Masterarbeit, 2012
80 Seiten, Note: 1,3
Didaktik für das Fach Deutsch - Deutsch als Fremdsprache, DaF
1. Forschungsstand und Theorie
1.1 Nonverbales Verhalten und nonverbale Kommunikation
1.1.1 Abgrenzung und Begriffsbestimmung
1.1.2 Nonverbale Kommunikation
1.1.3 Funktionen nonverbalen Verhaltens
1.1.4 Bereiche nonverbalen Verhaltens
1.1.4.1 Gesten und Körperbewegungen (Kinesik)
1.1.4.2 Gesichtsausdrücke (Mimik)
1.2 Gestik und Mimik im Fremdsprachenunterricht
1.2.1 Gestik und Mimik im Fremdsprachenerwerb
1.2.2 Wirkung und Funktionen von Gestik und Mimik im Fremdsprachen unterricht
1.2.3 (Einsatz-) Potential der nonverbalen Mittel bzw. Gestik und Mimik für den Fremdsprachenunterricht
1.3 Gestik und Mimik bei der Wortschatzvermittlung im Unterricht
1.3.1 Wortschatz als Grundlage des Fremdsprachenunterrichts
1.3.2 Wortschatzerwerb im Fremdsprachenunterricht
1.3.3 Gestik und Mimik bei der Wortschatzvermittlung
2. Methodisches Design
2.1 Hypothesen der Arbeit
2.2 Beschreibung der empirischen Untersuchung
2.2.1 Ort der Untersuchung
2.2.2 Vorgehensweise der empirischen Untersuchung
2.3 Instrumente der Untersuchung
2.3.1 Beobachtung und mündliche Befragung
2.3.2 Experiment durch Tests
2.3.3 Schriftliche Befragung
2.3.4 Experteninterviews
2.4 Auswertungstechniken
3. Datenauswertung und Analyse der Ergebnisse
3.1 Ergebnisse aus der Beobachtung und mündlichen Befragung
3.2 Testergebnisse
3.3 Ergebnisse aus den Fragebögen mit Lernenden
3.4 Ergebnisse aus den Fragebögen mit Lehrern
3.5 Ergebnisse aus den Experteninterviews
4. Diskussion
Die vorliegende Masterarbeit untersucht die Rolle von Gestik und Mimik bei der Vermittlung von Wortschatz im DaF-Unterricht (Deutsch als Fremdsprache). Die zentrale Forschungsfrage fokussiert dabei auf die bewusste Nutzung nonverbaler Signale durch Lehrkräfte und deren positiven Einfluss auf das nachhaltige Lernen sowie die Behaltensleistung der Lernenden. Dabei wird explizit die Frage untersucht, ob es Unterschiede in der gestischen Darstellung verschiedener Wortarten gibt.
1.1.2 Nonverbale Kommunikation
„Die nonverbale Sprache, also die Körpersprache ist unabdingbarer Bestandteil der Kommunikation. Am einfachsten merkt man dies, wenn der nonverbale Anteil fehlt. Womit wir wieder bei der modernen Kommunikation wären. In einer Email oder einer SMS kann ein Text viel leichter falsch verstanden werden, als in einem direkten Gespräch. Daher entwickelte sich in der elektronischen Kommunikation auch sehr schnell die Beliebtheit von :-) ;-) oder ***ggg*** und so weiter: Köpersprache für Email und Chat.“ (Bruno 2011: 6)
Im Hinblick auf die Bedeutung des nonverbalen Verhaltens für die mündliche Produktion bzw. Interaktion ist es sinnvoll, den Blickwinkel einzuschränken. Ein großer Teil des nonverbalen Verhaltens läuft unbewusst ab; bestimmte Bereiche des Nonverbalen sind aber bewusstseinsfähig und können auch in kommunikativer Absicht eingesetzt werden (Strasser 2008: 65). So sind Phänomene nicht bewusst, aber in bestimmten Situationen kann Körperkontakt gezielt eingesetzt werden, um Inhalte zu vermitteln. Zum Beispiel kann durch Händeschütteln die Begrüßung demonstriert werden.
In der Forschung zum nonverbalen Verhalten ist daher üblich, das bewusst eingesetzte (intentionale) vom unbewusst eingesetzten (nichtintentionalem) nonverbale Verhalten abzugrenzen. Buller et al. (1996) bezeichnen intentionales nonverbales Verhalten als „nonverbale Kommunikation“ und betrachten diese als einen Teilbereich des nonverbalen Verhaltens, das wiederum einen Teilbereich der nonverbalen Information bildet. Diese Unterscheidung zwischen intentionalem und nichtintentionalem Verhalten ist aber nicht eindeutig: Kühn (2002: 42) kommt in ihrer Analyse der bisherigen Ansätze zum Schluss, dass bislang keine eindeutigen Unterscheidungskriterien zwischen nonverbaler Kommunikation und nonverbalem Verhalten existieren.
1. Forschungsstand und Theorie: Dieses Kapitel erörtert die theoretischen Grundlagen des nonverbalen Verhaltens und seine spezifische Bedeutung für den Fremdsprachenunterricht und die Wortschatzvermittlung.
2. Methodisches Design: Hier werden die Hypothesen der Arbeit formuliert und die empirische Vorgehensweise, bestehend aus Beobachtungen, Tests und Befragungen in indischen DaF-Instituten, detailliert beschrieben.
3. Datenauswertung und Analyse der Ergebnisse: Dieses Kapitel präsentiert die erhobenen Daten aus den Beobachtungen, Experimenten und Experteninterviews und wertet diese im Hinblick auf die aufgestellten Hypothesen aus.
4. Diskussion: Das abschließende Kapitel führt die Ergebnisse zusammen, gleicht sie mit der Theorie ab und reflektiert über die Rolle der Gestik und Mimik im DaF-Kontext.
DaF-Unterricht, Wortschatzvermittlung, Nonverbale Kommunikation, Gestik, Mimik, Fremdsprachenerwerb, Kinesik, Semantisierung, Multimodales Lernen, Empirische Untersuchung, Lehrstrategien, Wortschatzarbeit, Lernmotivation, Behaltensleistung, Körpersprache.
Die Arbeit befasst sich mit der Rolle und Funktion von Gestik und Mimik als unterstützende Lehrstrategie bei der Wortschatzvermittlung im Kontext von Deutsch als Fremdsprache.
Die Arbeit verknüpft theoretische Konzepte der nonverbalen Kommunikation mit empirischen Erkenntnissen über Lernprozesse, Wortschatzerwerb und die spezifische Wirkung gestischer Signale im Unterricht.
Das Ziel ist es, zu prüfen, ob der gezielte Einsatz von Gestik und Mimik das nachhaltige Lernen von Wortschatz fördert und ob Lehrkräfte diese Mittel bewusst oder unbewusst einsetzen.
Die Autorin verwendet ein mixed-methods Design, das offene Unterrichtsbeobachtungen, experimentelle Tests mit Lernenden, schriftliche Fragebögen sowie Experteninterviews mit erfahrenen Lehrkräften umfasst.
Der Hauptteil gliedert sich in eine fundierte theoretische Aufarbeitung der Fachliteratur sowie die detaillierte Darstellung und Analyse der empirischen Untersuchung, die an Instituten in Pune, Indien, durchgeführt wurde.
Wichtige Begriffe sind DaF-Unterricht, Wortschatzvermittlung, nonverbale Kommunikation, Gestik, Mimik, Behaltensleistung und multimodales Lernen.
Ja, die Arbeit zeigt auf, dass Verben und Adjektive besonders effektiv gestisch vermittelt werden können, während dies bei abstrakten Nomen oder Partikeln deutlich schwieriger ist.
Indien wird als „gestenreiche Kultur“ eingestuft. Die Autorin weist darauf hin, dass die Ergebnisse stark durch diesen kulturellen Kontext geprägt sind, was die Übertragbarkeit auf andere Länder einschränken könnte.
Der GRIN Verlag hat sich seit 1998 auf die Veröffentlichung akademischer eBooks und Bücher spezialisiert. Der GRIN Verlag steht damit als erstes Unternehmen für User Generated Quality Content. Die Verlagsseiten GRIN.com, Hausarbeiten.de und Diplomarbeiten24 bieten für Hochschullehrer, Absolventen und Studenten die ideale Plattform, wissenschaftliche Texte wie Hausarbeiten, Referate, Bachelorarbeiten, Masterarbeiten, Diplomarbeiten, Dissertationen und wissenschaftliche Aufsätze einem breiten Publikum zu präsentieren.
Kostenfreie Veröffentlichung: Hausarbeit, Bachelorarbeit, Diplomarbeit, Dissertation, Masterarbeit, Interpretation oder Referat jetzt veröffentlichen!

