Masterarbeit, 2014
101 Seiten, Note: 1,3
1. EINLEITUNG
1.1 PROBLEMSTELLUNG
1.2 ZIELSETZUNG
1.3 VORGEHENSWEISE
2. BEDARF POTENTIELLER AAL NUTZER UND DIE UNTERSTÜTZUNG DURCH AMBIENT ASSISTED LIVING
2.1 AMBIENT ASSISTED LIVING
2.2 DIE DEFINITION DES AMBIENT ASSISTED LIVING
2.3 DEFINITION SMART HOME
2.4 GRUNDLEGENDE BEDÜRFNISSE POTENZIELLER AAL-NUTZER
2.4.1 DAS SOZIALES UMFELD EINES MENSCHEN
2.4.2 LEBENSLANGES LERNEN UND DAS TRAINIEREN KOGNITIVER FÄHIGKEITEN
2.4.3 DIE MOBILITÄT ALS VORAUSSETZUNG ZUR TEILHABE AM GESELLSCHAFTLICHEN LEBEN
2.4.4 SICHERHEITSBEDÜRFNIS DES MENSCHEN
2.4.5 DAS BEDÜRFNIS NACH HEIMAT UND GEBORGENHEIT
2.4.6 GESUNDHEIT UND PRÄVENTION
2.4.7 SPEZIELLE HILFEN, DIE DURCH EIN HÖHERES LEBENSALTER BENÖTIGT WERDEN
2.5 GRUNDLEGENDE ANFORDERUNGEN AN AAL-TECHNOLOGIEN UND -SYSTEME
3. AAL-ASSISTENZRING UND DIE DAZUGEHÖRIGEN DIENSTLEISTUNGEN
3.1 DER ASSISTENZRING BEIM AMBIENTE ASSISTED LIVING
3.2 DIE TÄTIGKEITEN DER ZENTRALE
3.3 DIE TÄTIGKEITEN DER PERSÖNLICHEN ASSISTENZ
3.4 DIE AUFGABENGEBIETE DER PFLEGE
3.5 DIE EIGENSCHAFTEN DER NOTRUFZENTRALE
3.6 DER AUFGABENBEREICH DES SERVICETECHNIKERS
4. DURCH DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG GEFÖRDERTE FORSCHUNGSPROJEKTE
4.1 HIGHTECH-STRATEGIE DER BUNDESREGIERUNG DEUTSCHLAND
4.1.1 PROJEKT 1: „AAL@HOME“
4.1.2 PROJEKT 2: „ALTERLEBEN – ALTERN LEBENSWERT GESTALTEN“
4.1.3 PROJEKT 3: „AUTAGEF – AUTOMATISIERTE ASSISTENZ IN GEFAHRENSITUATIONEN“
4.1.4 PROJEKT 4: „DAILY CARE JOURNAL: SENSORGESTÜTZTES ASSISTENZSYSTEM FÜR PFLEGENETZWERKE“
4.1.5 PROJEKT 5: „EASYCARE – SITUATIVE ASSISTENZSYSTEME UND BEDARFSGERECHTE DIENSTLEISTUNGEN“
4.1.6 PROJEKT 6: „GESUND WOHNEN MIT STIL – GEWOS“
4.1.7 PROJEKT 7: „MOTIVOTION 60+ – ERHALTUNG DER GEISTIGEN UND KÖRPERLICHEN FITNESS VON SENIOREN“
4.1.8 PROJEKT 8: „PAALIATIV – INTELLIGENTE TECHNISCHE UNTERSTÜTZUNGSMÖGLICHKEITEN“
4.1.9 PROJEKT 9: „SAMDY – SENSORBASIERTES ADAPTIVES MONITORINGSYSTEM“
4.1.10 PROJEKT 10: „SELBST – SELBSTBESTIMMT LEBEN IM ALTER MIT MIKROSYSTEMTECHNIK“
4.1.11 PROJEKT 11: „SAFE@HOME – SENSORBETREUTES WOHNEN“
4.1.12 PROJEKT 12: „SENSFLOOR – SENSITIVER BODENBELAG“
4.1.13 PROJEKT 12: „SMARTASSIST – PLATTFORM ZUR UNTERSTÜTZUNG EINES ALTERSGERECHTEN LEBENS“
4.1.14 PROJEKT 14: „SMARTSENIOR – INTELLIGENTE DIENSTE UND DIENSTLEISTUNGEN FÜR SENIOREN“
4.1.15 PROJEKT 15: „TSA – TECHNISCH-SOZIALES ASSISTENZSYSTEM“
4.1.16 PROJEKT 16: „VAMOS – VERSORGUNGSEFFIZIENZ DURCH TECHNOLOGIEN“
4.1.17 PROJEKT 17: „WEBDA – WEBBASIERTE DIENSTE FÜR ÄLTERE MENSCHEN UND ANGEHÖRIGE“
4.1.18 PROJEKT 18: „WOHNSELBST – SYSTEMÜBERGREIFENDE VERNETZUNG UND ALTERSGERECHTE ASSISTENZEN“
4.2 GESAMTÜBERBLICK ÜBER DIE PROJEKTE DES BUNDESMINISTERIUMS FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG
4.3 GEGENWÄRTIGE SITUATION DES BERUFSBEREICHS ALTENPFLEGE
4.4 PERSÖNLICHE ASSISTENZ FÜR BEHINDERTE MENSCHEN
5. EMPIRISCHE FALLSTUDIE DER SCHNITTSTELLE TABLET-PC
5.1 METHODISCHE VORGEHENSWEISE
5.2 DATEN UND ERGEBNISSE DER UNTERSUCHUNG
5.2.1 ERGEBNISSE DER BEOBACHTUNG UND BEFRAGUNG DES HAUSHALTS IN BERLIN
5.2.2 ERGEBNISSE DER BEOBACHTUNG UND BEFRAGUNG DES HAUSHALTS IN BRANDENBURG
5.2.3 ZUSAMMENFASSUNG DES FELDTESTS ZUR SCHNITTSTELLE IPAD
6. AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG
Die Arbeit untersucht theoretisch vom Bundesministerium für Bildung und Forschung geförderte AAL-Projekte, um zu ermitteln, welche technischen und menschlichen Hilfsleistungen Senioren benötigen, um möglichst lange selbstständig in ihrer gewohnten Umgebung zu bleiben. Dabei liegt ein besonderer Schwerpunkt auf der Akzeptanz technischer Systeme und der Bedeutung der persönlichen Assistenz, welche durch eine empirische Fallstudie zur Nutzung eines Tablet-PCs in Haushalten weiter beleuchtet wird.
1.1 Problemstellung
Die Menschen in Deutschland erreichen ein immer höheres Alter bei oftmals guter Gesundheit. Je höher das menschliche Alter jedoch ist, desto mehr nehmen körperliche und geistige Einschränkungen einen wichtigen Bestandteil im Leben ein. Die Lebensqualität der älteren Menschen leidet. Der Bedarf an Unterstützung und Pflege steigt in diesem Lebensabschnitt kontinuierlich an.
Das Bild des demografischen Wandels wird in Deutschland vor allem durch die Alterung der Bevölkerung geprägt (siehe Abb. 1). Die Bevölkerungszahl stieg bis zur Mitte der 60er-Jahre kontinuierlich an. Ab den 70er-Jahren verringerte sich der Geburtenüberschuss und schlug in einen wachsenden Sterbefallüberschuss um.1
Somit verschiebt sich das Verhältnis der Altersstruktur zugunsten der Älteren. In Deutschland ist bereits heute jeder fünfte Bewohner mindestens 65 Jahre alt mit einer steigenden Tendenz für die Zukunft.2
1. EINLEITUNG: Einleitung in die Problematik des demografischen Wandels und Vorstellung der Zielsetzung sowie der Vorgehensweise der Arbeit.
2. BEDARF POTENTIELLER AAL NUTZER UND DIE UNTERSTÜTZUNG DURCH AMBIENT ASSISTED LIVING: Analyse der theoretischen Grundlagen von AAL und Smart Home sowie der spezifischen Bedürfnisse älterer Menschen als Basis für AAL-Systeme.
3. AAL-ASSISTENZRING UND DIE DAZUGEHÖRIGEN DIENSTLEISTUNGEN: Vorstellung eines theoretischen Modells, das technische Hilfsmittel und verschiedene Akteure in einem Dienstleistungsnetzwerk für Senioren zusammenführt.
4. DURCH DAS BUNDESMINISTERIUM FÜR BILDUNG UND FORSCHUNG GEFÖRDERTE FORSCHUNGSPROJEKTE: Detaillierte Untersuchung und Bewertung von 18 geförderten Forschungsprojekten hinsichtlich ihrer Komponenten, Kosten und Praxisreife.
5. EMPIRISCHE FALLSTUDIE DER SCHNITTSTELLE TABLET-PC: Präsentation der methodischen Vorgehensweise und Ergebnisse eines Feldtests zur Akzeptanz und Nutzung von Tablet-PCs durch Senioren.
6. AUSBLICK UND ZUSAMMENFASSUNG: Zusammenfassende Reflexion über die Ergebnisse und ein Ausblick auf die zukünftige Bedeutung und Integration von AAL-Systemen.
Ambient Assisted Living, AAL, demografischer Wandel, Seniorenbetreuung, Smart Home, Assistenzsysteme, persönliche Assistenz, Pflege, Gesundheitsprävention, Technikakzeptanz, Tablet-PC, Forschungsprojekte, Dienstleistungsmodell, Wohnumfeld, Altenpflege.
Die Arbeit befasst sich mit der Untersuchung von AAL-Projekten (Ambient Assisted Living), um ein Modell für die Unterstützung älterer Menschen in ihrem häuslichen Umfeld durch eine Kombination aus Technik und persönlicher Assistenz zu entwickeln.
Die zentralen Felder umfassen den demografischen Wandel, die Bedarfe und Bedürfnisse von Senioren, die verschiedenen technischen Ausprägungen von AAL-Systemen sowie die Rolle menschlicher Assistenzdienstleistungen.
Das Ziel ist es, einen sogenannten „Assistenzring“ zu erstellen, der eine intelligente Anordnung von Technik und Dienstleistungen entwirft, um den Verbleib älterer Menschen in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen und zu fördern.
Neben einer umfassenden theoretischen Literatur- und Projektanalyse nutzt die Arbeit eine empirische Fallstudie, in der ein Feldtest mit Tablet-PCs (iPads) in ausgewählten Haushalten durchgeführt wurde.
Der Hauptteil analysiert 18 spezifische Forschungsprojekte des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, bewertet deren Komponenten und Funktionen und stellt sie dem entwickelten „Assistenzring“-Modell gegenüber.
Wichtige Begriffe sind Ambient Assisted Living, AAL, demografischer Wandel, Assistenzsysteme, Technikakzeptanz, Altenpflege und die Unterstützung in der häuslichen Umgebung.
Technik allein kann nicht alle menschlichen Bedürfnisse erfüllen. Eine persönliche Assistenz dient als Vertrauensperson und Organisator, die auf die Psyche und die individuelle Persönlichkeit des Seniors eingehen kann.
Die Senioren zeigten eine hohe Akzeptanz und konnten die Geräte nach kurzer Einweisung gut bedienen, insbesondere für Videotelefonie und zur Informationsbeschaffung, wobei der Preis der Geräte als Haupthindernis für einen Kauf genannt wurde.
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