Masterarbeit, 2013
100 Seiten, Note: 1,3
1 Einleitung
2 Theoretische Grundlagen
2.1 Ökologische Nachhaltigkeit
2.1.1 Definition und Dimensionen
2.1.2 Ökologische Ziele, Strategien und Indikatoren
2.1.3 Ökologische Nachhaltigkeit in der unternehmerischen Praxis
2.2 Geschäftsprozessmanagement im Kontext ökologischer Nachhaltigkeit
2.2.1 Aufgaben des konventionellen Geschäftsprozessmanagements
2.2.2 Ökologisch nachhaltiges Geschäftsprozessmanagement
2.3 Readiness als Fähigkeit nachhaltig zu handeln
3 Methodik
3.1 Literaturrecherche
3.1.1 Durchführung der Literaturrecherche
3.1.2 Ergebnisse der Literaturauswertung
3.2 Entwicklung eines Green-BPM-readiness-Modells
3.2.1 Grüne Einstellung
3.2.2 Grüne Strategie
3.2.3 Grüne Governance
3.2.4 Grüne Modellierung
3.2.5 Grünes Monitoring
3.2.6 Grüne Optimierung
3.3 Umfragedesign und Durchführung der Datenerhebung
3.4 Datenanalyse
3.4.1 Vorgehensweise einer Strukturgleichungsmodellierung
3.4.2 Vorgehensweise einer konfirmatorischen Faktorenanalyse
4 Evaluierung des Green-BPM-readiness-Modells
4.1 Soziodemographische Auswertung
4.2 Faktorenanalyse des Messmodells
4.2.1 Modellformulierung und Pfaddiagramm
4.2.2 Identifikation der Modellstruktur
4.2.3 Parameterschätzung und Beurteilung der Schätzergebnisse
4.3 Regressionsanalyse des Strukturmodells
5 Fazit
Die vorliegende Arbeit zielt darauf ab, ein theoretisches Modell zur Messung der Bereitschaft (Readiness) von Unternehmen zur Implementierung von ökologisch nachhaltigem Geschäftsprozessmanagement (Green-BPM) zu entwickeln und dieses mittels empirisch erhobener Daten statistisch zu evaluieren, um die für eine erfolgreiche Umsetzung maßgeblichen Faktoren zu identifizieren.
3.2.1 Grüne Einstellung
Die grüne Einstellung bezeichnet die Geisteshaltung eines Unternehmens und dessen Mitarbeitern gegenüber ökologischer Nachhaltigkeit. Ohne eine positiv aufgeschlossene Grundeinstellung für die ökologische Nachhaltigkeit ist die Umsetzung eines grünen GPMs langfristig nicht möglich (vgl. Molla et al. 2011, 75).
Eine grüne Einstellung setzt zunächst das Bewusstsein und die Akzeptanz dafür voraus, dass Geschäftsprozesse in negativen Folgen für die Umwelt resultieren, deren Ausmaß jedoch durch nachhaltiges Handeln verringert werden können (vgl. Molla et al. 2011, 75; Wabwoba et al. 2013, 52).
Die grüne Einstellung misst im Rahmen des Green-BPM-readiness-Modells das Ausmaß, inwieweit die ökologisch nachhaltige Denkweise sowie entsprechendes Handeln im Unternehmen verwurzelt sind. Sie erfasst, in welchem Umfang die Organisation an einem ökonomisch-ökologischen Einsatz des GPMs interessiert ist bzw. wie detailliert sie sich mit entsprechenden Maßnahmen auseinander setzt (vgl. Molla et al. 2011, 75; Wabwoba et al. 2013, 52; Seidel et al. 2012, 9; Pernici et al. 2011, 15).
Durch die Einstellung zeigt ein Unternehmen den eigenen, tatsächlichen Willen und die Entschlossenheit, ökologisch nachhaltig zu handeln. Diese Einstellung ist durch Leitprinzipien, Werte und Normen und einer daraus resultierenden, grünen Unternehmenskultur abteilungsübergreifend zu verankern. Da insbesondere die Mitarbeiter die Tätigkeiten eines Unternehmens beeinflussen und an der Ausführung der Geschäftsprozesse unmittelbar beteiligt sind, werden diese u. a. durch entsprechende Schulungen für nachhaltiges Handeln sensibilisiert. Hierdurch wird eine verantwortungsvolle, bewusste ökologische Denk- und Handelsweise im gesamten Unternehmen etabliert und motiviert die Mitarbeiter nachhaltig zu agieren (vgl. Molla et al. 2011, 75; Rosemann/de Bruin 2007, 650; Pernici et al. 2011, 15; Meyer/Teuteberg 2012, 1523-1525).
1 Einleitung: Die Einleitung beleuchtet die Herausforderungen des Klimawandels für Unternehmen und führt in das Konzept des Green-BPM zur ökologischen Prozessoptimierung ein.
2 Theoretische Grundlagen: Dieses Kapitel definiert Nachhaltigkeit, erläutert das konventionelle Geschäftsprozessmanagement und verknüpft diese mit dem Readiness-Konzept.
3 Methodik: Hier wird das methodische Vorgehen beschrieben, angefangen bei der Literaturrecherche bis hin zur Entwicklung des Green-BPM-readiness-Modells und dem Design der empirischen Datenerhebung.
4 Evaluierung des Green-BPM-readiness-Modells: Dieses Kapitel präsentiert die statistische Auswertung der Umfragedaten mittels Faktorenanalyse und Strukturgleichungsmodellierung zur Validierung des Modells.
5 Fazit: Das Fazit fasst die Ergebnisse zusammen, diskutiert die Limitationen der Untersuchung und leitet Implikationen für die zukünftige Forschung und Praxis ab.
Green-BPM, Geschäftsprozessmanagement, Ökologische Nachhaltigkeit, Readiness-Modell, Unternehmensstrategie, Strukturgleichungsmodellierung, Faktorenanalyse, Prozessmodellierung, Governance, Monitoring, Optimierung, Umweltschutz, Kennzahlen, Prozessoptimierung, Unternehmensführung.
Die Arbeit beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Modells zur Messung des Bereitschaftsgrades (Readiness) von Unternehmen, nachhaltiges Geschäftsprozessmanagement (Green-BPM) effektiv umzusetzen.
Die zentralen Felder umfassen die ökologische Nachhaltigkeit, das klassische Geschäftsprozessmanagement und deren Integration in ein nachhaltiges Managementmodell unter Berücksichtigung organisationaler Readiness-Faktoren.
Ziel ist es, ein wissenschaftlich fundiertes Messmodell zu entwickeln, das Unternehmen dabei unterstützt, ihren aktuellen Stand bei Green-BPM-Aktivitäten zu bestimmen und Verbesserungspotenziale zu identifizieren.
Zur Entwicklung und Überprüfung des Modells wird eine Kombination aus systematischer Literaturrecherche, einer empirischen Online-Umfrage sowie statistischen Methoden wie der konfirmatorischen Faktorenanalyse und Strukturgleichungsmodellierung verwendet.
Der Hauptteil erarbeitet die theoretischen Grundlagen, leitet daraus die sechs Kernelemente des Modells (Einstellung, Strategie, Governance, Modellierung, Monitoring, Optimierung) ab und evaluiert diese statistisch anhand einer Unternehmensstichprobe.
Wichtige Begriffe sind Green-BPM, Nachhaltigkeitsmanagement, Readiness, Geschäftsprozessoptimierung und statistische Modellgüte im Kontext der Wirtschaftsinformatik.
Ohne ein Verständnis für ihre eigene Readiness können Unternehmen ihren Status in Bezug auf grüne Aktivitäten nicht messen, was eine gezielte Verbesserung der ökologischen Leistung und der Wettbewerbsfähigkeit behindert.
Die IT dient als zentrales Instrument, um durch Datenanalyse, Prozessmodellierung und Monitoring eine höhere Transparenz über ökologische Kennzahlen zu schaffen und somit eine nachhaltige Optimierung zu ermöglichen.
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