Bachelorarbeit, 2010
124 Seiten, Note: 1.0
1 Einleitung
1.1 Exposition
1.2 Motivation
1.3 Struktur der Arbeit
2 Grundlagen
2.1 Zum Begriff der Schulsozialarbeit
2.2 Definition zur Schulsozialarbeit nach Drilling
Diskussion: Theorie und Praxis
2.3 Warum Schulsozialarbeit?
2.3.1 Alltagspraktische Begründungsmuster zur Schulsozialarbeit
Exkurs: Professionalisierung mit Offenheit – ein Oxymoron?
2.3.2 Theoretische Begründungsmuster zur Schulsozialarbeit
2.4 Schlüsselaspekte der Schulsozialarbeit
2.4.1 Aufgaben und Zuständigkeiten
2.4.2 Profil und Rolle
2.4.3 Kooperation
2.5 Zusammenfassung
3 Methode
3.1 Vorbereitung
3.2 Qualitatives Design
3.2.1 Erhebungsmethode – Experteninterview
3.2.2 Interviewpartner
3.2.3 Durchführung des Interviews
3.3 Methodisches Vorgehen
3.3.1 Qualitative Inhaltsanalyse nach Mayring
3.3.2 Kategoriensystem
4 Ergebnisse
4.1 Darstellung der Ergebnisse
4.2 Interpretation der Ergebnisse
4.3 Zusammenfassung der Ergebnisse
5 Diskussion und Ausblick
Diese Bachelor-Arbeit untersucht die Möglichkeiten und Grenzen einer gelingenden Zusammenarbeit zwischen Schulsozialarbeit und Schule, um dem aktuellen Dissens zwischen diesen beiden Professionen entgegenzuwirken. Basierend auf einer theoretischen Fundierung und einem Experteninterview am Wilhelmsgymnasium in Kassel wird die Forschungsfrage beantwortet, welche Parameter eine transparente und ganzheitliche Kooperation fördern oder behindern.
1.1 Exposition
Der folgende Abschnitt orientiert sich an den Inhalten der obligatorischen Einführung eines jeden Dramas. Diese informiert das Publikum im Vorfeld über Protagonisten, Verhältnisse und Zustände und führt es an den zentralen Konflikt des jeweiligen Theaterstücks heran. Die perspektivische Transparenz, die dem Publikum an dieser Stelle vermittelt wird, lässt sich auf erste Schlüsselprobleme der Schulsozialarbeit übertragen. Der generelle Wunsch nach mehr Transparenz hinsichtlich des fachlichen Profils, der Berufsrolle, dem Zusammenwirken der Berufsgruppen oder auch einer Umkehr willkürlich praktizierter Schulsozialarbeit in konzeptionelle Wohlstruktur, ist weit gestreut und repräsentiert auch heute noch Brisanz und Aktualität.
Dieser defizitäre Zustand wirkt dem obigen Anspruch von Thimm entgegen. Mögliche Gründe dafür sind darin zu sehen, „dass sich ... die unterschiedlichen Rollen in der Praxis kaum trennen lassen [gram. Änderung, YY], [weil, Ergänzung, YY] ein schneller Rollenwechsel und die kontinuierliche (Neu-)Definition der eigenen Rolle gegenüber den Jugendlichen und den LehrerInnen den Alltag der Schulsozialarbeit prägt [gram. Änderung, YY]“ (Baier zitiert nach Thimm 2010:85f.). Auch die Schülerparteilichkeit der SchulsozialarbeiterInnen und ihr Bestreben nach Autonomie als eigenständige Profession wird als Erzeuger mangelnder Transparenz ausgewiesen. Aber gerade die geforderte „Professionalität definiert vor allem Zuständigkeiten und Nicht-Zuständigkeiten“ (Thiersch 2002:194).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Dissonanz zwischen Schule und Schulsozialarbeit und stellt die zentrale Forschungsfrage nach deren Möglichkeiten und Grenzen.
2 Grundlagen: Dieses Kapitel erarbeitet theoretische Begründungsmuster und Konzepte, die für ein Verständnis der Schulsozialarbeit und ihrer Einbettung in das System Schule erforderlich sind.
3 Methode: Die Methodik beschreibt das qualitative Forschungsdesign unter Verwendung von Experteninterviews und deren Auswertung mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring.
4 Ergebnisse: Hier werden die durch das Interview gewonnenen Daten dargestellt, interpretiert und auf die theoretischen Annahmen aus Kapitel 2 bezogen.
5 Diskussion und Ausblick: Das abschließende Kapitel diskutiert die Übertragbarkeit der Ergebnisse auf andere Schulen und leitet Handlungsempfehlungen für die Gestaltung gelingender Kooperationen ab.
Schulsozialarbeit, Schule, Transparenz, Begründungsmuster, Kooperation, Profil, Rolle, Möglichkeiten, Grenzen, Offenheit, Unterstützung, Schulseelsorge, Bildungsstandards, Professionalisierung, Evaluation
Die Arbeit untersucht die Zusammenarbeit von Schulsozialarbeit und Schule, insbesondere warum diese in der Praxis oft problematisch verläuft und welche Faktoren zu einer gelingenden Kooperation beitragen können.
Im Zentrum stehen die Aufgabenteilung zwischen den Professionen, das fachliche Profil der Schulsozialarbeit, die Rolle der Lehrkräfte sowie die Kooperationsdefizite in der Schulpraxis.
Das Ziel ist es, Möglichkeiten und Grenzen der Kooperation aufzuzeigen und Parameter zu identifizieren, die eine transparente und ganzheitlich funktionierende Zusammenarbeit zwischen beiden Professionen ermöglichen.
Die Arbeit nutzt ein qualitatives Forschungsdesign, bestehend aus einer Einzelfallanalyse am Wilhelmsgymnasium in Kassel, und wertet ein Experteninterview mittels der qualitativen Inhaltsanalyse nach Mayring aus.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Aufarbeitung von Begründungsmustern für Schulsozialarbeit (Kapitel 2) und die empirische Analyse eines Experteninterviews (Kapitel 3 und 4).
Wesentliche Begriffe sind Schulsozialarbeit, Transparenz, Kooperation, Rollenverständnis, Professionalisierung und Schulseelsorge.
Die Schulseelsorge am untersuchten Gymnasium dient als Fallbeispiel, um zu verdeutlichen, wie pädagogische Unterstützung ohne systematische Einbettung in das Schulkonzept an Grenzen stößt und zur Stigmatisierung führen kann.
Die Untersuchung macht deutlich, dass ein leistungsorientiertes Selbstverständnis der Schule, Zeitdruck bei den Lehrkräften und fehlende strukturelle Unterstützung der Schulleitung die dauerhafte Integration von externen Kooperationspartnern erschweren.
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