Diplomarbeit, 1996
72 Seiten, Note: 1,0
Didaktik für das Fach Deutsch - Pädagogik, Sprachwissenschaft
I. VORWORT
II. EINFÜHRUNG
III. LERNSTRATEGIEPHÄNOMEN
A. DEFINITION
B. MERKMALE DER LERNSTRATEGIEN
C. ARGUMENTE FÜR LERNSTRATEGIEVERMITTLUNG
IV. DER GUTE FREMDSPRACHENLERNER
V. LERNSTRATEGIEN ZUM FREMDSPRACHENERWERB
A. METHODEN DER LERNSTRATEGIEERFASSUNG
1. Kategorien zur Klassifikation der Lernstrategieerfassungsmethoden
2. Methoden zur Erfassung von Lernstrategien
B. KLASSIFIKATION DER LERNSTRATEGIEN
1. Direkte Strategien
2. Indirekte Strategien
VI. LERNTYPEN
A. KLASSIFIKATION DER LERNTYPEN
1. Der rechts-visuelle Lerntyp
2. Der auditive Lerntyp
3. Der kinästhetische Lerntyp
4. Der links-visuelle Lerntyp
B. METHODEN DER LERNTYPERKENNUNG
1. Fragebogen
2. ELSIE
3. NLP-Techniken der Lerntyperkennung
VII. LERNSTRATEGIEN ZUM WORTSCHATZERWERB
A. VORBEREITUNG AUF DIE LERNPROZESSE
1. Das Erschliessen der Wortbedeutung
2. Eine Worterschliessungsstrategie in vier Schritten von Clarke
3. Die Benutzung eines Wörterbuchs
B. DER ANEIGNUNGSPROZESS DER LEXIK
1. Gedächtnisstützende Strategien für die einzelnen Lerntypen
2. Die Wiederholung
3. Das Üben
VIII. LERNSTRATEGIETRAINING
A. KOMPLEXITÄT DER STRATEGIEVERMITTLUNG
B. KRITERIEN FÜR VORBEREITUNG UND DURCHFÜHRUNG EINES LERNSTRATEGIETRAININGS
C. MODELL EINES STRATEGIETRAININGS
IX. ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht das Phänomen der Lernstrategien im Fremdsprachenerwerb mit dem Ziel, schwächeren Schülern durch die Vermittlung dieser Techniken zu besseren Lernerfolgen zu verhelfen und die Lernerautonomie zu fördern.
SCHLÜSSELWORTMETHODE
Als eine besonders effektive Mnemotechnik für Wortschatzerwerb hat sich die Schlüsselwortmethode erwiesen. Es wurden zahlreiche Untersuchungen, die die Leistungsfähigkeit dieser Technik zum Erlernen von Vokabeln überprüfen wollten, durchgeführt (für Deutsch: Butler, Ott und Blake 1973; Deschroches, Gelinas und Wieland 1989; für Russisch: Atkinson 1975; für Spanisch: Pressley 1977). In allen diesen Experimenten wurde eine bedeutende Überlegenheit dieser Methode gegenüber sonstigen Strategien nachgewiesen. Unter sonstigen Strategien versteht man Wiederholung, Lernen im Kontext, Verbildlichung ohne Interaktion und lernereigene Strategien.
Diese Schlüsselwortmethode teilt das Lernen in zwei Phasen. In der ersten Phase muß der Lernende ein ihm schon bekanntes Wort, das ähnlich wie das neue fremdsprachliche Wort klingt, finden. Das Wort soll möglichst konkret sein; es wird als Schlüsselwort verwendet. In der zweiten Phase assoziiert er eine mentale Vorstellung des Schlüsselwortes mit der muttersprachlichen Übersetzung einerseits, mit der Bedeutung des fremdsprachlichen Wortes andererseits. Der Lerner stellt sich ein Bild vor, welches das Schlüsselwort mit dem Lernwort verbindet. Diese Technik erleichtert Abruf der Vokabeln der beiden Sprachen in beide Richtungen. Das Schlüsselwort erinnert akustisch an das Lernwort und ruft das interaktive Gedächtnisbild hervor, was zur Identifizierung der Bedeutung führt. Soll hingegen das fremdsprachliche Wort abgerufen werden, aktiviert das muttersprachliche Wort das Gedächtnisbild und damit das phonologisch ähnliche Schlüsselwort, welches wiederum zur Rekonstruktion des Lernwortes führt.
I. VORWORT: Einleitende Betrachtung der historischen Entwicklung und Bedeutung von Lern- und Arbeitstechniken im Fremdsprachenunterricht.
II. EINFÜHRUNG: Darstellung der Forschungsfragen hinsichtlich der Unterschiede zwischen erfolgreichen und weniger erfolgreichen Fremdsprachenlernern.
III. LERNSTRATEGIEPHÄNOMEN: Definition und Merkmale von Lernstrategien sowie Argumente für deren gezielte Vermittlung im Unterricht.
IV. DER GUTE FREMDSPRACHENLERNER: Analyse des Verhaltens und der kognitiven sowie sozialen Strukturen erfolgreicher Fremdsprachenlerner.
V. LERNSTRATEGIEN ZUM FREMDSPRACHENERWERB: Klassifikation von Lernstrategien und methodische Ansätze zu deren Erfassung.
VI. LERNTYPEN: Theoretische Grundlagen zu Lerntypen und Methoden zu deren Erkennung, inklusive NLP-Techniken.
VII. LERNSTRATEGIEN ZUM WORTSCHATZERWERB: Anwendungsspezifische Strategien zur Vorbereitung und Aneignung von Wortschatz.
VIII. LERNSTRATEGIETRAINING: Diskussion von Kriterien für ein erfolgreiches Strategietraining und Vorstellung eines konkreten Vermittlungsmodells.
IX. ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Rückschau auf die Bedeutung der Strategievermittlung für die Individualisierung und Autonomie im Lernprozess.
Lernstrategien, Fremdsprachenerwerb, Fremdsprachendidaktik, Lernerautonomie, Lerntechniken, Lerntypen, Wortschatzerwerb, Mnemotechniken, NLP, Strategietraining, Lernstil, Informationsverarbeitung, Gedächtnis, kognitive Strategien, metakognitive Strategien
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Bedeutung von Lernstrategien für den Fremdsprachenerwerb und untersucht, wie diese gezielt vermittelt werden können, um den Lernerfolg zu steigern.
Die zentralen Themen umfassen die Definition und Klassifikation von Lernstrategien, die Rolle des "guten" Fremdsprachenlerners, die Berücksichtigung individueller Lerntypen sowie die Integration von Strategietrainings in den Fremdsprachenunterricht.
Das primäre Ziel ist es, Lehrern und Schülern Strategien an die Hand zu geben, um Lernprozesse zu individualisieren, das Lernen autonomer zu gestalten und insbesondere im Bereich des Wortschatzerwerbs effizienter zu agieren.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturanalyse sowie der Darstellung empirisch geprüfter Modelle zur Erfassung von Lernstrategien und zur Identifikation von Lerntypen, wie etwa ELSIE oder NLP-basierte Ansätze.
Der Hauptteil gliedert sich in die theoretische Fundierung von Lernstrategien, die Analyse von Lerntypen, eine detaillierte Erläuterung von Strategien speziell für den Wortschatzerwerb und die Entwicklung eines Modells für ein systematisches Strategietraining im Unterricht.
Zu den prägenden Begriffen gehören Lernstrategien, Lernerautonomie, Wortschatzerwerb, kognitive/metakognitive Strategien und Lerntypklassifikation.
Sie nutzt klangliche Ähnlichkeiten zwischen einem neuen Fremdwort und einem bekannten Schlüsselwort, um durch interaktive mentale Bilder das Behalten und Abrufen von Vokabeln signifikant zu erleichtern.
Sie ermöglicht es Lehrern, den Unterricht vielfältiger zu gestalten und Schülern gezielte Empfehlungen für Lerntechniken zu geben, die ihrem individuellen Informationsverarbeitungsstil entsprechen, statt Lernweisen zu erzwingen, die ihnen nicht liegen.
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