Bachelorarbeit, 2013
76 Seiten, Note: 1,5
1 Einleitung
1.1 Zielsetzung und Aufbau der Arbeit
1.2 Begriffsabgrenzung
2 Definitionen
2.1 Illegale Drogen
2.2 Stoffgebundene und stoffungebundene Sucht
2.3 Abhängigkeit
3 Rechtliche Grundlagen der Thematik
3.1 Betäubungsmittelgesetz (BtMG)
3.2 UN Kinderrechtskonvention (UN-KRK)
3.3 Grundgesetz (GG)
3.4 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB)
3.5 Achtes Buch Sozialgesetzbuch (SGB VIII)
4 Drogengebrauch und Drogenmissbrauch
4.1 Mögliche Gründe für den Gebrauch
4.2 Drogengebrauch und Devianz
4.3 Auswirkungen auf die Gesundheit und das Verhalten der Konsumenten
5 Kinder drogenabhängiger Eltern
5.1 Abhängigkeit und Familie
5.1.1 Direkte Auswirkungen elterlicher Abhängigkeit auf die Kinder
5.1.1.1 Auswirkungen auf Entwicklungsprozesse
5.1.1.2 Co-Abhängigkeit der Kinder
5.1.2 Spätfolgen für Kinder drogenabhängiger Eltern
5.1.2.1 Psychische Problematiken
5.1.2.2 Soziale Isolation
5.1.2.3 Abhängigkeit von Kindern abhängiger Eltern im Erwachsenenalter
5.2 Fallbeispiele
5.2.1 Karolina, Memmingen 2004
5.2.2 Kevin, Bremen 2006
6 Sozialpädagogische Formen der Intervention
6.1 Aufgaben und Herausforderungen für Hilfesysteme
6.1.1 Hilfen für Kinder drogenabhängiger Eltern
6.1.1.1 Kinderschutzorganisationen
6.1.1.2 Jugendhilfe
6.1.1.3 Letzter Ausweg: Trennung aus dem Elternhaus
6.1.2 Mögliche Verfahren zur Hilfe von Kindern drogenabhängiger Eltern
6.1.2.1 Sozialpädagogische Gruppenarbeit
6.1.2.2 Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung
6.1.2.3 Sozialpädagogische Familienhilfe
7 Fazit
7.1 Kritische Anmerkung
7.2 Ausblick
Die Arbeit analysiert die Auswirkungen von elterlicher Drogenabhängigkeit auf die kindliche Entwicklung und untersucht sozialpädagogische Interventionsmöglichkeiten. Ziel ist es, aufzuzeigen, wie Hilfesysteme Kinder in suchtbelasteten Familiensystemen unterstützen können, ohne das Kindeswohl zu gefährden.
1 Einleitung
Kinder drogenabhängiger Eltern sind eine von den Hilfesystemen noch immer vernachlässigte Gruppe. Aktuell leben in Deutschland etwa 40000-50000 Kinder drogenabhängiger Eltern (vgl. Klein 2008, S. 130), wobei die Auswirkungen elterlicher Abhängigkeit auf die körperliche, emotionale, psychosoziale und psychische Entwicklung der Kinder unterschätzt werden. Der Ausbau von Hilfsangeboten für die Kinder - die bisher kaum Berücksichtigung fanden - ist aufgrund dessen zwingend notwendig, da bisherige Maßnahmen sich vorwiegend auf die suchtkranken Eltern und nicht auf die Familie als Ganzes beziehen.
Das Interesse zur Anfertigung der vorliegenden Arbeit entstand aus den Erfahrungen, die während eines Praktikums in einer Drogenhilfeeinrichtung in Bremen gemacht wurden. Die Einrichtung beschäftigte sich u. a. mit der Haftvermeidung von Drogenabhängigen, die ihrer Haftstrafe durch die Verrichtung niedrigschwelliger, gemeinnütziger Arbeit entgehen konnten. Dabei ergab sich die Möglichkeit intensive Gespräche mit drogenabhängigen Eltern zu führen. Es handelte sich dabei sowohl um Elternteile, deren Kinder noch im Elternhaus lebten als auch um Elternteile, deren Kinder fremd-untergebracht waren.
1 Einleitung: Diese Einleitung benennt die Problematik der vernachlässigten Kinder von drogenabhängigen Eltern und legt die systemische Perspektive der Arbeit fest.
2 Definitionen: In diesem Kapitel werden grundlegende Fachbegriffe wie illegale Drogen, stoffgebundene/stoffungebundene Sucht und Abhängigkeit wissenschaftlich definiert und voneinander abgegrenzt.
3 Rechtliche Grundlagen der Thematik: Dieses Kapitel erläutert die relevanten Gesetze, insbesondere das BtMG, die UN-Kinderrechtskonvention, das Grundgesetz, das BGB und das SGB VIII im Kontext der elterlichen Drogenproblematik.
4 Drogengebrauch und Drogenmissbrauch: Hier werden Ursachen für den Drogenkonsum, der Übergang zu deviantem Verhalten und die Auswirkungen verschiedener Substanzen auf die Gesundheit der Konsumenten analysiert.
5 Kinder drogenabhängiger Eltern: Das Kapitel befasst sich mit den direkten und langfristigen Auswirkungen elterlicher Sucht auf Kinder, einschließlich psychischer Störungen und sozialer Isolation, illustriert durch Fallbeispiele.
6 Sozialpädagogische Formen der Intervention: Dieser Abschnitt beschreibt professionelle Hilfsangebote der Jugendhilfe und notwendige Netzwerkstrukturen zur Unterstützung betroffener Familien.
7 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer systemischen Zusammenarbeit zwischen verschiedenen Hilfesystemen zur Sicherung des Kindeswohls.
Drogenabhängigkeit, Kindeswohl, Kinder drogenabhängiger Eltern, Suchtfamilien, Sozialpädagogik, Jugendhilfe, SGB VIII, Prävention, Intervention, Kinderschutz, Entwicklungspsychologie, Co-Abhängigkeit, Psychische Folgen, Familienorientierte Arbeit.
Die Arbeit befasst sich mit der Situation von Kindern, deren Eltern illegalen Drogen konsumieren, und untersucht, wie diese familiäre Belastung die Kindesentwicklung beeinflusst.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen elterlicher Sucht auf Kinder, die rechtlichen Rahmenbedingungen und die Möglichkeiten der sozialpädagogischen Hilfe.
Ziel ist es, die Risiken für Kinder drogenabhängiger Eltern aufzuzeigen und Strategien für eine effektive, systemische Unterstützung durch Hilfesysteme zu identifizieren.
Die Arbeit stützt sich auf eine fundierte Literaturanalyse sowie die Einbeziehung fachwissenschaftlicher Studien und relevanter Gesetzestexte.
Der Hauptteil behandelt rechtliche Grundlagen, Gründe für Drogenmissbrauch, die psychischen und sozialen Folgen für die Kinder sowie spezifische Interventionsformen wie Gruppenarbeit und Familienhilfe.
Besonders prägend sind Kindeswohlgefährdung, Suchtfamilie, Hilfesysteme, Sozialpädagogik und systemische Intervention.
Die Beispiele verdeutlichen, dass bei einer akuten Gefährdung das Zusammenleben trotz Hilfsangeboten oft nicht möglich ist und ein frühzeitiges, konsequentes Handeln der Behörden lebensnotwendig sein kann.
Eine systemische Sichtweise ist wichtig, um nicht nur das Kind oder den Drogenkonsumenten isoliert zu betrachten, sondern die Familie in ihrer Ganzheit zu verstehen und so nachhaltige Veränderungen zu ermöglichen.
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