Masterarbeit, 2014
77 Seiten, Note: 2,0
I. Einleitung
II. Die „Wilden“ müssen „zivilisiert“ werden – Die Indianerpolitik Jeffersons und seiner Nachfolger
II.A. Europäische Denktraditionen und Jeffersons Indianerbild
II.A.1. „Zivilisieren“ – Aber wie?
II.B. Im Zeichen der Kontinuitär: James Monroe und John Quincy Adams
II.C. Ein Fehlschlag auf der ganzen Linie?
III. Die Georgia-Frontier: Ein vorhersehbarer Konflikt
III.A. Kampf um das Land – Die Cherokee als Opfer ihres eigenen Erfolges?
III.B. Eine Sovereign, Foreign Nation?
III.B.1. Die kompromisslose Reaktion Georgias
III.B.2. Widerstand leisten! Die Cherokee und der U.S. Supreme Court
IV. Move or be Removed: Andrew Jackson und seine Indianerpolitik
IV.A. Das Indianerbild Andrew Jacksons – Indian Fighter oder Humanitarian?
IV.A.1. Das Indianerbild Jacksons als US-Präsident anhand offizieller Dokumente
IV.A.2. Das Indianerbild Jacksons an der Frontier
IV.B. Am Ende der Geduld: Der Indian Removal Act von 1830
IV.B.1. Eine kontroverse Debatte
IV.C. Ein Vertrag um jeden Preis
V. Fazit
Die Arbeit untersucht die amerikanische Indianerpolitik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, insbesondere unter Präsident Andrew Jackson, und verbindet diese mit Frederick Jackson Turners Frontier-Hypothese, um die Frage nach dem „Triumph der Frontier“ zu beantworten. Dabei steht der Konflikt zwischen dem Bundesstaat Georgia und den Cherokee exemplarisch im Fokus, um die Umsetzung der Removal Policy sowie die rechtlichen und politischen Auseinandersetzungen zu beleuchten.
IV.A.1. Das Indianerbild Jacksons als US-Präsident anhand offizieller Dokumente
In Jacksons Rede zum Amtsantritt vom 4. März 1829 ist lediglich ein kurzer Satz zu dem wichtigen Aspekt der Indianerpolitik zu finden, der obendrein noch ziemlich allgemein gehalten ist. Dort heißt es:
„It will be my sincere and constant desire to observe toward the Indian tribes within our limits a just and liberal policy, and to give that humane and considerate attention to their rights and their wants which is consistent with the habits of our Government and the feelings of our people.“
Die hier verwendeten Termini sind allesamt unscharf und zweideutig und damit offen für unterschiedliche Interpretationen. Sogar die Tatsache, dass Jackson im Einklang mit der Politik der vorangegangenen Administrationen handeln möchte, kann unterschiedlich interpretiert werden. Die Cherokee argumentierten vor dem US Supreme Court, dass durch den Abschluss von Verträgen der Bundesregierung mit ihrem Stamm, ihre Eigenständigkeit als souveräne Nation anerkannt worden sei, wohingegen Jackson und seine Anhänger – die Frontiersmen und politischen Eliten der südlichen Bundesstaaten – dagegen argumentierten, wie im Verlauf des Kapitels zu zeigen sein wird.
I. Einleitung: Diese Einleitung führt in die amerikanische Indianerpolitik des 19. Jahrhunderts ein, definiert den Begriff "Removal Policy" und setzt den thematischen Rahmen mit Bezug auf die Frontier-Hypothese von Frederick Jackson Turner.
II. Die „Wilden“ müssen „zivilisiert“ werden – Die Indianerpolitik Jeffersons und seiner Nachfolger: Das Kapitel beleuchtet die Indianerpolitik der Präsidenten vor Jackson, insbesondere die von Thomas Jefferson geprägte Vorstellung einer "Zivilisierung" und Assimilation der Ureinwohner.
III. Die Georgia-Frontier: Ein vorhersehbarer Konflikt: Dieses Kapitel analysiert den eskalierenden Konflikt zwischen dem Bundesstaat Georgia und den Cherokee-Indianern, der durch Landhunger, Goldfunde und die verweigerte Souveränität der Cherokee geprägt war.
IV. Move or be Removed: Andrew Jackson und seine Indianerpolitik: Der Hauptteil untersucht detailliert die Politik Andrew Jacksons, sein ambivalentes Indianerbild zwischen "Indian Fighter" und "Humanitarian" sowie die Genese und Debatte um den Indian Removal Act von 1830.
V. Fazit: Das Fazit zieht eine abschließende Bilanz über die Verknüpfung von Turners Frontier-Hypothese mit der Realität der Indianerpolitik und bewertet die Rolle Jacksons sowie die Konsequenzen für die betroffenen Stämme.
Indianerpolitik, Removal Policy, Andrew Jackson, Frontier, Frederick Jackson Turner, Cherokee, Georgia, Indian Removal Act, Souveränität, U.S. Supreme Court, Assimilation, Landabtretung, Zivilisierung, Five Civilized Tribes, Indian Territory
Die Arbeit analysiert die US-amerikanische Indianerpolitik in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, mit einem besonderen Schwerpunkt auf der Amtszeit von Präsident Andrew Jackson und der Vertreibungspolitik.
Zu den zentralen Themen gehören die Frontier-These von Frederick Jackson Turner, die Entwicklung der sogenannten "Zivilisierungspolitik", der Konflikt zwischen dem Bundesstaat Georgia und den Cherokee sowie die juristische und politische Rechtfertigung des Indian Removal Act.
Das Hauptziel ist es, zu untersuchen, ob die Indianerpolitik unter Präsident Andrew Jackson als "Triumph der Frontier" interpretiert werden kann, wie es Turner in seiner Hypothese nahelegte.
Es handelt sich um eine historische Analyse, die auf einer umfassenden Auswertung offizieller Dokumente, Kongressreden, zeitgenössischer Verträge und relevanter geschichtswissenschaftlicher Sekundärliteratur basiert.
Der Hauptteil gliedert sich in eine Untersuchung von Jacksons politischem Handeln, die Analyse seiner Reden und Dokumente sowie eine detaillierte Betrachtung des Konflikts mit den Cherokee, inklusive der Rolle des U.S. Supreme Court.
Die Arbeit lässt sich durch Begriffe wie Removal Policy, Frontier, Cherokee-Nation, Indian Removal Act und Souveränitätskonflikt charakterisieren.
Die Cherokee galten als der am weitesten "zivilisierte" Stamm, der eigene staatliche Strukturen, eine Verfassung, eine geschriebene Sprache und eine Zeitung besaß, was ihnen eine organisierte Basis für ihren Widerstand bot.
Der 1829 entdeckte Goldfund auf dem Cherokee-Gebiet verschärfte den Druck durch den Bundesstaat Georgia massiv, da dieser nun die wirtschaftliche Ausbeutung der Ressourcen forcierte und die Cherokee weiter aus ihrem angestammten Land drängen wollte.
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