Bachelorarbeit, 2009
38 Seiten, Note: 3
1. Einleitung
1.1. Prospektive Vergütungssysteme allgemein
1.2. Das österreichische LKF-System
2. Methode und Ziel
3. Resultate
3.1. Übersicht zu den Ergebnissen der Literatursuche
3.2. Resultate (basierend auf Literatursuche)
3.2.1. Höhere Kosten- und Leistungstransparenz
3.2.2. Langfristige Eindämmung der Kostensteigerungen
3.2.3. Reduzierung unnötiger Mehrfachleistungen
3.2.4. Strukturveränderungen (u.a. Akutbettenabbau)
3.2.5. Einheitliches Planungs- und Steuerungsinstrument
3.2.6. Weitere Aspekte
4. Diskussion
5. Conclusio
Die vorliegende Arbeit untersucht mittels einer fundierten Literaturrecherche, warum das Leistungsorientierte Krankenhausfinanzierungssystem (LKF) in Österreich die ursprünglich gesetzten gesundheitspolitischen Ziele – insbesondere die Kosten- und Leistungstransparenz sowie die langfristige Kosteneindämmung – nicht erreichen konnte.
3.2.6. Weitere Aspekte
Aufgrund der Literaturrecherche erscheint es vielmehr, dass eine gewichtige Ursache, warum das System der LKF seine Ziele nicht erreichen konnte, in der politischen Struktur Österreichs liegt. Bereits Simon (2000) wies im Vorfeld auf die Problematik mit den gewachsenen Strukturen in Deutschland hin. Da das österreichische System noch am ehesten mit Deutschland vergleich bar ist, scheint dies auch für Österreich zu gelten.
Laimböck (2009) weist in seiner Arbeit noch präziser daraufhin und stellt folgenden Vergleich mit einer Kfz-Reparaturwerstätte an:
„Akteure: - Versicherte - Versicherung (erhält Versicherungsbeiträge von den Versicherten) - Finanzier der Reparaturbetriebe (erhält Geld aus staatlichen Budgets und eine Pauschalzahlung von der Versicherung unabhängig von Leistungen und Versicherten) - Reparaturbetriebe (erhalten Leistungen vom Finanzier bezahlt)
Die folgenden Bedingugen herrschen: - Die Versicherten bezahlen einen geringen Versicherungsbeitrag und erhalten dafür vollständigen Versicherungsschutz gegen Kfz Reparaturen von der Kfz-Reparaturversicherung (entspricht unseren Beiträgen zur GKV).
1. Einleitung: Das Kapitel führt in das österreichische Sozialversicherungssystem ein und erläutert die Notwendigkeit der Umstellung von Taggeldsätzen auf prospektive, leistungsorientierte Vergütungssysteme (LKF).
2. Methode und Ziel: Hier wird das methodische Vorgehen der Literaturrecherche dargelegt und die Forschungsfrage zur Zielerreichung der LKF in Österreich definiert.
3. Resultate: Dieses Kapitel präsentiert die Ergebnisse der Literaturstudie und gleicht diese mit den spezifischen politischen Zielsetzungen für das LKF-System in Österreich ab.
4. Diskussion: Die Diskussion interpretiert die Ergebnisse und verdeutlicht, warum die Umsetzung der LKF aufgrund der komplexen Struktur und Interessenlagen in Österreich die gesteckten Erwartungen verfehlte.
5. Conclusio: Das Fazit fasst die Fallstricke des Instruments zusammen und hinterfragt die Zukunftsfähigkeit des aktuellen Systems unter den gegebenen demografischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen.
LKF, Krankenhausfinanzierung, Österreich, DRG, prospektive Vergütung, Gesundheitsökonomie, Kosteneindämmung, Leistungstransparenz, Krankenhausmanagement, Gesundheitssystem, Strukturreform, stationäre Versorgung, Leistungsorientierung, Effizienz, Versorgungsqualität
Die Arbeit analysiert kritisch das österreichische System der Leistungsorientierten Krankenhausfinanzierung (LKF) hinsichtlich seiner Wirksamkeit bei der Erreichung der ursprünglich definierten Ziele.
Im Zentrum stehen die Struktur des österreichischen Gesundheitswesens, internationale Erfahrungen mit DRG-Systemen sowie die ökonomischen Anreizstrukturen innerhalb von Krankenhäusern.
Die zentrale Frage ist, warum trotz Einführung eines modernen, leistungsorientierten Vergütungssystems die Kosten im Krankenhaussektor gestiegen sind und die angestrebten Reformziele weitgehend verfehlt wurden.
Die Autorin/der Autor führt eine extensive und systematische Literaturrecherche durch, um internationale Studienergebnisse mit der österreichischen Situation zu vergleichen.
Der Hauptteil gliedert sich in die Darstellung der Literaturergebnisse zu DRG-Systemen und eine detaillierte, zielbezogene Analyse der LKF-Effekte in den Bereichen Kostentransparenz, Steuerungsinstrumente und Strukturwandel.
Die Arbeit lässt sich vor allem über Begriffe wie LKF, Krankenhausfinanzierung, prospektive Vergütung, Effizienz und Strukturreform definieren.
Dieser Vergleich dient als Metapher, um die problematischen Anreizstrukturen für Versicherte, Finanziers und Leistungserbringer im österreichischen Gesundheitswesen auf verständliche Weise zu verdeutlichen.
Der Föderalismus wird als ein wesentlicher Hemmschuh für eine einheitliche und effiziente Steuerung des Systems identifiziert, da er zu Kompetenzzersplitterungen führt.
Die Analyse der Literatur zeigt, dass keine explizite Verschlechterung der Qualität festgestellt werden konnte, aber auch keine nennenswerten Verbesserungen durch das Finanzierungssystem erzielt wurden.
Der Autor stellt infrage, ob Österreich sich die Fortführung des aktuellen Systems unter dem Druck demografischer und wirtschaftlicher Entwicklungen langfristig leisten kann, ohne grundlegende strukturelle Reformen anzustoßen.
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