Bachelorarbeit, 2011
71 Seiten, Note: 1,0
1. Einleitung
2. Literaturübersicht
2.1. Hufrehe
2.1.1. Inzidenz und Relevanz der Erkrankung
2.1.2. mögliche Ursachen und pathogenetische Mechanismen
2.1.3. Stoffwechselerkrankungen die zur Hufrehe prädisponieren
2.1.4. Symptome
2.1.5. Behandlung
2.1.6. Perfusion
2.2. Der Nerv
2.2.1. Erregungsleitung und Übertragung
2.3. Histologie Nerv
2.3.1. Feinstruktur der Nervenzelle
2.3.2. Periphere Nervenfasern
2.3.3. Periphere Nerven
2.3.4. Regeneration der Nerven
2.3.5. Gebräuchliche Färbemethoden
2.4. Definition Schmerz
2.4.1. Schmerztheorien
2.4.2. Nozizeptoren
2.4.3. Vorgänge im Zentralnervensystem
2.4.4. Neuropathische Schmerzen
2.4.5. Schmerzchronifizierung
2.4.6. Schmerz bei Säugetieren
2.5. Elektroneurographie
2.5.1. Nervenleitgeschwindigkeit
2.5.2. Elektroden
2.5.3. Elektrodenartefakte
2.5.4. Verstärker
2.5.5. Filter
2.5.6. Mittelungsrechner (Averager)
3. Material und Methode
3.1. Material
3.1.1. Proben
3.2. Methode
3.2.1. Perfusion
3.2.2. Datenerhebung Elektroneurographie
3.2.2.1. Messung Gliedmaße 1
3.2.2.2. Messung Gliedmaße 3
3.2.3. Datenerhebung Histologie Gliedmaße 2
4. Ergebnisse
4.1. Elektroneurographie
4.2. Histologie
5. Diskussion
5.1. Optimierung der Messanordnung
5.2. Nutzen für Folgestudien und Kritikpunkt
6. Zusammenfassung
7. Summary
Diese Arbeit untersucht die Machbarkeit der Messung der Nervenleitgeschwindigkeit (NLG) und histologischer Veränderungen an extrakorporal perfundierten Pferdegliedmaßen. Ziel ist es, ein Modell zu etablieren, um schmerzhafte Prozesse bei Hufrehe-Patienten zu erforschen, ohne lebende Tiere zu schädigen.
1. Einleitung
Die Erkrankung Hufrehe ist schon seit Jahrhunderten bekannt, jedoch bis heute noch nicht zur Gänze erforscht. Bereits im 13 Jahrhundert kann man Einträge und Behandlungsvorschläge in verschiedenen Literaturen finden (ANKE RÜSBÜLT 1998). Es gibt verschiedene Hufrehearten, die Futterrehe, die Geburtsrehe, die Belastungsrehe und die Rehe auf Grund von Vergiftungen (HÄUSLER-NAUMBURGER, DÜBERT 2006). „Hufrehe ist allgemein definiert eine Entzündung der im Huf befindlichen Huflederhaut, speziell der Lederhautblättchen im Bereich der Zehenwand“ (HÄUSLER-NAUMBURGER, DÜBERT 2006)
Äußeres Anzeichen einer akuten Rehe kann die typische „Rehehaltung“ sein, bei welcher das Pferd die Hinterbeine so weit unter den Körper stellt wie es möglich ist um die schmerzhaften Vorderhufe zu entlasten. Weitere Anzeichen sind eine vermehrte Pulsation der Hauptmittelfußarterie, eine erhöhte Atem- und Pulsfrequenz, teilweise einen geschwollenen und erwärmten Kronrand, eine sehr hohe Schmerzempfindlichkeit auf Druck an der Hufsohle, ein klammer Gang und meistens ein gestörtes Allgemeinbefinden (HÄUSLER-NAUMBURGER, DÜBERT 2006). In weiterer Folge kommt es im Huf zu gravierenden Veränderungen, wie das Ablösen des Hufbeins von der Hornkapsel und somit in den meisten Fällen zur einer Kombination aus Absinken und Rotieren des Hufbeins. Durch dieses Absinken wird die Hufsohle flacher und es bildet sich ein für die Hufrehe typischer Knollhuf. Im schlimmsten Fall kann das Hufbein durch die Hufsohle durchbrechen. Das Hufbein löst sich komplett vom Hornschuh und es kann zu einem sogenannten „Ausschuhen “ kommen.
Auf Grund der sehr deutlichen Anzeichen einer Hufrehe ist diese Erkrankung als sehr schmerzhaft anzusehen.
Da schon mehr über die Ursachen und Anzeichen der Hufrehe als über den Grund der Schmerzhaftigkeit bekannt ist, möchte ich mich in der vorliegenden Arbeit mit dem Thema Schmerz bei Hufrehepatienten auseinander setzen.
1. Einleitung: Einführung in die Problematik der Hufrehe beim Pferd und Definition der Forschungsabsicht mittels extrakorporaler Perfusion.
2. Literaturübersicht: Detaillierte Darstellung der Grundlagen zu Hufrehe, Nervenanatomie, Schmerztheorien und den Prinzipien der Elektroneurographie.
3. Material und Methode: Beschreibung der Probenahme, des Perfusionsmodells und der angewandten Untersuchungstechniken (Elektroneurographie und Histologie).
4. Ergebnisse: Dokumentation der durchgeführten Messungen der Nervenleitgeschwindigkeit und der histologischen Analyse der Nervenproben.
5. Diskussion: Interpretation der Ergebnisse, Reflexion der Messanordnung und Ausblick auf den Nutzen für künftige Forschungsprojekte.
6. Zusammenfassung: Zusammenfassung der wissenschaftlichen Vorgehensweise und der gewonnenen Erkenntnisse über die Durchführbarkeit der Messungen.
7. Summary: Englische Zusammenfassung der Arbeit.
Hufrehe, extrakorporale Perfusion, Pferdegliedmaßen, Nervenleitgeschwindigkeit, Elektroneurographie, Schmerzforschung, Histologie, Nervendegeneration, Schmerzpathophysiologie, Modellentwicklung, Laminits, Nervenfunktion, digitale Nerven, neuropathischer Schmerz.
Die Arbeit befasst sich mit der Etablierung eines Modells zur Untersuchung von Nervenfunktionen an extrakorporal perfundierten Vordergliedmaßen des Pferdes, um Grundlagen für die Erforschung schmerzhafter Prozesse bei Hufrehe zu schaffen.
Zentrale Themen sind die Pathophysiologie der Hufrehe, die neuroanatomischen Grundlagen peripherer Nerven beim Pferd, Schmerzmechanismen sowie die praktische Anwendung der Elektroneurographie in einem experimentellen Perfusionsmodell.
Das primäre Ziel besteht darin, festzustellen, ob an gesunden, perfundierten Gliedmaßen mittels Elektroneurographie eine Reaktion der Nerven auf Reize gemessen werden kann, um in Zukunft Schmerzreaktionen bei Hufrehe-Patienten studieren zu können.
Es wird ein extrakorporales Perfusionsmodell verwendet, bei dem abgetrennte Pferdegliedmaßen künstlich am Leben erhalten werden, kombiniert mit elektrophysiologischen Messungen (Elektroneurographie) und histologischen Gewebeuntersuchungen.
Der Hauptteil umfasst eine umfassende Literaturübersicht über die anatomischen und physiologischen Grundlagen, die detaillierte Beschreibung des methodischen Aufbaus der Perfusion und der Messinstrumente sowie die Auswertung und Diskussion der gewonnenen Daten.
Wichtige Begriffe sind Hufrehe, extrakorporale Perfusion, Elektroneurographie, Nervenleitgeschwindigkeit, Schmerzforschung und Histologie.
Die Methode ermöglicht es, physiologische und pathologische Prozesse an den Nerven unter kontrollierten Bedingungen zu untersuchen, ohne dabei lebende Pferde für invasive Schmerzreize oder experimentelle Belastungen zu gefährden.
Es gab Schwierigkeiten bei der fachgerechten Fixierung der Proben aus Stunde 3, was zu einer faserauflösenden Problematik führte, weshalb diese Proben nicht für die Untersuchung herangezogen werden konnten.
Die Berechnung erfolgte nach der physikalischen Formel: Nervenleitgeschwindigkeit = Strecke / Zeit, basierend auf der Latenzzeit zwischen Stimulation und gemessener Antwort am Nerv.
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