Masterarbeit, 2012
107 Seiten, Note: 1,0
1 Einleitung
2 Zum Schulbuch
2.1 Rahmenbedingungen der Schulbuchanalyse - das Schulbuch im Spannungsfeld von Politik, Unterricht und Gesellschaft
2.2 Das Erdkundeschulbuch im Unterricht
2.3 Entwicklung der geographischen Lehrpläne
2.4 Verfahren und Kriterien in der Schulbuchforschung
3 Von der Reiseerziehung zum Nachhaltigen Tourismus
3.1 Begriffsbestimmungen
3.1.1 Tourismus
3.1.2 Nachhaltigkeit
3.1.3 Sanfter Tourismus / Nachhaltiger Tourismus
3.1.4 Reiseerziehung
3.2 Geschichte und Entwicklung des Tourismus
3.3 Zur Notwendigkeit der Reiseerziehung
3.4 Ziele der Reiseerziehung
3.5 Reiseerziehung im Geographieunterricht
3.6 Das Thema ‚Tourismus‘ in den Bildungsplänen für Hamburger Gymnasien für das Fach Geographie, Sekundarstufe I
3.7 Themenfelder der Reiseerziehung im Spiralcurriculum nach HEMMER
4 Methodik der eigenen Forschung
4.1 Hypothesen
4.2 Auswahl des Untersuchungsmaterials
4.3 Zur Methodik der quantitativen und qualitativen Inhaltsanalyse
4.4 Vorgehen der Untersuchung
5 Ergebnisse der Schulbuchanalyse
5.1 Ergebnisse der quantitativen Inhaltsanalyse
5.1.1 Identifizierte Tourismusseiten
5.1.2 Aufgabenstellungen
5.1.3 Visuelle Textsorten
5.2 Ergebnisse der qualitativen Inhaltsanalyse
5.2.1 Themenanalyse
5.2.2 Ausrichtung der Themen
5.2.3 Raumbezug
5.2.4 Operatoren
5.2.5 Handlungsorientierung
5.3 Die historischen Schulbuchreihen im Vergleich
5.4 Überprüfung der Hypothesen
5.4.1 ‚Umsetzung der Bildungspläne‘
5.4.2 ‚Visuelle Textsorten‘
5.4.3 ‚Das Konzept der Reiseerziehung‘
5.5 Kritische Betrachtung der Ergebnisse
5.6 Kritik an der Untersuchung und Ausblick
6 Zusammenfassung und Fazit
Die Arbeit untersucht, inwieweit das Konzept der Reiseerziehung, das zu einer nachhaltigen Verhaltensänderung von Reisenden führen soll, in den Geographieunterricht der Sekundarstufe I integriert ist, indem aktuelle und historische Schulbuchreihen analysiert und verglichen werden.
1 Einleitung
„Quo vadis Tourismus?“ - „Wohin gehst du, Tourismus?“ Diese Frage scheint in Anbetracht aktueller Statistiken schnell beantwortet zu sein. „In die weite Welt! …und wenn es geht, noch weiter!“ Doch wenn man sich dieser Frage umgangssprachlich annimmt, scheint die deutsche Übersetzung „Wohin soll das noch führen, Tourismus?“ nicht so einfach zu beantworten zu sein. Diese Frage impliziert einen kritischen Ansatz, der das Überdenken von Vergangenem erfordert, um für das gegenwärtige Verhalten Veränderungen zu erzielen. ‚Doch was ist schief gelaufen?‘ Es geht hierbei um die Auswirkungen und Problemfelder, die durch bestehende touristische Nutzungsstrukturen entstanden sind und sich fortwährend weiterentwickeln.
Sowohl in den geoökologischen als auch sozioökonomischen Bereichen sind diese verheerend. Als Folgen sind unter anderem die Beeinflussung des Naturraumes, die Probleme der Ver- und Entsorgung sowie die sozioökonomischen Veränderungen in den Zielregionen zu nennen. Dem gegenüber stehen wenige positive Auswirkungen wie beispielsweise die Schaffung neuer Arbeitsplätze oder der Ausbau der Infrastruktur. Nichts desto trotz überwiegen die Probleme, die sich aus der intensiven touristischen Nutzung ergeben. Um der aktuellen Situation und der stetigen Weiterentwicklung des Massentourismus entgegenzuwirken, können konkrete Handlungsfelder benannt werden, die auf diese Entwicklung Einfluss haben. Im Bereich der Tourismuspolitik, bei den Verantwortlichen in den Tourismusdestinationen und den Reiseveranstaltern aber auch bei den Reisenden selbst, lassen sich diese Handlungsfelder identifizieren (vgl. HEMMER 2006, Strukturskizze).
1 Einleitung: Die Einleitung führt in die Problematik des Tourismus ein, begründet die Notwendigkeit der Reiseerziehung und formuliert das Ziel der Arbeit, diese anhand von Schulbuchanalysen zu untersuchen.
2 Zum Schulbuch: Dieses Kapitel beleuchtet das Schulbuch als Basismedium des Unterrichts, erörtert seine Funktionen und Defizite sowie die Kriterien der Schulbuchforschung.
3 Von der Reiseerziehung zum Nachhaltigen Tourismus: Es werden zentrale Begrifflichkeiten geklärt, die Notwendigkeit der Reiseerziehung begründet und das Konzept im Kontext des Geographieunterrichts und der Bildungspläne theoretisch verankert.
4 Methodik der eigenen Forschung: Hier werden die Hypothesen der Arbeit formuliert, das Untersuchungsmaterial (aktuelle und historische Schulbücher) vorgestellt und das methodische Vorgehen der Inhaltsanalyse erläutert.
5 Ergebnisse der Schulbuchanalyse: Dieses Kapitel präsentiert die quantitativen und qualitativen Ergebnisse der Schulbuchanalyse, vergleicht aktuelle und historische Werke und überprüft die aufgestellten Hypothesen.
6 Zusammenfassung und Fazit: Die Arbeit schließt mit einer zusammenfassenden Reflexion der Ergebnisse und einer abschließenden Bewertung des aktuellen Stands der Reiseerziehung in Schulbüchern.
Tourismus, Reiseerziehung, Nachhaltigkeit, Geographieunterricht, Schulbuchanalyse, Massentourismus, Sanfter Tourismus, Bildungspläne, Sekundarstufe I, Inhaltsanalyse, Handlungsorientierung, Raumbezug, Werteerziehung, Reisekompetenz, Nachhaltige Entwicklung.
Die Arbeit befasst sich mit der Integration einer „Reiseerziehung“ in den Geographieunterricht, die darauf abzielt, bei Schülern eine nachhaltige Verhaltensänderung gegenüber touristischen Reisezielen zu fördern.
Zentrale Themen sind die Auswirkungen des Massentourismus, die theoretische Fundierung des „Sanften Tourismus“ sowie die didaktische Aufbereitung dieser Inhalte in Geographieschulbüchern.
Das Ziel ist es, mittels einer Schulbuchanalyse zu prüfen, ob die behandelten Tourismusinhalte dem Konzept der Reiseerziehung nach HEMMER gerecht werden und Schüler zu einem verantwortungsvollen Reiseverhalten befähigen.
Die Arbeit nutzt quantitative und qualitative Inhaltsanalysen, um aktuelle und historische Schulbuchreihen der Verlage Westermann und Klett hinsichtlich ihrer inhaltlichen Ausrichtung, visuellen Darstellung und Aufgabenstruktur zu untersuchen.
Der Hauptteil umfasst eine theoretische Auseinandersetzung mit dem Schulbuchbegriff, die Klärung der Reiseerziehung, eine Analyse der einschlägigen Bildungspläne für Hamburg sowie die empirische Auswertung des Schulbuchmaterials.
Wichtige Begriffe sind Reiseerziehung, Nachhaltigkeit, Geographieunterricht, Schulbuchanalyse, Sanfter Tourismus und handlungsorientiertes Lernen.
Die Unterscheidung verdeutlicht die Notwendigkeit, das Reiseverhalten kritisch zu reflektieren und den „sanften Tourist“ als Leitbild für ein respektvolles und umweltverträgliches Handeln zu etablieren.
Die Autorin kommt zu dem Schluss, dass die aktuellen Schulbücher das Konzept der Reiseerziehung nur in Ansätzen abdecken und die Lehrkräfte daher zwingend auf zusätzliches Material angewiesen sind, um eine handlungsorientierte Erziehung zu gewährleisten.
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