Diplomarbeit, 2004
101 Seiten, Note: 2,0
1 Einleitung
2 Begriffsbestimmung und Abgrenzung von funktionellen Lebensmitteln
2.1 Begriffsbestimmung
2.2 Rechtliche Einordnung von funktionellen Lebensmitteln
2.2.1 Rechtliche Einordnung in Deutschland und in der EU
2.2.2 Rechtliche Einordnung in Japan und den USA
2.3 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von herkömmlichen Lebensmitteln
2.4 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von Arzneimitteln
2.5 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von Nahrungsergänzungsmitteln
2.6 Abgrenzung der funktionellen Lebensmittel von Novel Food
2.7 Diskussion
3 Funktionelle Lebensmittel, ihre Inhaltsstoffe und ihre Effekte auf den Gesundheitszustand
3.1 Probiotische funktionelle Lebensmittel
3.1.1 Inhaltsstoffe
3.1.2 Effekte der Probiotika
3.1.2.1 Einfluss auf das Immunsystem
3.1.2.2 Wirkung auf die Blutlipide
3.1.3 Diskussion
3.2 Prebiotische funktionelle Lebensmittel
3.2.1 Inhaltsstoffe
3.2.1.1 Fructooligosaccharide
3.2.1.2 Inulin
3.2.1.3 Oligofructose
3.2.2 Effekte der Prebiotika
3.2.2.1 Einfluss auf die Besiedlung der Darmflora
3.2.2.2 Einfluss auf die Bioverfügbarkeit von Calcium
3.2.2.3 Wirkung auf Blutlipide
3.2.2.4 Antikanzerogene Wirkung
3.2.3 Diskussion
3.3 Funktionelle Lebensmittel mit sekundären Pflanzenstoffen
3.3.1 Inhaltsstoffe
3.3.2 Phytosterine
3.3.3 Effekte der sekundären Pflanzenstoffe
3.3.4 Einfluss auf den Cholesterinspiegel
3.3.5 Diskussion
4 Schlussbetrachtung
5 Zusammenfassung
6 Literaturverzeichnis
Ziel dieser Diplomarbeit ist es, einen fundierten Überblick über den aktuellen wissenschaftlichen Kenntnisstand zu funktionellen Lebensmitteln zu geben, wobei insbesondere deren Inhaltsstoffe und gesundheitliche Wirkungsweisen im Fokus stehen.
3.1.2.1 Einfluss auf das Immunsystem
Das Immunsystem bietet seinem Wirt Schutz vor Infektionen und Krankheiten, die durch Viren und fremde MO aus der Umgebung auftreten können (Meydani und Ha 2000). Der GIT mit einer ausgeglichenen Mikroflora ist das wichtigste Immunorgan des Körpers, da er 60% der Gesamtkonzentration an Immunglobulinen produziert (Bourlioux et al. 2003, Ouwehand et al. 2002). Diese immunologische Barriere kann durch Krankheiten oder Antibiotika geschwächt werden, so dass aus der Nahrung oder dem Darm stammenden pathogenen Keimen ein leichter Zugang zum Wirt ermöglicht wird (Calder und Kew 2002, Isolauri et al. 2001). Die Unterstützung des Immunsystems lässt sich anhand immunologischer Parameter, wie beispielsweise die Produktion von Cytokinen (Interleukin-2) und Immunglobulin A (IgA), die Phagocytoseaktivität, die T-Zellen-Funktion oder die Aktivität der natürlichen Killerzellen bewerten (Arunachalam et al. 2000, Meydani und Ha 2000).
Die Ernährung spielt eine entscheidende Rolle in der Entwicklung des Immunsystems. Die möglichen Mechanismen von Probiotika basieren auf der Gründung einer nicht-immunologischen Schutzbarriere des Darms, welche die ansteigende intestinale Permeabilität und die Veränderung der intestinalen Mikroflora beinhaltet. Ein anderer Mechanismus ist die Verbesserung der immunologischen intestinalen Barriere durch IgA und die Reduzierung der intestinalen inflammatorischen Antwort, womit ein stabilisierenden Effekt auf den Darm verbunden ist (Isolauri et al. 2001).
Im folgenden Abschnitt wird anhand von Studien die Unterstützung des Immunsystems durch Probiotika dargestellt.
1 Einleitung: Diese Einleitung beleuchtet die historische Entwicklung von Lebensmitteln als Mittel zur Gesundheitsprävention und gibt einen Ausblick auf die aktuelle Marktsituation sowie die Zielsetzung dieser Arbeit.
2 Begriffsbestimmung und Abgrenzung von funktionellen Lebensmitteln: Hier wird der Terminus funktionelle Lebensmittel definiert, mit verschiedenen nationalen Ansätzen verglichen und von anderen Produktgruppen wie Arzneimitteln abgegrenzt.
3 Funktionelle Lebensmittel, ihre Inhaltsstoffe und ihre Effekte auf den Gesundheitszustand: Dieses Kapitel detailliert die Wirkmechanismen von Probiotika, Prebiotika und sekundären Pflanzenstoffen anhand zahlreicher wissenschaftlicher Studien.
4 Schlussbetrachtung: Die Schlussbetrachtung fasst die Ergebnisse zusammen, weist auf den noch bestehenden Forschungsbedarf hin und bewertet das Potenzial von funktionellen Lebensmitteln für die zukünftige Gesundheitsprävention.
5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bietet eine prägnante Übersicht über die in der Arbeit behandelten Themenbereiche und deren wesentliche Erkenntnisse.
6 Literaturverzeichnis: Das Literaturverzeichnis listet alle in der Arbeit verwendeten wissenschaftlichen Quellen und Studien auf.
Funktionelle Lebensmittel, Probiotika, Prebiotika, sekundäre Pflanzenstoffe, Immunsystem, Cholesterin, Darmflora, Calciumabsorption, Gesundheitsprävention, Ernährung, Stoffwechsel, Inulin, Oligofructose, Phytosterine, Lebensmittelrecht
Die Arbeit bietet einen umfassenden Überblick über den aktuellen Wissensstand zu funktionellen Lebensmitteln, deren Inhaltsstoffe und deren Wirkung auf die menschliche Gesundheit.
Die Arbeit fokussiert sich auf drei Hauptbereiche: probiotische Lebensmittel, prebiotische Lebensmittel sowie Produkte, die mit sekundären Pflanzenstoffen angereichert sind.
Das Ziel ist es, die wissenschaftliche Evidenz für gesundheitsfördernde Effekte funktioneller Lebensmittel zu bewerten und die Abgrenzung zu Arzneimitteln und anderen Produkten rechtlich und inhaltlich zu klären.
Es handelt sich um eine systematische Literaturanalyse, die zahlreiche internationale Studien (doppel-blind, placebokontrolliert) auswertet und vergleicht.
Der Hauptteil behandelt die Wirkungen spezifischer Inhaltsstoffe (z.B. Lactobacillen, Bifidobakterien, Inulin, Phytosterine) auf das Immunsystem, die Darmflora, den Lipidstoffwechsel und die Mineralstoffaufnahme.
Die wichtigsten Begriffe sind Funktionelle Lebensmittel, Probiotika, Prebiotika, Cholesterin, Immunsystem und Prävention.
Die Ergebnisse aus Tierversuchen zeigen zwar eine verminderte Tumorentwicklung oder Mortalität bei der Zufuhr von Prebiotika, jedoch ist ein direkter experimenteller Nachweis für eine solche Wirkung beim Menschen bisher nicht erbracht.
Studien deuten darauf hin, dass bereits tägliche Aufnahmen von ca. 5-6 g Prebiotika ausreichen können, um die Bifidobakterienanzahl im Darm positiv zu beeinflussen, wobei die ideale Dosis oft bei etwa 10 g/d liegt.
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