Bachelorarbeit, 2011
56 Seiten
1 Einleitung
2 Hintergrundinformationen
2.1 Standortfaktoren
2.1.1 Kriterien der Wettbewerbsfähigkeit
2.1.2 Bewertung konkreter Industrie- und Entwicklungsländer
2.2 Daten und Fakten über den deutschen Arbeitsmarkt
2.2.1 Statistische Daten über die deutsche Bevölkerung
2.2.2 Aktuelle politisch-rechtliche und sozio-kulturelle Probleme
3 Strategische Sourcing-Alternativen
3.1 Definition und Abgrenzung der Begriffe
3.2 Offshore Outsourcing
3.3 Captive Offshoring
3.4 Backshoring
3.5 Onshore Insourcing
3.6 Anwerbung ausländischer Fachkräfte
4 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes Deutschland im internationalen Vergleich und analysiert, welche strategischen Sourcing-Alternativen inländische Unternehmen nutzen können, um Herausforderungen wie dem Fachkräftemangel und hohen Lohnkosten zu begegnen.
3.2 Offshore Outsourcing
Die erste Beschaffungsstrategie, nämlich die Auslagerung von Unternehmenstätigkeiten an Drittunternehmen ins Ausland, ist eine typische Strategie im Rahmen der anhaltenden Globalisierung von Unternehmen und Warenströmen. Diese Strategie versucht, die klassischen Vorteile des Offshoring (größere Märkte, in der Regel niedrigere Lohnkosten, vorhandene Arbeitskräfte) und des Outsourcing (Konzentration auf Kernkompetenzen, Reduktion der Kosten und Risiken etc.) zu kombinieren.
Mit der Globalisierung hängen die zunehmende Vernetzung von Ländern und Unternehmen und die Entwicklung neuer Technologien zusammen, die die Konkurrenz auf Unternehmensebene und Länderebene verstärken. Um dem globalen Druck standzuhalten, benötigen immer mehr Unternehmen eine spezialisierte Erbringung von Leistungen, die nicht unmittelbar zu den Kernkompetenzen des Unternehmens gehören. Dadurch werden die Flexibilität erhöht und potenziell Kostenersparnisse realisiert. Insbesondere wenn die Unternehmensumwelt dynamisch ist, Nachfrageschwankungen auftreten und die Produktlebenszyklen (wie z.B. in der Telekommunikationsbranche) immer kürzer werden, lässt sich eine Auslagerung von Unternehmenstätigkeiten (oder sogar ganzen Geschäftsprozessen) nicht vermeiden (Shao & David, 2007; Kamann & Van Nieulande, 2010). Sind die Aufgaben standardisiert und einfach konzipiert, ist die räumliche Nähe des Anbieters kaum relevant (z.B. IT Support Call-Center). Notwendig sind lediglich der Einsatz kompatibler Medien und Kommunikationswege, sowie ein erfahrenes Projektmanagement (Shao & David, 2007).
Es haben sich in der Praxis bestimmte Unternehmensbereiche als besonders geeignet für Offshore Outsourcing erwiesen: Informationstechnologien (IT), Verwaltungsaufgaben, wie z.B. Buchhaltung, und Human Ressourcen (HR). Der Schwerpunkt in dieser Arbeit fällt auf die Auslagerung von IT-Aufgaben der Industrieunternehmen in andere Standorte.
1 Einleitung: Einführung in die Thematik der Standortwahl im Kontext der Globalisierung und Vorstellung der Zielsetzung sowie der methodischen Vorgehensweise.
2 Hintergrundinformationen: Untersuchung der Wettbewerbsfähigkeit Deutschlands anhand von Standortfaktoren sowie Analyse der demografischen und arbeitsmarktpolitischen Rahmenbedingungen.
3 Strategische Sourcing-Alternativen: Detaillierte Darstellung und Bewertung von verschiedenen Sourcing-Strategien wie Outsourcing, Offshoring, Nearshoring, Backshoring, Onshoring und Insourcing.
4 Zusammenfassung und Fazit: Synthese der Ergebnisse und Schlussfolgerung, dass keine universelle Sourcing-Strategie existiert, sondern individuelle unternehmensspezifische Entscheidungen notwendig sind.
Standortfaktoren, Wettbewerbsfähigkeit, Outsourcing, Offshoring, Nearshoring, Backshoring, Onshoring, Insourcing, Arbeitsmarkt, Demografie, Fachkräftemangel, Globalisierung, Sourcing-Strategien, Wertschöpfung, Produktionsverlagerung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Attraktivität des Wirtschaftsstandorts Deutschland für inländische Unternehmen und bewertet verschiedene strategische Optionen zur Verlagerung oder Erbringung von Leistungen.
Zentrale Themen sind die Analyse von Standortfaktoren im internationalen Vergleich, die aktuelle Situation auf dem deutschen Arbeitsmarkt sowie die Bewertung von Sourcing-Alternativen in der globalisierten Wirtschaft.
Das primäre Ziel ist es, Potenziale und Probleme des Standorts Deutschland zu identifizieren und dem Management Handlungsalternativen für strategische Sourcing-Entscheidungen aufzuzeigen.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Auswertung von Wirtschaftsdaten (z.B. Global Competitiveness Index) sowie dem Vergleich von Migrations- und Arbeitsmarktstudien.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Fundierung zu Standortfaktoren, eine detaillierte Faktenanalyse zum deutschen Arbeitsmarkt sowie die Vorstellung und kritische Bewertung von Sourcing-Strategien wie Offshore Outsourcing und Captive Offshoring.
Die wichtigsten Begriffe sind Standortfaktoren, Sourcing-Alternativen, Outsourcing, Offshoring, Fachkräftemangel, globale Wettbewerbsfähigkeit und Wertschöpfung.
Der deutsche Arbeitsmarkt ist aufgrund von demografischem Wandel, hohen Personalkosten und regulatorischen Faktoren eine zentrale Herausforderung, die Unternehmen dazu bewegt, Sourcing-Alternativen in Betracht zu ziehen.
Sie wird als strategische Möglichkeit diskutiert, um den Fachkräftemangel im Inland zu kompensieren, wobei jedoch bürokratische Hindernisse und Qualifikationsanforderungen die Umsetzung erschweren.
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