Bachelorarbeit, 2014
55 Seiten, Note: 1,00
1. Einleitung
2. Kuba
2.1 Wirtschaft und Politik Kubas
2.2 Eckdaten zur Geschichte Kubas
3. Kubas Tourismus
3.1 Tourismusgeschichte
3.2 Statistische Daten zur Entwicklung des Tourismus
3.3 Der Tourismussektor
4. Wirtschaft und Reformen
4.1 Wirtschaftlicher Einfluss auf den Tourismus und umgekehrt
4.2 Ehemalige Entwicklungen
4.3 Aktuelle Entwicklungen
5. Ungleichheiten in der kubanischen Bevölkerung?
5.1 Soziale Ungleichheit
5.2 Theorien in Bezug auf die aktuellen Entwicklungen
6. Auswirkungen der Entwicklungen und des Tourismus
6.1 Mögliche soziale und ökonomische Auswirkungen des Tourismus
7. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick
Die vorliegende Bachelorarbeit untersucht die Auswirkungen der Lockerung marktwirtschaftlicher Restriktionen und Reisebestimmungen auf den Tourismussektor Kubas sowie den wechselseitigen Einfluss des Tourismus auf staatliche Veränderungen. Dabei liegt ein besonderer Fokus auf den sozioökonomischen Auswirkungen der aktuellen Reformen.
3.1 Tourismusgeschichte
Vor 1959 stand Kuba unter großen Einfluss der USA. Bis 1959 kontrollierte die U.S. Mafia den internationalen Tourismus auf Kuba. (vgl. McGlynn/Taylor 2009, S.405). Die Zahlen an TouristInnen waren vor der Revolution auf ihrem Höhepunkt. Vor allem U.S.-AmerikanerInnen waren eine wichtige Zielgruppe. Nach der Revolution fanden jedoch gravierende Veränderungen statt, die auch den Tourismussektor betrafen. Alle führenden Hotels wurden auf Kuba im Oktober 1959 verstaatlicht, fast genau zu jener Zeit als der touristische U.S.-Markt auseinanderbrach, resultierend aus dem U.S.-Embargo, das 1960 in Kraft trat. Die Zahl der U.S.-TouristInnen nahm in Folge sehr stark ab. (vgl.Cerviño/Cubillo 2005, S. 226f.). Da die USA die Revolution keinesfalls unterstützte, war die logische Konsequenz ein Embargo, das jegliche Verbindungen zu Kuba untersagte. Diese Einstellung den Entwicklungen gegenüber wird in Kapitel 4.1 genauer erläutert.
Durch das Embargo wurde auch das Reisen eingeschränkt und die wichtigste Zielgruppe, die U.S.-amerikanischen TouristInnen, fiel weg. Die einzig legalen BesucherInnenströme aus den USA sind jene von kubanischstämmigen Personen, die ihre Familien besuchen. (vgl. Díaz-Briquets/Pérez-López 2011, S.319). Auch wurde dem Tourismussektor unterstellt, dass er den Kapitalismus stütze, weswegen unter anderem Hotels verstaatlicht wurden. Die internationalen Ankünfte von TouristInnen auf Kuba, fielen von ihrem Höchststand mit 272.000 im Jahr 1958 auf weniger als 4.000 zurück und dies jährlich, von den Jahren 1959 bis 1973. (vgl. McGlynn/Taylor 2009, S.406). So kann man schlussfolgern, dass internationaler Tourismus in dieser Periode keine bis wenig Rolle für den kubanischen Staat gespielt hat. Stattdessen war der Fokus auf der Bevölkerung, die von der Schönheit Kubas profitieren sollte. Nach 1959 war der internationale Tourismus fast komplett von der Insel verschwunden. Die revolutionäre Regierung befand, dass Tourismus zu sehr mit Kapitalismus verbunden war und dessen Übeln wie Korruption, Drogen, sozialer Ungleichheit und Rassismus. (McGlynn/Taylor 2009, S.406).
1. Einleitung: Die Arbeit führt in die Fragestellung ein, wie aktuelle politische und ökonomische Reformen den Tourismus auf Kuba beeinflussen und welche Rückwirkungen dies auf die kubanische Gesellschaft hat.
2. Kuba: Dieses Kapitel liefert einen Überblick über die Geografie, Geschichte und das politische System Kubas als notwendigen Kontext für das Verständnis der weiteren Analysen.
3. Kubas Tourismus: Es wird die Tourismusgeschichte, die statistische Entwicklung der Besucherzahlen und die Struktur des Tourismussektors analysiert.
4. Wirtschaft und Reformen: Dieser Abschnitt beleuchtet den wirtschaftlichen Einfluss des Tourismus, historische Entwicklungen und aktuelle Reformpläne der Regierung.
5. Ungleichheiten in der kubanischen Bevölkerung?: Das Kapitel diskutiert sozioökonomische Ungleichheiten und theoretische Ansätze in Bezug auf aktuelle gesellschaftliche Veränderungen auf Kuba.
6. Auswirkungen der Entwicklungen und des Tourismus: Hier werden potenzielle soziale und ökonomische Folgen der Tourismusentwicklung und Reformen abgewogen.
7. Zusammenfassung, Fazit und Ausblick: Der abschließende Teil fasst die Erkenntnisse zusammen und wagt einen Ausblick auf die zukünftige Entwicklung Kubas.
Kuba, Tourismus, Reformen, Wirtschaft, soziale Ungleichheit, Peso Convertible, Doppelwährung, Fidel Castro, Raúl Castro, U.S.-Embargo, Sozialismus, Planung, Entwicklungsmodell, Devisen, Arbeitsmarkt.
Die Arbeit analysiert die wechselseitigen Beziehungen zwischen dem kubanischen Tourismussektor und den aktuellen wirtschaftlichen sowie politischen Reformbemühungen des Landes.
Schwerpunkte liegen auf der Tourismusgeschichte Kubas, der sozioökonomischen Situation der Bevölkerung, der Rolle der Doppelwährung und dem Einfluss von Reformen auf die soziale Ungleichheit.
Die Arbeit untersucht, welche ökonomischen Auswirkungen die Lockerung von Reisebestimmungen und marktwirtschaftlichen Restriktionen auf den kubanischen Tourismus hat und wer davon profitiert.
Es handelt sich um eine literatur- und statistikbasierte Analyse, bei der existierende Fachartikel, Statistiken (z.B. der WTO) und soziologische Theorien zur Ungleichheitsforschung herangezogen werden.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Darstellung des Tourismussektors, eine Analyse der wirtschaftlichen Reformen und eine soziologische Diskussion über soziale Ungleichheiten in der kubanischen Gesellschaft.
Kuba, Tourismus, Reformen, soziale Ungleichheit, Peso Convertible und Sozialismus sind zentrale Begriffe für das Verständnis dieser Arbeit.
Die Arbeit weist darauf hin, dass durch das Ende der venezolanischen Unterstützung unter Chávez und dem Wegfall des "Ärzte gegen Öl"-Tauschhandels eine Phase wirtschaftlicher Unsicherheit für Kuba eingetreten ist.
Das System aus Peso Cubano und Peso Convertible führt zu einer sozialen Spaltung, da nur jene Personen, die Zugang zur "Touristenwährung" (CUC) haben, von bestimmten Gütern und höheren Lebensstandards profitieren können.
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