Magisterarbeit, 2007
211 Seiten, Note: Sehr gut
1. Einleitung
1.1. Problemstellung der Arbeit
1.2. Zielsetzung der Arbeit
1.3. Aufbau und Methodik der Arbeit
2. Regionalentwicklung in Österreich
2.1. Begriffserklärungen
2.1.1. Region
2.1.2. Destination
2.1.3. Nachhaltige Regionalentwicklung
2.1.4. Ländlicher Raum
2.2. Regionalpolitische Strategien
2.2.1. Traditionelle Entwicklungsstrategien
2.2.2. Endogene Entwicklungsstrategien
2.3. EU-Strukturfondsförderungen
2.3.1. Veränderungen der Fondsperiode 2000-2006 auf 2007-2013
2.3.2. LEADER
3. Region Waldviertler Kernland
3.1. Lage und Naturräumliche Ausgangssituation
3.1.1. Geographischer Bezug
3.1.2. Erreichbarkeit - Verkehrserschließung
3.1.3. Naturgeographische Voraussetzungen
3.2. Sozioökonomische Situation
3.2.1. Bevölkerungsstruktur und -entwicklung
3.2.2. Bildung
3.2.3. Beschäftigung
3.3. Gesamtwirtschaftliche Situation
3.3.1. Tourismus
3.4. Zukunftspläne der Region
4. Gesundheitstourismus
4.1. Begriffserklärungen
4.1.1. Gesundheit
4.1.2. Tourismus
4.1.3. Gesundheitstourismus
4.2. Gesundheitstourismus in Österreich
4.2.1. Bedeutung des Gesundheitstourismus in Österreich
4.3. Struktur des Gesundheitstourismus
4.4. Sparten des Gesundheitstourismus
4.4.1. Wellnesstourismus
4.4.2. Rehabilitationstourismus
4.4.3. Präventivtourismus
4.4.4. Kurtourismus
4.4.5. Zusammenfassende Gegenüberstellung Kur - Präventivgast
4.5. Besucher von Gesundheitsgästen
4.5.1. Definition Besucher
4.6. Zukunftsaussichten des Gesundheitstourismus
4.6.1. Alternde Bevölkerung
4.6.2. Zivilisationskrankheiten
4.6.3. Frauenpower
4.6.4. Wertewandel
4.6.5. Veränderung der Kostenträger
4.6.6. Verkürzte Aufenthaltsdauer
4.6.7. Anspruchsvolle Gäste
5. Touristisches Angebot einer Region
5.1. Begriffserklärung Angebot
5.1.1. Besonderheiten touristischer Leistungen
5.1.2. Angebot - Produkt
5.2. Angebotselemente einer Region
5.2.1. Ressourceneinteilung nach Wöhler
5.2.2. Ressourceneinteilung nach Seitz und Wolf
5.2.3. Ressourceneinteilung nach Kaspar
5.3. Angebots-Analyse-Methoden
5.3.1. Chancen-Risiken-Analyse
5.3.2. Ressourcen-Analyse (Stärken-Schwächen-Profil)
5.3.3. SWOT-Analyse
5.3.4. Portfolio-Analyse
5.4. Touristische Angebote im Waldviertler Kernland
5.4.1. Touristische Suprastruktur
5.4.2. Touristische Infrastruktur
6. Vorgangsweise der Gästeanalyse
6.1. Problemstellung und Zielsetzung
6.2. Forschungsdesign
6.2.1. Stichprobendesign
6.2.2. Erstellung der Hypothesen
6.3. Erhebungsmethodik und –design
6.3.1. Art der Erhebung
6.3.2. Gestaltung des Fragebogens
6.3.3. Struktur des Fragebogens
6.4. Ablauf der Befragung
6.5. Datenaufbereitung
7. Ergebnisse der Gästeanalyse
7.1. Analyse der Gesundheitsgäste
7.1.1. Soziodemographische Daten
7.1.2. Reisedaten
7.1.3. Anforderungen und Erwartungen an die Region
7.2. Analyse der Besucher
7.2.1. Soziodemographische Daten
7.2.2. Reisedaten
7.2.3. Anforderungen und Erwartungen an die Region
7.3. Thesenüberprüfung und Zusammenfassung
7.3.1. Thesenüberprüfung - Unterschiede Kur- und Präventivgäste
7.3.2. Thesenüberprüfung - Touristische Belebung
8. Schlussbetrachtungen – Perspektiven für das Waldviertler Kernland
8.1. Verknüpfung Gästeanalyse – Angebotsanalyse
8.1.1. Stärken-Schwächen Portfolio
8.2. Handlungsempfehlungen
8.2.1. Empfehlungen für einzelne Angebotsträger
8.2.2. Empfehlungen für kommunikationspolitische Maßnahmen
8.2.3. Allgemeine Empfehlungen und Anmerkungen für die Region
Das Hauptziel dieser Arbeit besteht darin, aufzuzeigen, wie die LEADER-Region Waldviertler Kernland ihr touristisches Angebot für die durch zwei neue Gesundheitszentren induzierten Gästefrequenzen optimieren kann. Basierend auf einer empirischen Analyse des Bedarfs und der Erwartungen potenzieller Gäste sowie einer Bestandsaufnahme der regionalen Ressourcen werden konkrete Handlungsempfehlungen für eine nachhaltige touristische Belebung der Region erarbeitet.
1.1. PROBLEMSTELLUNG DER ARBEIT
Die Nachricht, dass gleich zwei Gesundheitszentren in der LEADER-Region Waldviertler Kernland entstehen, wurde von der lokalen Bevölkerung mit Begeisterung aufgenommen. Vor allem die einzelnen touristischen Leistungsträger der Region entwickelten in ihrer Euphorie Pläne, wie das zusätzliche Gästepotential am besten genutzt werden kann. In den einzelnen Gemeinden wurden Ziele festgelegt und Einzelinitiativen6 gegründet. Diese Ziele betreffen aus touristischer Sicht die Erhöhung der regionalen Wertschöpfung, die Verbesserung der Auslastung lokaler Beherbergungs- und Verpflegungsbetriebe, die Belebung von Sehenswürdigkeiten und Attraktionen durch höhere Besucherzahlen sowie die Gestaltung und Entwicklung neuer Angebote.
Doch bereits nach kurzer Zeit wurde festgestellt, dass zwar zahlreiche Ideen zur Nutzung vorhanden wären, jedoch niemand genau wusste, welche Gäste durch die beiden zukünftigen Gesundheitszentren in die Region kommen würden und welche Ansprüche und Erwartungen diese an die Region hätten. Weiters wurde von den einzelnen Initiativen festgestellt, dass ein Mangel an finanziellen Mitteln für mögliche notwendige Angebotserweiterungen vor allem im öffentlichen Bereich herrsche.
Aus diesen Gründen übernahm der Verein Waldviertler Kernland im Rahmen des Förderprogramms für ländliche Entwicklung LEADER+ die Aufgabe, sich mit möglichen Entwicklungschancen der Region durch diese Gesundheitszentren zu beschäftigen und diese im Regionalentwicklungskonzept für die nächste Förderperiode zu integrieren um Förderungen für die Umsetzung dieser Pläne zu erhalten. Betreffend Tourismus ist der Verein Waldviertler Kernland an den Autor der vorliegenden Diplomarbeit mit dem Auftrag herangetreten, Empfehlungen für die Belebung und Weiterentwicklung der touristischen Angebote der Region zu erarbeiten.
1. Einleitung: Diese Einleitung stellt die Ausgangslage der LEADER-Region Waldviertler Kernland dar und definiert die Zielsetzung sowie die Forschungsfrage der Arbeit, die sich mit der touristischen Nutzung des Gästepotentials zweier geplanter Gesundheitszentren befasst.
2. Regionalentwicklung in Österreich: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen der Regionalentwicklung, behandelt die EU-Strukturfondsförderungen und fokussiert besonders auf die Bedeutung und Methodik der Gemeinschaftsinitiative LEADER.
3. Region Waldviertler Kernland: Hier erfolgt eine IST-Analyse der Untersuchungsregion hinsichtlich ihrer geographischen, sozioökonomischen und gesamtwirtschaftlichen Situation mit einem besonderen Schwerpunkt auf dem Tourismus und künftigen Zukunftsplänen.
4. Gesundheitstourismus: Dieses Kapitel definiert die Grundlagen des Gesundheitstourismus, erläutert dessen Sparten (Wellness, Rehabilitation, Prävention, Kur) und betrachtet die Zukunftsaspekte dieser Tourismusform.
5. Touristisches Angebot einer Region: Dieser theoretische Teil befasst sich mit den Begriffen "Angebot" und "Produkt", analysiert verschiedene Methoden der Angebotsanalyse und beschreibt die aktuelle touristische Situation im Waldviertler Kernland.
6. Vorgangsweise der Gästeanalyse: Dieses Kapitel erläutert den empirischen Teil der Arbeit, inklusive des Forschungsdesigns, der Stichprobendesign-Festlegungen und der gewählten Erhebungsmethodik mittels Fragebögen.
7. Ergebnisse der Gästeanalyse: Hier werden die durch die Gästebefragungen gewonnenen Daten zu den Gesundheitsgästen und deren Besuchern detailliert ausgewertet, analysiert und die eingangs aufgestellten Hypothesen überprüft.
8. Schlussbetrachtungen – Perspektiven für das Waldviertler Kernland: Abschließend werden die Ergebnisse der Gäste- und Angebotsanalyse verknüpft, um konkrete Handlungsempfehlungen für die Region und einzelne Angebotsträger abzuleiten.
Gesundheitstourismus, LEADER-Region, Waldviertler Kernland, Regionalentwicklung, Kurgäste, Präventivgäste, Gästebefragung, Angebotsanalyse, Portfolio-Analyse, Tourismusmanagement, Standortentwicklung, Besucher, touristisches Angebot, Strukturfonds, Nachfrageanalyse.
Die Diplomarbeit untersucht, wie die LEADER-Region Waldviertler Kernland durch die Entstehung zweier neuer Gesundheitszentren touristisch belebt werden kann, um so lokale Betriebe und Arbeitsplätze zu sichern.
Die Schwerpunkte liegen auf der Regionalentwicklung, den Grundlagen des Gesundheitstourismus, der detaillierten Analyse des touristischen Angebots der Region sowie der Untersuchung des Gästepotenzials durch empirische Befragungen.
Das primäre Ziel ist es, das Gästepotenzial der Gesundheitszentren für die touristische Belebung der Region Waldviertler Kernland nutzbar zu machen und darauf aufbauend konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren.
Es wird eine Kombination aus Literaturrecherche, quantitativer und qualitativer Angebotsanalyse (unter anderem durch Expertenbefragungen) sowie einer umfangreichen Gästebefragung (Interviews mit Kur- und Präventivgästen sowie Besuchern) angewandt.
Der Hauptteil gliedert sich in theoretische Grundlagen zu Regionalentwicklung und Gesundheitstourismus, eine IST-Analyse der Untersuchungsregion sowie einen umfangreichen empirischen Teil, in dem Gästeanforderungen analysiert und mittels Portfolio-Analyse mit dem Angebot abgeglichen werden.
Die Arbeit zeichnet sich besonders durch Begriffe wie Gesundheitstourismus, Waldviertler Kernland, LEADER-Region, Gästeanalyse und Strategische Regionalentwicklung aus.
Im Gegensatz zu vielen anderen Studien, die sich primär auf Wellness- oder Kurgäste konzentrieren, analysiert diese Arbeit gezielt die spezifische Zielgruppe der Kur- und Präventivgäste inklusive deren Besucher in einer ländlichen LEADER-Region.
Die Arbeit bietet dem Verein Waldviertler Kernland eine fundierte Basis, um die touristischen Angebote zielgruppengerecht anzupassen, Informationsmängel zu beheben und die Region erfolgreich in zukünftige Regionalentwicklungskonzepte zu integrieren.
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