden kann (vgl. Herpertz et al. 2008, S. 246–249). Letztendlich baut sich Gewicht auf, wenn eine positive Energiebilanz vorliegt. Werden demzufolge mehr kcal aufgenommen als verbraucht, kommt es zur Einlagerung von Energiereserven und schlussendlich zur Bildung von Fettmasse. Die gegenwärtigen Lebensumstände in den Industrieländern fördern diese Energiebilanz zusätzlich. Die meisten Wege werden inzwischen mit dem Auto bewältigt. Das Lebensmittelangebot ist vielfältig und hochkalorische Nahrung ist oftmals sehr preiswert. Viele Arbeitnehmer gehen einer sitzenden Tätigkeit nach. Moderne Spiele und Spielkonsolen fördern die Bewegungseinheiten am Tag ebenfalls nicht. Ebenso können Lebensmittel derweil im Internet bestellt und nach Hause geliefert werden. Die Notwendigkeit, das Haus verlassen zu müssen, um die gewohnten und notwendigen Aufgaben zu erledigen, reduziert sich immer mehr.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die steigende Prävalenz von Adipositas in Deutschland und den Mangel an nachhaltigen Nachsorgekonzepten nach einer Gewichtsreduktion.
2 Adipositas im Erwachsenenalter: Dieses Kapitel definiert Adipositas, analysiert ihre multifaktoriellen Ursachen und grenzt sie von anderen Essstörungen ab, während es die sozialen und gesundheitlichen Folgen thematisiert.
3 Therapiekonzepte bei Adipositas: Hier werden diverse konservative und operative Behandlungsansätze sowie deren Einbettung in das deutsche Gesundheitssystem kritisch diskutiert.
4 Gewichtsmanagement: Dieses Kapitel widmet sich der Phase nach der Gewichtsreduktion, diskutiert die Schwierigkeit der Gewichtsstabilisierung und die Rolle von Selbsthilfe sowie professioneller Begleitung.
5 Untersuchungsdesign: Dieser Abschnitt erläutert die Methodik der qualitativen Studie, die anhand von Interviews mit Betroffenen Strategien und Erfahrungen zur langfristigen Gewichtshaltung untersucht.
6 Ausblick: Der Ausblick fordert eine Neuausrichtung der Adipositastherapie, bei der die Gewichtserhaltung einen zentralen Stellenwert einnimmt, um den Langzeiterfolg zu sichern.
Adipositas, Gewichtsmanagement, Gewichtsreduktion, Gewichtsstabilisierung, Adipositastherapie, BMI, Übergewicht, Ernährungstherapie, Bewegungstherapie, Verhaltenstherapie, Nachsorge, Selbsthilfe, psychosoziale Aspekte, Chronische Erkrankung, Lebensstiländerung
Die Arbeit analysiert die Problematik des Gewichtsmanagements im Anschluss an eine Adipositastherapie und untersucht, warum die langfristige Gewichtsstabilisierung für Betroffene oft schwieriger ist als der initiale Gewichtsverlust.
Zentrale Themen sind die Ätiologie der Adipositas, existierende Therapiekonzepte, die Barrieren im deutschen Gesundheitssystem sowie die Bedeutung von Selbsthilfe und individueller Begleitung für den langfristigen Erhalt des Zielgewichts.
Das Ziel ist es zu beleuchten, wie ein erfolgreiches Gewichtsmanagement nach einer Gewichtsreduktion gestaltet werden kann, und Strategien zu identifizieren, die Betroffenen helfen, das erreichte Gewicht dauerhaft zu sichern.
Die Arbeit nutzt einen qualitativen Forschungsansatz, basierend auf problemzentrierten Interviews mit zehn Betroffenen, die anschließend mittels qualitativer Inhaltsanalyse nach Mayring ausgewertet wurden.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Aufarbeitung der Adipositas-Therapielandschaft, eine detaillierte Gegenüberstellung verschiedener Abnehmprogramme sowie die empirische Auswertung der Interviews zu persönlichen Strategien, Motiven und Hürden im Alltag.
Wichtige Begriffe sind Adipositas, Gewichtsmanagement, Gewichtsstabilisierung, Nachsorgekonzepte, multimodale Therapie, Selbsthilfe und psychosoziale Faktoren.
Laut der Studie ist das Selbstbild und die emotionale Verfassung entscheidend; negative Gefühle führen oft zu Rückfällen, während ein gestärktes Selbstwertgefühl und soziale Unterstützung bei der Bewältigung von Alltagshürden helfen.
Die Autorin argumentiert, dass Adipositas als chronische Erkrankung angesehen werden sollte, bei der der Gewichtsverlust nur der erste Schritt ist und eine kontinuierliche Begleitung das Risiko eines Jo-Jo-Effekts signifikant senkt.
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