Bachelorarbeit, 2014
60 Seiten, Note: 1,0
1 Einführung
2 Theoretische Herleitung
2.1 Lebenslagenansatz
2.1.1 Lebenslage bei Weisser
2.1.2 Multidimensionalität
2.1.3 Mehrebenenansatz
2.1.4 Lebenslage als Explanandum und Explanans
2.1.5 Pflegebedürftigkeit und Migrationshintergrund im Lebenslagenansatz
2.2 Salutogenese
2.2.1 Salutogenese im Unterschied zur Pathogenese
2.2.2 Heterostase und die Fluss-Metapher
2.2.3 Das HEDE-Kontinuum
2.2.4 Stressoren und Generalisierte Widerstandsressourcen
2.2.5 Das Kohärenzgefühl
2.2.5.1 Die drei Komponenten des Kohärenzgefühls
2.2.5.2 Bildung des Kohärenzgefühls durch Lebenserfahrungen
2.2.6 Das Kohärenzgefühl und die Bewertung von Reizen
2.2.7 Pflegebedürftigkeit und Migrationshintergrund im Modell der Salutogenese
2.3 Zwischenfazit und Zusammenfassung
3 Forschungsstand
3.1 Lebenssituation von Älteren mit Migrationshintergrund
3.1.1 Materielle Situation
3.1.2 (Frühere) Erwerbstätigkeit
3.1.3 Lebenszufriedenheit
3.1.4 Wohnen und Leben
3.1.5 Kultur und soziale Kontakte
3.1.6 Private und informelle Unterstützungsressourcen
3.2 Gesundheitssituation von Migranten
3.2.1 Physische Gesundheit
3.2.2 Psychische Gesundheit
3.3 Auswertung aktueller Forschungsergebnisse
3.3.1 Datenlage
3.3.2 'Tatsächlich Pflegebedürftige' versus 'Anerkannt Pflegebedürftige'
3.3.3 Zahl Pflegebedürftiger mit Migrationshintergrund steigt
3.3.4 Höhere Pflegebedürftigkeit als Folge höherer Gesundheitsrisiken und -belastungen
3.3.5 Pflegebedürftige Migranten nehmen seltener professionelle Hilfen in Anspruch
3.4 Zwischenfazit
4 Schlussfolgerungen und Handlungsansätze für die Soziale Arbeit
4.1 Soziale Arbeit und klassische Krankheitsprävention
4.1.1 Prävention
4.1.2 Rehabilitation
4.2 Soziale Arbeit und Gesundheitsförderung
4.2.1 Bildung als Voraussetzung für die Beseitigung sozialer Ungleichheiten
4.2.2 Interkulturelle Öffnung der Regeldienste
4.2.3 Vernetzung und Kooperation mit Migrantenorganisationen
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit untersucht den Zusammenhang zwischen einem Migrationshintergrund und dem Risiko der Pflegebedürftigkeit im Alter. Dabei wird analysiert, inwieweit soziale und gesundheitliche Benachteiligungen dazu führen, dass Migranten ein erhöhtes Risiko für Pflegebedürftigkeit tragen und welche spezifischen Handlungsansätze die Soziale Arbeit entwickeln kann, um dieses Risiko zu senken und die Versorgungssituation zu verbessern.
2.1.1 Lebenslage bei Weisser
G. Weisser versteht unter Lebenslage den „Spielraum, den die äußeren Umstände dem Menschen für die Erfüllung der Grundanliegen bieten, die ihn bei der Gestaltung seines Lebens leiten“ (Weisser, 1972, S.770) und der ihm nachhaltig für die Befriedigung der Interessen zur Verfügung steht (vgl. Voges, 2011, S.23).
Im Mittelpunkt des Lebenslagenansatzes steht demnach neben einer Person zur Verfügung stehenden materiellen undとい immateriellen Ressourcen auch der mögliche Handlungsspielraum, der sich daraus für die Person ergibt. Beeinflusst wird der Spielraum zudem durch die individuellen Fähigkeiten und die von der Gesellschaft gegebenen Möglichkeiten (vgl. ebd., S.21ff). Im Unterschied zu anderen Ansätzen oder Konzepten geht es also nicht nur um die Frage nach der Existenz, sondern auch um die individuelle Verwendbarkeit und Nutzung von vorhandenen Ressourcen.
Weisser formulierte Kataloge zu Eigenschaften, die bei der Typisierung von Lebenslagen beachtet werden sollten und als Dimensionen bezeichnet werden. Neben der konkreten Ausstattung mit Gütern, beinhaltet seine Definition nach Mardorf „auch subjektive Elemente wie Wohlbefinden und Selbstbewusstsein oder Zufriedenheit sowie die Bedingungen des Alltagshandelns aufgrund familialer oder infrastruktureller Handlungsspielräume, beispielsweise Aufstiegsmöglichkeiten“ (Mardorf, 2006, S.94).
1 Einführung: Die Einleitung beleuchtet den Zusammenhang zwischen sozialer Ungleichheit und Gesundheit und definiert die Relevanz der Untersuchung des Migrationshintergrunds für das Risiko der Pflegebedürftigkeit.
2 Theoretische Herleitung: Dieses Kapitel verknüpft soziologische und gesundheitswissenschaftliche Perspektiven durch den Lebenslagenansatz und das Modell der Salutogenese, um den Einfluss von Migrationshintergründen theoretisch zu begründen.
3 Forschungsstand: Hier werden empirische Erkenntnisse zur Lebenssituation älterer Migranten sowie deren Gesundheit und Inanspruchnahme von Unterstützungsleistungen analysiert.
4 Schlussfolgerungen und Handlungsansätze für die Soziale Arbeit: Dieses Kapitel leitet konkrete Handlungsempfehlungen aus der Theorie und Empirie ab, mit Fokus auf Krankheitsprävention und Gesundheitsförderung.
5 Fazit: Das Fazit fasst die zentralen Ergebnisse zusammen und betont die Notwendigkeit einer differenzierten Betrachtung von Migrantengruppen in der Sozialen Arbeit.
Migrationshintergrund, Pflegebedürftigkeit, Soziale Arbeit, Lebenslagenansatz, Salutogenese, Gesundheit, soziale Ungleichheit, Alter, Prävention, Gesundheitsförderung, Migranten, Versorgungsstruktur, Altenhilfe, Kohärenzgefühl, Benachteiligung.
Die Arbeit analysiert den Einfluss eines Migrationshintergrunds auf das Risiko der Pflegebedürftigkeit im Alter und untersucht, wie die Soziale Arbeit unterstützend eingreifen kann.
Zu den zentralen Themen gehören soziale Ungleichheit, Gesundheit, Lebenslagen von älteren Migranten und die Wirksamkeit präventiver Maßnahmen in der Sozialen Arbeit.
Das Ziel ist es, die spezifischen gesundheitlichen Risiken für ältere Migranten zu identifizieren und Ansatzpunkte für eine verbesserte gesundheitliche Versorgung durch soziale Dienstleistungen zu finden.
Die Autorin nutzt den soziologischen Lebenslagenansatz nach G. Weisser sowie das medizinische Salutogenese-Modell von A. Antonovsky als theoretische Basis.
Der Hauptteil gliedert sich in eine theoretische Herleitung der Konzepte, eine Darstellung des aktuellen Forschungsstands zur Situation älterer Migranten und eine Auswertung relevanter Daten zum Pflegebedarf.
Wichtige Begriffe sind Migration, Pflegebedürftigkeit, soziale Ungleichheit, Salutogenese, Prävention und Gesundheitsförderung.
Diese Unterscheidung ist entscheidend, da viele ältere Migranten zwar Pflegebedarf haben, diesen aber aufgrund von Barrieren oder anderen Strategien nicht in das offizielle System der Pflegeversicherung einspeisen, was die Datenlage verzerrt.
Die Arbeit zeigt, dass ältere Migranten professionelle Hilfe seltener in Anspruch nehmen, was auf sprachliche Barrieren, abweichende kulturelle Wertvorstellungen und eine stärkere Fokussierung auf familiäre Unterstützungsressourcen zurückzuführen ist.
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