Bachelorarbeit, 2014
72 Seiten, Note: 1,7
1. Einleitung
2. Das Neue Kommunale Finanzmanagement
2.1. Grundgedanke der Reformierung
2.2. Das Neue Steuerungsmodell
2.3. Das Drei-Komponenten-System des Haushaltswesens
2.4. Der Jahresabschluss
2.5. Das Haushaltssicherungskonzept
3. Controlling
3.1. Definition des Controllings und Bedeutung
3.2. Controlling in der Kommune
3.3. Controlling-Instrumente auf kommunaler Ebene
3.3.1. Die SWOT-Analyse
3.3.2. Die BOSTON-Matrix
3.3.3. Kommunale Nutzwertanalyse
4. Die Balanced Scorecard
4.1. Konzeption der Balanced Scorecard
4.2. Die vier klassischen Perspektiven
4.3. Ursachen-Wirkungsbeziehungen
4.4. Strategische Ziele
4.5. Ausgewogenheit
4.6. Messgrößen
4.7. Zielwerte und Maßnahmen
5. Anwendungsbeispiel: Stadt Lemgo
5.1. Konzept einer Balanced Scorecard für die Kommune
5.2. Organisatorischen Rahmen schaffen
5.3. Strategische Ausrichtung
5.4. Zielvorgaben
5.4. Kommunales Ursachen-Wirkungskonzept
5.5. Messgrößen zu den strategischen Zielen innerhalb der Kommune
5.6. Maßnahmenergreifung
5.7. Kennzahlen
5.8. Berichtswesen
5.9. Der kontinuierliche Einsatz der Balanced Scorecard
6. Zusammenfassung und Perspektive
Die vorliegende Arbeit untersucht die Anwendungsmöglichkeiten des strategischen Controllings im kommunalen Sektor, insbesondere durch den Einsatz des Managementinstruments "Balanced Scorecard". Zentrales Ziel ist es, die Eignung dieses aus der Privatwirtschaft stammenden Instruments für die spezifischen Anforderungen und Rahmenbedingungen kommunaler Verwaltungen zu prüfen und anhand des Praxisbeispiels der Stadt Lemgo zu verdeutlichen.
3.1. Definition des Controllings und Bedeutung
Nach Horváth ist Controlling ein variables Subsystem der Führung, das Planung, Kontrolle und Informationsversorgung in einem System bildet, intern koppelt und durch Koordination und Adaption die Organisation unterstützt.
Controlling ist in diesem Zusammenhang ein dynamischer Prozess, der eine kontinuierliche Abstimmung und Synchronisation der genannten Subsysteme vorsieht.
Die Basis bilden Informationen, die aus den Größen des internen Rechnungswesens generiert werden. Daher sind insbesondere eine Kosten-Leistungsrechnung und ein ausgearbeitetes Kennzahlensystem und Berichtswesen unumgänglich, um eine sinnvolle Unterstützung der Führungsebene bei Erreichung der definierten strategischen Ziele gewährleisten zu können, wie es im Neuen Steuerungsmodell vorgesehen ist (Kapitel 2.2.).
1. Einleitung: Diese Einleitung beschreibt die durch das Neue Kommunale Finanzmanagement initiierte Reform des Haushaltsrechts und die zunehmende Bedeutung des Controllings für die strategische Ausrichtung kommunaler Verwaltungen.
2. Das Neue Kommunale Finanzmanagement: Das Kapitel erläutert die Umstellung der kommunalen Haushaltsführung von der traditionellen Kameralistik auf ein doppisches Rechnungswesen zur Steigerung von Transparenz und Wirtschaftlichkeit.
3. Controlling: Hier werden theoretische Grundlagen des Controllings sowie spezifische Instrumente wie die SWOT-Analyse, die BOSTON-Matrix und die Nutzwertanalyse in ihrem kommunalen Anwendungskontext dargestellt.
4. Die Balanced Scorecard: Dieses Kapitel widmet sich der Konzeption und dem Aufbau der Balanced Scorecard, ihrer vier klassischen Perspektiven sowie der methodischen Bedeutung von Ursachen-Wirkungsbeziehungen.
5. Anwendungsbeispiel: Stadt Lemgo: Das Kapitel bietet eine detaillierte Fallstudie, die den praktischen Implementierungsprozess einer Balanced Scorecard in einer Kommune unter Berücksichtigung spezifischer Zielvorgaben und Maßnahmen darlegt.
6. Zusammenfassung und Perspektive: Die Arbeit schließt mit einer Würdigung der Balanced Scorecard als probates Steuerungsinstrument, betont jedoch zugleich die Notwendigkeit flexibler Anpassungen und ausreichender personeller Kapazitäten für eine erfolgreiche Umsetzung.
Controlling, Kommune, Neues Kommunales Finanzmanagement, NKF, Balanced Scorecard, Strategische Ausrichtung, Haushaltssteuerung, Kennzahlensystem, Stadt Lemgo, Ressourcenverbrauchskonzept, Strategische Ziele, Ursachen-Wirkungskette, Verwaltungsmanagement, Zieldefinition, Haushaltskonsolidierung
Die Arbeit analysiert, inwiefern das strategische Controlling und insbesondere die Balanced Scorecard als Instrumente zur Steuerung kommunaler Verwaltungen unter den Bedingungen des Neuen Kommunalen Finanzmanagements eingesetzt werden können.
Zentrale Themen sind die Reform des kommunalen Haushaltswesens, die Übertragung von Managementinstrumenten aus der Wirtschaft in den öffentlichen Sektor sowie die praktische Anwendung strategischer Planung in der Stadtverwaltung.
Ziel ist es, die konzeptionellen Ansätze des strategischen Controllings auf kommunaler Ebene zu verdeutlichen und aufzuzeigen, wie die Balanced Scorecard als Instrument der Haushaltskonsolidierung und Zielsteuerung praktisch genutzt werden kann.
Die Arbeit nutzt eine Kombination aus theoretischer Fundierung durch Fachliteratur und einer praktischen Fallstudie (Anwendungsbeispiel), um die Implementierung von Controllingsystemen exemplarisch nachzuzeichnen.
Im Hauptteil werden zunächst die theoretischen Grundlagen des NKF und klassische Controlling-Instrumente erläutert, gefolgt von einer detaillierten Beschreibung des Balanced Scorecard-Ansatzes inklusive Kennzahlenbildung und Ursachen-Wirkungsanalysen.
Zu den wichtigsten Begriffen zählen Controlling, Kommunales Finanzmanagement, Balanced Scorecard, Haushaltssteuerung, Zielvorgaben und das Praxisbeispiel Stadt Lemgo.
Während in der Wirtschaft der finanzielle Erfolg im Vordergrund steht, erfordert die Kommune eine Anpassung an politische und soziale Zielsetzungen, was die Einbeziehung weiterer Perspektiven (z.B. Bürgerperspektive) notwendig macht.
Der Autor nennt insbesondere die notwendige Einbindung der Mitarbeiter, die Sicherstellung stetiger Kommunikation und das Vorhandensein ausreichender personeller Kapazitäten als kritische Erfolgsfaktoren für die praktische Anwendung.
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