Bachelorarbeit, 2013
49 Seiten, Note: 1.7
1 Problemstellung
2 Internationale Entwicklungspolitik
2.1 Theorie der Entwicklungspolitik
2.2 Akteure der Entwicklungspolitik
2.3 Entwicklungsfinanzierung
2.3.1 Instrumente der Entwicklungszusammenarbeit
2.3.2 Ausländische Direktinvestitionen in der Entwicklungsfinanzierung
2.4 Die Bedeutung von Ankerländern
2.5 Erneuerbare Energien in der Entwicklungspolitik
3 Die MENA-Region
3.1 Überblick und Definition
3.2 Politischer Umbruch
3.3 Herausforderungen im patrimonialen Kapitalismus
4 Analyse
4.1 Erneuerbare Energien in der MENA-Region
4.1.1 Energiesituation in der MENA-Region
4.1.2 Potenzial erneuerbarer Energien
4.1.3 Herausforderungen
4.1.4 Projekte in der MENA-Region
4.2 Desertec
4.2.1 Das Desertec-Projekt
4.2.2 SWOT-Analyse
4.2.3 Kritik an Desertec
4.2.4 Aktueller Stand
4.2.5 Ausblick
5. Schlussbetrachtung
Die Arbeit analysiert, ob und inwiefern der Ausbau erneuerbarer Energien als wirksames Instrument der Entwicklungszusammenarbeit in der MENA-Region dienen kann, um wirtschaftliches Wachstum und Beschäftigung zu fördern, und untersucht dabei kritisch das Megaprojekt Desertec.
4.2.1 Das Desertec-Projekt
Die Desertec Stiftung ging 2008 aus dem fünf Jahre zuvor gegründeten Trans-Mediterranean Renewable Energy Cooperation Network hervor. Seit 2004 hatte das DLR verschiedene Studien zur solarthermischen Stromerzeugung durchgeführt, die schließlich von der Desertec Stiftung aufgegriffen wurden. Eine der Studien, die TRANS-CSP-Studie von 2006, hat ergeben, dass bis zum Jahr 2050 eine Investitionssumme von 400 Milliarden Euro benötigt würden, um 17 Prozent des Strombedarfs in Europa, der auf 4.000 Terawattstunden pro Jahr geschätzt wird, zu decken. In dem Szenario der TRANS-CSP Studie wird von einem Bau von 50 Solarkraftwerken und 20 Hochspannungs-Geichstrom-Übertragungseinheiten (HGÜ) ausgegangen, die eine Gesamtkapazität von 102 Gigawatt haben sollen. Bis 2050 sollen so 707 Terawattstunden pro Jahr nach Europa geliefert werden (Ruchser 2012: 92).
Auch die Privatwirtschaft in Deutschland interessierte sich für das Konzept. Daher wurde es wurde die Desertec-Industrie-Initiative Dii mit dem Ziel gegründet, bis zum Jahr 2050 einen Markt für Solarstrom aus der MENA-Region zu schaffen. Im Juni 2012 wurde in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung eine Studie mit dem Titel „Desert Power 2050“ erarbeitet. Die Dii rechnet mit bis zu 20 Prozent Wüstenstrom für Europa und einem Nettoexportvolumen von über 1.000 Terawattstunden bis 2050. Dabei gehen die Forscher davon aus, dass die EU-MENA-Region einen vollständig integrierten Stromverbund hat und die Systemkosten optimiert hat (Dii 2012).
1 Problemstellung: Einleitung in die Bedeutung erneuerbarer Energien für die MENA-Region angesichts von Klimawandel und steigender Energienachfrage.
2 Internationale Entwicklungspolitik: Theoretische Grundlagen der Entwicklungspolitik, Definition von Akteuren und Instrumenten der Finanzierung sowie die Rolle von Ankerländern.
3 Die MENA-Region: Analyse der sozio-ökonomischen Struktur, der Auswirkungen des "Arabischen Frühlings" und der Herausforderungen durch den patrimonialen Kapitalismus.
4 Analyse: Untersuchung des Potenzials erneuerbarer Energien, der CSP-Technologie sowie eine detaillierte SWOT-Analyse und Kritik des Desertec-Projekts.
5. Schlussbetrachtung: Fazit zur Rolle erneuerbarer Energien als Instrument für Entwicklung und Zusammenfassung der Hindernisse und Potenziale.
Erneuerbare Energien, MENA-Region, Entwicklungspolitik, Desertec, Solarthermie, CSP, Entwicklungszusammenarbeit, Wirtschaftswachstum, Technologietransfer, Ankerländer, patrimonialer Kapitalismus, Energiewende, Nachhaltigkeit, Investitionen, Infrastruktur
Die Arbeit untersucht das Potenzial und die Herausforderungen beim Ausbau erneuerbarer Energien in der MENA-Region als Bestandteil der internationalen Entwicklungszusammenarbeit.
Die Themen umfassen internationale Entwicklungspolitik, die spezifischen sozio-politischen Strukturen der MENA-Region sowie die technische und ökonomische Machbarkeit von Solarenergieprojekten.
Das Ziel ist die Analyse, ob der Ausbau erneuerbarer Energien ein geeignetes Instrument für wirtschaftliche Entwicklung, Technologietransfer und Beschäftigungsförderung in der MENA-Region darstellt.
Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche in Bibliotheken sowie der Auswertung themenspezifischer Studien und Wirtschaftsdaten internationaler Institutionen wie Weltbank, IWF und OECD.
Der Hauptteil analysiert die aktuelle Energiesituation, das enorme Potenzial von Wind- und Solarenergie sowie detailliert das Megaprojekt Desertec mittels einer SWOT-Analyse.
Wichtige Begriffe sind MENA-Region, Erneuerbare Energien, Desertec, Entwicklungszusammenarbeit, CSP-Technologie und patrimonialer Kapitalismus.
Ägypten spielt aufgrund seiner demographischen und wirtschaftlichen Größe eine Schlüsselrolle für die regionale Stabilität und fungiert als Referenzpunkt für die Entwicklung und Implementierung energiepolitischer Strategien.
Kritiker bemängeln unter anderem die hohen Investitionskosten, den Top-Down-Ansatz, die Vernachlässigung lokaler sozio-politischer Gegebenheiten und die Gefahr eines neokolonialen Ansatzes durch Fokus auf Energieexporte.
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